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Wir leben in einer nihilistischen Gesellschaft. Diese These lässt sich daran festmachen, dass ethische, moralische Werte bedenkenlos missachtet werden, behauptet der Autor dieses Gastbeitrages.
Es gehört zur Freiheit und dem Zeitgeist, Tabus zu brechen, Menschen zur Unterhaltung der Spaßgesellschaft ihre Würde zu nehmen. Respekt, Achtung und Menschenwürde, auch Höflichkeit und Anstand werden als altmodisch, ja konservativ diffamiert und mit Füßen getreten. Egoismus, Selbstsucht und Rücksichtlosigkeit sind sichtbare Zeichen in Wirtschaft und unserer nihilistischen Gesellschaft.
Der Begriff Nihilismus (lat. nihil "nichts") bezeichnet allgemein eine Orientierung, die auf der Verneinung jeglicher Seins-, Erkenntnis-, Wert- und Gesellschaftsordnung basiert. Er wurde in der abendländischen Geschichte auch polemisch verwendet, so etwa für die Ablehnung von Kirche und Religion.
Die Gesellschaft lebt nicht in Harmonie, sondern ist auf Funktionalität angelegt. Unsere Medien zelebrieren das Unharmonische, Führungskräfte denken überwiegend in Funktionalität, aber achten nicht auf Harmonie. Schneller, höher, weiter, jedes Mittel scheint recht zu sein, auch die Überschreitung von moralischen Grenzen. Mit der bedenkenlosen Missachtung jeglicher Wertordnung, ist eine gewisse Sinnlosigkeit, eine innere Leere, entstanden, die versucht wird, mit immer mehr Karrieredenken, Vergnügen, Konsum und die Gier nach mehr zu füllen. Den Verlockungen und Verführungen erlegen, fühlen sich die Menschen im Netz der Manipulationen wohl, ohne zu erkennen, dass sie ihre Selbstbestimmung verlieren.
Das Kennzeichen dieses nachmodernen Nihilismus ist der "geheimnisleere" Mensch, "der immer unfähiger wird zu trauern und unfähig darum, sich trösten zu lassen; immer unfähiger, sich zu erinnern und darum manipulierbarer ist als je; glücklich am Ende nur im Sinne eines sehnsuchts- und leidfreien Glücks, das heißt aber eines wunschlosen Unglücks". Dieses wunschlose Unglück drückt den Menschen unserer Tage unter sein eigenes humanes Niveau, wenn das Bedürfnis zu haben, die Sehnsucht erstickt, die den Menschen erst zum Menschen macht. Dieser Sehnsucht entspricht bei Meister Eckhart das "Verlangen nach Sein" 
Dr. Thomas Polednitschek, Psychologe und Psychotherapeut
Mit der Missachtung jeglicher Wertordnung, Sinnlosigkeit und immer mehr Vergnügen und Konsum, lässt sich aber die Sehnsucht, das "Verlangen nach Sein", das den Menschen erst zum Menschen macht, nicht unterdrücken. Das Dahingleiten im angeblichen Glück ist scheinbar selbstbestimmt, aber in Wahrheit nur ein hilfloses Herum rudern im belanglosen Vergnügen und kann das Gefühl der inneren Leere nicht füllen. Das Gefühl der Unzufriedenheit, des Unglücklichseins, ist jedoch latent weiter vorhanden. In uns ist etwas, was die Sinnlosigkeit und die Leere erkennt und sich wehrt, es ist das "Verlangen nach Sein". Diesem Verlangen können wir nicht entkommen.
Was ist das "Sein" nach welchem wir verlangen? Ist alles sinnlos?
Es ist der reine Geist, der unser Universum erschaffen hat und sich in jedem seiner Teile manifestiert. Jetzt wird mancher die Stirn runzeln und zweifeln, aber mit logischem Nachdenken muss man davon ausgehen, dass dieser reine Geist existiert. Dass sich unser Universum aus einem einzigen Moment entfaltet hat, ist Stand der Kosmologie. Im Weiteren existieren mathematisch nachvollziehbare Zusammenhänge und Abläufe, was eine Ordnung zeigt. Diese Ordnung könnte nicht funktionieren, wenn der Geist sie nicht schaffen würde.
Der Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg stellte sinngemäß fest: Da eine mathematische Struktur letzten Endes ein geistiger Inhalt ist, könnte man auch mit den Worten von Goethes Faust sagen: "Am Anfang war der Sinn".
Der Sinn, der Geist, ist in allen Teilen enthalten und steuert alle Teile, die miteinander agieren. Betrachten wir unsere Natur. Alles ist in Wechselwirkung, alles folgt einer gewissen Logik, alles ist in sich harmonisch. Das kann nur funktionieren, wenn ein ordnender Geist in allen Teilen vorhanden ist, und so muss dieser Geist auch in jeder Zelle des Menschen vorhanden sein und wirken.
Uns Freimaurern wird gesagt: "Vergessen Sie nicht, dass Ihr Körper Wohnsitz und Werkzeug eines unsterblichen Geistes ist". Über das Wesen des reinen Geistes lässt sich nichts aussagen und auch nichts über seine Absichten und Ziele — es ist das Geheimnis. Die monotheistischen Religionen bezeichnen dieses Geheimnis mit Begriffen wie, Gott, Jehova oder Allah; aber mit einer Personalisierung, mit einem "Ich" ist zwangsläufig die Zuordnung von Eigenschaften verbunden: z. B. liebend, rächend, strafend. Doch in diesen Religionen wird explizit ausgedrückt: Mach Dir kein Bild von Gott. Das bedeutet nicht nur auf bildliche Darstellungen zu verzichten, sondern insbesondere sollen wir uns auch keine Vorstellungen von Gott gleichsam nur ausdenken.
Meister Eckhart sagt dazu:
Es zielt (…) auf die Unaussprechlichkeit Gottes, dass Gott unnennbar ist und über alle Benennungen hinaus in der Lauterkeit seines Grundes, wo Gott keine Benennung noch Aussagen zu haben vermag, wo er für alle Kreaturen unaussprechlich und unaussagbar ist. Zum andern will es besagen, dass (auch) die Seele unaussprechbar und ohne (adäquate) Benennung (= wortlos) ist; wo sie sich in ihrem eigenen Grunde erfasst, da ist sie unaussprechlich und unaussagbar und kann dort keine Benennung haben, denn dort ist sie über alle Benennungen und über alle Aussagen (erhaben). Dies ist gemeint, wenn das Wort "Gott" (Ich) verschwiegen wird, denn sie findet dort weder Benennung noch Aussage. Das dritte (…), dass Gott und die Seele so völlig eins sind, dass Gott nichts Eigenes haben kann, wodurch er von der Seele getrennt oder irgendetwas anderes wäre, sodass er etwas anderes wäre gegenüber der Seele. Denn wenn er Gott (Ich) gesagt hätte, so hätte er (eben dadurch) etwas anderes gegenüber der Seele gemeint. Aus diesem Grunde verschweigt man den Namen Gott (Ich), weil er und die Seele so völlig eins sind, dass Gott nichts Eigenes haben kann, sodass weder etwas noch nichts von Gott ausgesagt werden kann, das Unterschiedenheit oder Andersheit aufweisen könnte.
Meister Eckhart
Zu seinem Unglück sieht der Mensch "Gott" als außerhalb von sich. Aber wir Menschen sind nicht getrennt von einem höheren Sinn, sondern wir befinden uns im höheren Sinn, der ein namenloses Geheimnis ist. Das ist für Menschen mit seiner eigenen Geisteskraft und eigenem Willen natürlich schwer zu begreifen und zu akzeptieren. Das ist aber so, ob uns das gefällt oder nicht. Die fatalistische Weltanschauung, dass alles unabänderlich bestimmt ist, bedeutet aber nicht zwangsläufig die Folgerung, menschliche Entscheidungen und Handlungen seien sinnlos. Denn im Plan des Schöpfergeistes ist der Mensch mit eigenem Geist und Willen ausgestattet, und das muss einen Sinn haben.
Mit seinen Fähigkeiten ist der Mensch Werkzeug und Diener des einen Geistes — er soll gestalten. Der Mensch ist in der Verantwortung, sich in die höchste Ordnung, in die höchste Harmonie, einzufügen, dass er durch Zusammenfügen aller, auch gegensätzlicher Teile einen Sinn und eine Wertbezogenheit erkennen kann. Das ist die (Selbst-) Bestimmung und die Aufgabe des Menschen, der wahre Sinn im Urgrund seines Seins im Leben.
Das Dahingleiten im scheinbaren Glück kann auf Dauer diese Urgewalt des Geistes nicht unterdrücken. Doch die akzeptablen Antworten nach dem Sinn des eigenen Lebens können wir nicht im Außen finden. Richtlinien, gut gemeinte Angebote und gute Ratschläge mögen vielleicht hilfreich sein, aber passen niemals exakt auf unseren unbekannten, im Urgrund befindlichen Sinn. Diese äußeren Impulse müssen wir abwägen, kontrollieren, ob sie mit unserem Inneren kompatibel und sinnvoll sind. Das bedingt ein hohes Maß an Selbstkritik, das Erkennen unserer Gefühle und die Gründe unseres Handelns. Das Integrieren von Widersprüchen, Synthese in unserem Sein zu schaffen (und zu leben), das ist das, was wir Freimaurer unter "Königlicher Kunst" verstehen. Stück für Stück stärken wir den wahren Kern unserer Existenz und entdecken ganz nebenbei den Sinn unseres Lebens.
Das ist eine lebenslange Aufgabe. Dabei wachsen wir kaum bemerkbar aus unserem Inneren heraus und wir entwickeln ein Selbst-Verständnis. Je näher wir dem Sinn unseres Lebens kommen, werden wir immer selbstbestimmter und lassen uns weniger manipulieren. Wir beginnen alles, was uns beeinflusst, danach zu sortieren, ob es tatsächlich zu uns gehört oder nicht. So entsteht eine innere Harmonie, wir werden verantwortungsbewusster. Nicht nur uns selbst gegenüber, sondern dieses Selbst-Bewusstsein strahlt auch in unsere Umgebung. Das ist das stille Wirken eines Freimaurers und hat nichts mit Missionierung zu tun, sondern im Vorleben eines Selbst-Bewusstseins. Aus der individuellen Sinngebung entwickelt sich eine kollektive Sinngebung. Indem wir die äußeren Einflüsse sortieren, beeinflussen wir nämlich unsere Umwelt, so tragen wir mit unserer inneren Harmonie zu unserer Harmonisierung der Gesellschaft bei.
Schneller-Höher-Weiter, die Gesellschaft, und jeder von uns ist Teil davon, jagt wie im Wahn nach Glückseligkeit und meint diese im ungehemmten Konsum zu finden. Aber Glückseligkeit wird mit Spaß verwechselt, der immer mehr nach Spaß verlangt. Wir lassen uns nur zu leicht durch Statussymbole täuschen, welche uns Werte vorspiegeln. Unmerklich hat uns die Gier erfasst. Diese scheinbare Realität nimmt uns die Urteilsfähigkeit, wir fragen nicht mehr nach Sinn und Zweckmäßigkeit. Früher oder später, manchmal auch nie, beginnen wir, langsam die Sinnlosigkeit unseres Handelns zu spüren und eine Rückbesinnung setzt ein, kurz, wir machen uns auf die Suche nach dem Sinn. Es tauchen Fragen auf, wie: Wer bin ich? Was will ich? Wie handle ich? Wohin gehe ich?
Wir kommen dabei nicht an altmodischen, konservativen Werten vorbei wie Moral, Anstand, Sitte und Tugend, die, wie die Geschichte zeigt, immer Stabilität und Sicherheit vermittelt haben. Und das nicht nur dem Einzelnen, sondern einer Gesellschaft insgesamt. Diese alten Werte sind also nicht alt, sondern zeitlos aktuell. Natürlich ist man mit der Zuwendung zu diesen Werten im gesellschaftlichen Wahn eine Minderheit, aber wo können wir am ehesten mentale Stabilität erreichen? — Nur in uns selbst.
Also vordringlich ist nicht die Gesellschaft zu missionieren, sondern wir sind am effektivsten, wenn wir mit uns selbst beginnen. Das ist die "Arbeit am rauen Stein". Es ist die Rückkehr zu unserem Selbst, welches von Anfang an in uns verankert ist.
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We are living in a nihilistic society. This thesis can be substantiated by the fact that ethical, moral values are ignored without hesitation, claims the author of this guest article.
It is part and parcel of freedom and the spirit of the times [zeitgeist] to break taboos, to deprive people of their dignity for the entertainment of the fun society. Respect, appreciation, and human dignity, as well as politeness and decency, are defamed and trampled on as old-fashioned, even conservative. Egoism, selfishness, and ruthlessness are visible signs in business and in our nihilistic society.
The term nihilism (Latin nihil "nothing") generally describes an orientation based on the negation of any social order, knowledge, value, and society. It was also used polemically in Western history, for example for the rejection of church and religion.
Society does not live in harmony, but is designed for functionality. Our media celebrate the inharmonious, executives mainly think in terms of functionality, but do not pay attention to harmony. Faster, higher, further, every means seems to be right, even crossing moral boundaries. With the heedless disregard of any value system, a certain senselessness, an inner emptiness, has arisen that is being tried to be filled with more and more career thinking, pleasure, consumption, and the greed for more. Succumbing to temptations and seductions, people feel comfortable in the web of manipulation without realizing that they are losing their self-determination.
The hallmark of this post-modern nihilism is the "mystery-empty" human being, "who becomes increasingly incapable of mourning and incapable of being comforted; increasingly incapable of remembering and is therefore more manipulable than ever; happy in the end only in the sense of a longing and suffering-free happiness, but that means a wishless misery." This wishless misery pushes the people of our day below their own humane level when the need to have it suffocates the longing that makes people human in the first place. For Meister Eckhart, this longing corresponds to the "desire for being."
Dr. Thomas Polednitschek, psychologist and psychotherapist:
The "desire for being," which makes people human, cannot be suppressed with the disregard of any system of values, senselessness and more and more pleasure and consumption, the longing. Gliding along in supposed happiness is apparently self-determined, but in reality, it is just a helpless rowing about in trivial pleasure and cannot fill the feeling of inner emptiness. However, the latent feeling of dissatisfaction and unhappiness is still there. There is something in us that recognizes meaninglessness and emptiness and fights back, it is the "desire for being." We cannot escape this desire.
What is the "being" we crave? Is everything pointless?
It is the pure Spirit [holy Ghost] that created our universe and manifests itself in every part of it. Now some will frown and doubt, but with logical reasoning one must assume that this pure Spirit exists. That our universe unfolded from a single moment is the state of cosmology. Furthermore, there are mathematically comprehensible connections and processes, which show an order. This order could not work if the Mind did not create it.
The physicist and Nobel Prize winner Werner Heisenberg stated: Since a mathematical structure is ultimately a spiritual content, one could also use the words of Goethe's Faust to say: "In the beginning there was the Mind."
The Mind, the Spirit, is contained in all parts and controls all parts that interact with each other. Let's look at our nature. Everything interacts, everything follows a certain logic, everything is harmonious. This can only work if an ordering spirit is present in all parts, and so this spirit must also be present and active in every cell of the human being.
We Masons are told, "Remember, your body is the abode and instrument of an immortal Spirit." Nothing can be said about the nature of the pure Spirit, nor about its intentions and goals — it is the mystery. The monotheistic religions refer to this mystery with terms like God, Jehovah or Allah; but with a personalization, with an "I", the assignment of properties is inevitably connected: e.g., loving, avenging, punishing. But in these religions, it is explicitly stated: Don't form an image of God. That means not only to do without pictorial representations, but in particular, we should not just make up any ideas about God.
Master Eckhart says about this:
It denotes, (firstly), God's ineffability, for God is unnamable and transcends speech in the purity of His ground, where God can have no speech or utterance, being ineffable and wordless to all creatures. Secondly it means that (also) the soul is ineffable and wordless: in her own ground she is wordless and nameless and without words, for there she is above all names and words. That is why the word "I" is suppressed, for there she has neither word nor speech. The third reason is that God and the soul are so entirely one that God cannot have a single distinctive feature separating Him from the soul and making Him different, so that He cannot say, "I send my angel," thus making Him out to be different from the soul. For if H said, "I," He would imply something different from the soul. Accordingly, the word "I" is suppressed because he and the soul are so entirely one that God cannot have any quality such that we can say anything, or nothing, about God that points to difference or otherness. [Sermon Forty-Nine]
Meister Eckhart
Unfortunately, man sees "God" as outside himself. But we humans are not separate from a higher mind, we are in the higher mind, which is a nameless mystery. This is of course difficult for people with their own mental power and will to understand and accept. But that's the way it is, whether we like it or not. However, the fatalistic world view that everything is immutably determined does not necessarily mean that human decisions and actions are meaningless. Because in the plan of the Creator Spirit man is endowed with his own spirit and will, and this must have a meaning.
With his abilities, man is the tool and servant of the one spirit — he should create. Man has the responsibility to fit into the highest order, into the highest harmony, so that he can recognize a meaning and a value-relatedness by putting together all the parts, even contradictory ones. That is the (self-)determination and the task of man, the true meaning in the very reason of his being in life.
Gliding along in apparent happiness cannot permanently suppress this elemental power of the spirit. But we cannot find the acceptable answers about the meaning of our own life on the outside. Guidelines, well-intentioned proposals, and good advice may be helpful, but they never exactly fit our unknown, deep-seated mind. We must weigh up these external impulses and check whether they are compatible and meaningful with our inner being. This requires a high degree of self-criticism, recognizing our feelings and the reasons for our actions. Integrating contradictions, creating (and living) synthesis in our being, that is what we Freemasons mean by "Royal Art." Bit by bit we strengthen the true core of our existence and discover the meaning of our lives along the way.
This is a lifelong task. In doing so, we grow out of our inner self and we develop a self-understanding, which is hardly noticeable. The closer we get to the meaning of our lives, we become more and more self-determined and less likely to be manipulated. We begin to sort everything that affects us according to whether it is actually ours or not. This creates an inner harmony and we become more responsible. Not only towards ourselves, but this self-awareness also radiates into our surroundings. This is the quiet work of a Freemason and has nothing to do with proselytizing, but with the example of self-awareness. A collective meaning develops from the individual meaning. By sorting out the external influences, we affect our environment, so with our inner harmony we contribute to our harmonization of society.
The Faster-Higher-Further society, and each of us is part of it, chasing after bliss in a delusion and thinks we can find it in uninhibited consumption. But bliss is mistaken for fun, which always calls for more fun. We are all too easily fooled by status symbols that trick us into thinking we have values. Imperceptibly, greed has seized us. This apparent reality robs us of our ability to judge, we no longer ask about meaning and expediency. Sooner or later, sometimes never, we slowly begin to feel the senselessness of our actions and a recollection sets in, in short, we start looking for meaning. Questions arise like: Who am I? What do I want? How should I behave? To what end?
In doing so, we cannot avoid old-fashioned, conservative values such as morality, decency, custom and virtue, which history has shown have always conveyed stability and security. And not just for the individual, but for society as a whole. So, these old values are not old, but timelessly current. Of course, one is in the minority with the attention to these values in the social delusion, but where can we most likely achieve mental stability? — Only in ourselves.
So the priority is not to proselytize society, but we are most effective when we start with ourselves. This is the "working on the rough ashlar." It is the return to our self, which is embedded in us from the beginning.
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