English Translation
of Karl Christian Friedrich Krause's Book
Die drei ältesten Kunsturkunden der Freimaurerbrüderschaft
(The Three Oldest Craft Records of the Masonic Fraternity)
(Translated by Bro. Vincent Lombardo)
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From the Translator
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The English text, original in the book, has been rendered here in this color, so to distinguish it from the translation. Krause's abbreviations refer to the following publications: Br. (Browne's Master - Key); GM. (The Grand Mystery); JB. (Jachin and Boaz); K. (three distinct Knocks); Kh. (Bro. Keher, of Scotland); M. (Manuscript of the lodge of Eßingen); M.S. (Interrogation under Henry the VI.); NE. (English Moderns, Grand Lodge of); Pr. (Masonry dissected); Y.C. (York Constitution), and H., (indicating Krause's own remarks). For further explanations, please see the → Guide to the Translation
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Further Remarks on the
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Foreword By the notes set under the text of the oldest Apprentice Lecture I wanted to especially elucidate this Craft document on its own merit, and to give guidance for the correct understanding and appreciation of it. The now following individual observationsa) are intended, partly to carry forward the above [task], but partly also, and especially, to elucidate even more individual passages by the evidence and explanations of other revered brethren, and by my own gathered knowledge, and to make them more fruitful by further discussion of their teaching symbolisms and practices. I have already indicated in the Foreword to the second Craft document (I, p. 126 - 130) the principal sources, which I did use in the compilation of the second Craft document in general, and for these Further Remarks in particular. The more complete excerpt of the Essinger Ritual, imparted in this second edition (I, p. 297 - 322), and even more so the complete illustration of the English Modern's Catechism of the Apprentice Degree (included in this second section), put me in a position to render the following remarks more comprehensive and more plausible. From the hoard of information so far collected since 1810, however, I can weave here only a part. I find it useful to interpolate here those comments and views regarding the oldest Apprentice Lecture, which appeared to me important, from the third volume of brother Feßler's Complete Writings on Freemasonry (Freiberg, 1807, by brother Gerlach [publishing House]). Everything that this highly deserving brother says in the above-cited book about the oldest Masonic Fraternity and about its Craft documents, and for the revival of a pure, dignified spirit of Masonry in the lodges, and in the sanctuary of each brother's heart, =278= is witty and heartfelt, and carried out thereby with such a thorough erudition, that the reading of this book of Bro. Feßler will be instructive and inspiring to every brother. Other writings, which I have used in some places, have been made known in every instance.
a) See I, p. 130! Note. In what follows below, I will identify with I the first part of the first volume, with II the second part of the first volume, with III the first part of the second volume, and with IV the second part of the second volume. **
The Catechism of the Entered Apprentice[The enter'd Prentice's Lecture.]
Remarks about this Title of the Second
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Vorerinnerung Durch die unter den Text der ältesten Lehrlinglection gesetzten Anmerkungen wollte ich vorzüglich diese Kunsturkunde aus ihr selbst erklären, und zum richtigen Verstehen und Würdigen derselben Anleitung geben. Die nun folgenden einzelnen Bemerkungena) sind bestimmt, theils die obigen fortzusetzen, theils aber auch, und vorzüglich, einzelne Stellen durch Zeugnisse und Erläuterungen anderer verehrten Brüder, und durch meine eignen gesammelten Kundnisse, noch mehr aufzuhellen, und durch weitere Erörterungen der Lehrbilder und Gebräuche diese noch fruchtbarer zu machen. Die Hauptquellen, welche ich überhaupt bei der Bearbeitung der zweiten Kunsturkunde, und bei diesen weiteren Bemerkungen insbesondere, benutzte, habe ich bereits in der Vorerinnerung zu der zweiten Kunsturkunde (I, S. 126-130) angezeigt. Der in dieser zweiten Ausgabe (I, S. 297-322) mitgetheilte vollständigere Auszug des Essinger Rituales, und noch mehr die (in dieser zweiten Abtheilung enthaltene) vollständige Darstellung des neuenglischen Lehrfragstükkes des Lehrlinggrades, setzen mich in den Stand, die nachfolgenden Bemerkungen reichhaltiger und einleuchtender zu machen. Von dem Vorrathe des seit dem Jahr 1810 hierzu Gesammelten kann ich indeß nur einen Theil hier einweben. Ich finde es zweckmässig, aus dem dritten Bande von Bruder Feßler's sämmtlichen Schriften über Freimaurerei (Freiberg, 1807, bei dem Bruder Gerlach,) diejenigen Bemerkungen und Ansichten der ältesten Lehrlinglection hier einzuschalten, welche mir wichtig schienen. Alles, was dieser, um die Belebung eines reinen, würdigen Geistes der Masonei in den Logen, und im Heiligthume jedes =278= Bruderherzen, hochverdiente Bruder über die älteste Freimaurerbrüderschaft und ihre Kunsturkunden in der angeführten Schrift sagt, ist geistreich und herzlich, und dabei mit so gründlicher Gelehrsamkeit ausgeführt, daß es jedem Bruder lehrreich und erwekkend sein wird, diese Schrift des Brs. Feßler zu lesen. Andere Schriften, die ich in einzelnen Stellen benutzt habe, sind an jedem Orte angezeigt worden.
a) Siehe I, 130! Anmerkung. Ich werde im Folgenden des ersten Bandes erste Abtheilung mit I, dessen zweite mit II, des zweiten Bandes erste Abtheilung mit III, und dessen zweite mit IV bezeichnen.
Des angetretenen Lehrlinges Lehrfragstück.[The enter'd Prentice's Lecture.]
Bemerkungen über diese Überschrift der zweiten Kunsturkunde.Diese Urkunde führt zwar seit länger als einem Jahrhunderte die Überschrift: the entered Apprentice's Lecture, d.i. des neuaufgenommenen Lehrlinges Lehrstück (Lection); allein, da dieselbe nicht die geringste Aüßerung enthält, woraus man, ohne jene Überschrift zu kennen, schließen würde, daß hier von einem Lehrlinge die Rede wäre; und da vielmehr die Namen: Lehrlinge, Gesellen und Meister,a) darin gar =279= nicht vorkommen: so muß schon hieraus in jedem vorurtheillosen Leser ein Verdacht wider das vorgebliche Alter und die Echtheit dieser Überschrift entstehen. → [— Allein nicht nur …]
a) Bloß der Meister der Loge wird Master genannt; und Fellow heißt hier Genoß, (nicht Fellow-Craft, d. i. Zunftgenoß, Zunftgesell im jüngeren Sinne,) das ist jeder mündige, ausgelernte Mitarbeiter an irgend einem Baue. In der Antwort auf die 30te Frage steht zwar, daß der Aufnahmling auf die erste Stufe (von drei Stufen) des am Boden gezeichneten Vierekkes trete; ferner werden ihm Zeichen, Wort und Griff "eines neuaufgenommenen Lehrlinges" mitgetheilt: allein die genauere geschichtliche Untersuchung ergiebt ebenfalls, daß diese Erkennzeichen erst späterhin in drei Grade vertheilt wurden; woraus sich dann von selbst versteht, daß alsdann die Worte: "eines neuaufgenommenen Lehrlinges" in diese Stellen der alten Urkunde beigeschrieben werden mußten, da die Abschriften derselben in den Logen gebraucht wurden. Doch ist Dieß nicht einmal in allen Stellen geschehen. So heißt es zB. in der 30ten Antwort noch ganz richtig: "die Verpflichtung [oder Eid] eines Maurers;" aber zum Schlüsse des an die Stelle der alten Verpflichtung eingeschobnen vernunftwidrigen Eides ist gesetzt worden: "Verpflichtung des nenaufgenommenen Lehrlinges." → — Allein nicht nur dieser Umstand, sondern Alles, was uns über die Verfassung der alten römischen Zünfte, sowie über die aller Bauhütten des Mittelalters überhaupt, und der Bauhütten in den britischen Inseln insbesondere, bekannt ist, (wovon ich das Wissenswürdigste in der zweiten Abth. des 2ten Bandes zusammengestellt habe,) beweiset, daß weder Lehrlinge, noch Gesellen (in dem Sinne der später entstandenen städtischen Zünfte) Brüder-Mitglieder der Bauhütte waren; daß vielmehr damals eigenlich noch keine Gesellen (im Sinne der heutigen städtischen Zünfte), im Gegensatze der Meister einer und derselben Loge, vorhanden waren. Denn nur Ausgelernte wurden als Brothers (fratres), Brüder, und Fellows, das ist als Zunft genossen, aufgenommen. Der Lehrling mußte viele Jahre lernen, (s. die Yorker Constitution!) und war nicht Mitglied der Loge, worein nur Mündige, Männer von gutem Rufe, nur Kunsterfahrne, aufgenommen wurden, welche eigenlich Masons, nicht aber Masters, hießen; mit welchem Namen ein Mason nur benannt wurde, insofern er einem Baue vorstand. Noch nicht einmal Ashmole (s. das Register unter diesem Namen!) erwähnt des Gegensatzes zwischen Lehrlingen, Gesellen und Meistern, weder in Hinsicht der arbeitenden Bauleute, noch der für die Zunft nützlichen Nichtbaukünstler, die man angenommene Brüder oder Maurer (fratres acceptos, accepted Masons) nannte, dergleichen auch Ashmole Einer war.a) — Erst =280= nachdem die während der Staatsunruhen in England überaus vermehrte Annahme von Nichtbaukünstlern die Veranlassung wurde, auch diese Gesellschaft, sowie so manche andere, zu einer Vereinigung für politische Zwecke zu benutzen, und zu dem Ende immer mehre Nichtbaukünstler aufzunehmen, und erst, als man hierzu mehre Stufen der Vertraulichkeit brauchte, entlehnte man, auf eine der Würde der alten, aus lauter Masons bestehenden Loge geschichtlich unangemeßne und ebenso mit dem Urbilde eines allgemeinmenschlichen Vereines unvereinbare, Weise aus den mittlerweile entstandenen und ausgebildeten städtischen Zünften jenen, dem Urbegriffe und dem Urbilde der geistigen Freimaurerei (der Geistmaurerei) widerstreitenden, Gegensatz von Lehrlingen, Gesellen und Meistern, um dadurch nicht Lehrlinge, Gesellen und Meister der Baukunst, sondern die verschiedenen Stufen geheimer Vertraulichkeit, zu bezeichnen; Maurerlehrlinge aber und Maurergesellen, im Sinne der städtischen Zünfte, sind, meines Wissens, zu keiner Zeit in die, noch neben den jüngern städtischen Zünften fortdauernden, Bauhütten und Logen der Freimaurer als Mitglieder aufgenommen worden; und =281= selbst in den städtischen Zünften haben nur Meister die eigenliche Mitgliedschaft in dem Sinne, in welchem in dieser unserer alten Aufnahmurkunde das Recht derselben ertheilt wird. Die Überschrift dieser zweiten Kunsturkunde: the Entered Prentice's Lecture, ist also gewiß unecht, und nach 1640 gemacht. Vielleicht hieß es: the Entered Brother's, oder the new accepted Mason's or Brother's (or Fellow's) Lecture.
a) Es wurden schon sehr früh Nichtbaukünstler als Patrone in die Brüderschaft aufgenommen, (siehe die Yorker Constit. !) und es stammt dieser Gebrauch eigenlich aus den römischen Baucorporationen, wie zahlreiche Inschriften (in IV, S. 153 - 161, vorzüglich 158, n. b) uns lehren. Zu den Zeiten der politischen Beschäftigungen, da sich das Maurerhandwerk und andere schon längst von der Brüderschaft abgesondert hatten, nahm man dann freilich auch brauchbare Menschen aus allen Ständen auf. (Siehe Ashmole's Nachrichten IV, S. 281 - 289, Prichard's Vorbericht zu seiner Masonry dissected (hier zuvor S. 56 - 64), auch the Grand Mystery (hier S. 26 - 49), the Thinker upon Masonry, Nicolai's Schriften, und Lawrie's Geschichte der Freimaurerei, Freiberg, 1710, S. 96 und S. 357 f. meine Anmerkung zu letzterer Schrift!) Die vollkommne Trennung von den Baukünstlern, und die Erhebung zu einem allen Ständen gehörigen geselligen Vereine, ist zuerst von dem neuenglischen Großmeisterthume bewirkt worden; und =280= dann hieß (siehe das Anderson'sche Constit. Buch, und Browne S. 33, sowie auch die an GM. beigefügten satirischen Briefe!) an accepted Mason, d. i. ein angenommener Maurer, freilich etwas ganz Anderes, als jemals zuvor, wo man nur deßhalb Personen aus andern Ständen annahm, um Beförderer der eigenlichen Baukunst, und der Zunft der Bauleute, zu gewinnen; wie Dieß die an Lawrie's Geschichte anhangenden beiden schottischen Urkunden v. J. 1630, welche ich in IV, S. 353 f., aufgenommen habe, beweisen. In dieser, deutlich ausgesprochenen, und in die Verfassung der Brüderschaft mit ausdrücklichen Worten aufgenommenen, Trennung und Unabhangigkeit von der eigenlichen Baukunst und von den diese betreibenden Künstlern und Gewerken, welche schon zu Ende des siebzehnten Jahrhunderts begonnen, (siehe das Altenb. Constit. Buch, S. 228) aber für England erst im Jahr 1717 vollendet wurde, liegt das wesenliche, ein neues Lebenalter der Freimaurerei beginnende und begründende, Verdienst der neuenglischen Großloge (vergleiche IV, S. 307 - 320!); welcher dann, nach mancherlei Widerstreben, (wie z. B. die erwähnten, in GM. beigefügten, satirischen Briefe, the Thinker upon Masonry, und andere Schriften wider das NE. Großmeisterthum, bezeugen,) alle noch übrigen Maurerlogen in England, Schottland und Irland folgten; (siehe meine Anmerkungen zu Lawrie's Geschichte S. 365!) obgleich in Schottland noch jetzt einige Verbindung der Handwerkmaurer mit der Großloge stattfinden soll. Diese Annahme stimmt ferner mit dem ganzen Inhalte der Urkunde überein; denn die ganze Handlung, sowie alle einzelnen Gebräuche derselben, sind passend und gewähren einen verständigen Sinn, sobald man annimmt, daß die Handlung mit einem Erwachsenen, mündigen, kunsterfahrnen Manne vorgeht; erscheinen aber Ungereimt, wenn man sich einen unmündigen Jüngling als Aufnahmling denkt. Derselbe verlangt die Wohlthat der Mitgliedschaft, nicht der Lehrlingschaft, und die Benennungen: Brother, Fellow, and Master, werden in dieser Hinsicht als völlig gleichbedeutend gebraucht; (s. besonders Fr. 12 und 26!) auch ist in der ganzen Urkunde keine Spur des geringsten Unterschiedes oder Vorrechtes zwischen Mason und Mason, und selbst der Master [of the Lodge], der Meister (der Loge), wird oft vorzugweise the Mason, der Mason, der Baukünstler, genannt.a)
a) Siehe GM. Fr. 18, hier I, Abth. 2, S. 56; IV, 221, Sp. a., Z. 3! The King's Mason heißt in einer andern Urkunde des Königs Baumeister. Die offenbarste Bestätigung aber, daß diese Behauptung geschichtlich richtig, ist in dem Anderson'schen Constitutionenbuche selbst enthalten, wo in den sogenannten old charges, d.i. den alten Grundgesetzen des neuenglischen Systemes, (welche eigenlich die nach den veränderten Gesellschaftzwekken des neuenglischen Großmeisterthumes umgemodelten uralten Grundgesetze der Yorker Constitution sind,) wahrscheinlich aus Unachtsamkeit, die uralte Verfassung der Brüderschaft in Ansehung der Lehrlinge, Genossen und des Meisters, (der bei jedem Baue und in jeder Loge nur Einer war,) noch beibehalten gefunden wird.b) Es heißt daselbst =282= (siehe hier 2n Bds. erste Abth. S. 30 f.!) ausdrücklich: "daß kein Meister einen Lehrling annehmen solle, wenn derselbe nicht ein vollkommener Jüngling, dessen Leib ohne Verstümmelung (Fehl) oder Gebrechen ist, welche ihn unfähig machen könnten, die Kunst zu erlernen, seines Meisters Bauherren zu dienen, zum Bruder und zu gehöriger Zeit zum Gesellen gemacht zu werden, sobald er die Anzahl Jahre gedient hat," [nehmlich sieben,] "welche die Gewohnheit des Landes vorschreibt." Auch mehre Stellen des neuenglischen Lehrlingfragstükkes, besonders bei Browne, vorzüglich Dessen 181te Frage und Antwort, (welche ich hier S. 133 f., nebst meiner 173ten Bemerkung dazu, nachzulesen bitte,) stimmen hiermit völlig überein. Hieraus ist offenbar, daß erst der ausgelernte Lehrling zum Bruder, das ist zum Mitgliede der Gesellschaft der freien Maurer, gemacht wurde, und mehre echte, einzelne, geschichtliche Nachrichten lehren, daß Brother und Fellow oft gleichgeltend gebraucht wurden. (Siehe z. B. die folgende Note zur dritten Frage, und IV, S. 286, Z. 24!) Der Name: Bruder, ist daher wohl der allgemeine Name für jedes Mitglied, für die nenaufgenommenen ausgelernten Lehrlinge, den Master und die angenommenen Maurer.a)
b) Diese Stelle ist auch im Const. Buche vom J. 1815 unverändert beibehalten worden. Es ist wohl zu bemerken, daß in obiger Stelle nicht gesagt wird, daß der Lehrling zum Gesellen, und dann zum Meister, gemacht werden solle, sondern bloß zum Gesellen, und (wie es im Verfolg dieser Stelle ferner heißt) weiterhin zum Aufseher, oder zum =282= Meister der Loge (Master of the Lodge), welcher nur Einer war, und den Namen Meister allein führte. a) Man könnte die überschrift unserer Urkunde dadurch zu retten suchen, daß man annähme, entered Apprentice, hieße ein ausgelernter Lehrling, der in die Brüderschaft tritt (who enters the Lodge as Brother), zumal da in Fr. 14 es heißt: "enter! " "tritt herein!" — Allein wenigstens der, seit mehren Jahrhunderten bestehende, englische Sprachgebrauch ist wider diese Annahme. Aus diesen geschichtlich erwiesenen Umständen ergeben sich andere, für die Entfaltung der Freimaurerbrüderschaft, und für die Prüfung des Alters und der Echtheit angeblich überlieferter Urkunden wichtige Folgerungen. So wird man, dem Gesagten zufolge, vergeblich nach alten Ritualen des sogenannten Gesellen- und Meister-grades suchen. Denn da es nur Logenversammlungen von Einer Art gab, und nur Ein Ritual für alle Brüder, welches wir noch in unserer zweiten Kunsturkunde im Wesenlichen echt aufbewahren; und da selbst die allgemeinen Versammlungen der Freimaurer zu York, nach Preston's glaubhaften Nachrichten, keine von den andern Logenversammlungen abweichende Form hatten, so fällt die Vermuthung =283= höherer Grade und Rituale derselben ganz weg, ja der Begriff: Grad, ist überhaupt der alten Masonei, ihrem Urbegriffe und ihrer Geschichte nach, ganz fremd. Als aber die Brüderschaft seit der Mitte des siebenzehnten Jahrhunderts wegen politischer Zwekke sowohl die städtisch gewordene Maurerzunft, als auch die geistlichen und ritterlichen Orden, der Wesenheit der uralten Masonei zuwider, nachahmte, und in der Brüderschaft Grade stiftete, die eine Stufenfolge von Heimlichkeiten bildeten, so mußten sie nothwendig neue Rituale erfinden, wozu sie den Stoff zum Theil aus dem alten echten Ritual entlehnten, das sie zu diesem Zwekke verstümmelten, theils diese Rituale neu ersannen, und dabei sich besonders biblischer und rabbinischer Überlieferungen bedienten, welche sie willkührlich umgestalteten und weiter ausführten, bis sie bequem wurden, eine brauchbare, den Vertrauten verständliche, und im Fall der Entdekkung vor Gericht unverfängliche Chifer ihres politischen Geheimnisses zu sein.a)
a) Dieses ist ausführlich bewiesen in Br. Feßler's hand schriftlichem Versuche einer kritischen Geschichte der Freimaurerbrüderschaft. S. 295 - 321. Bemerkung über den Gebrauch dieses Lehrfragstükkes.In Schottland werden sehr oft maurerische Zusammenkünfte gehalten, wobei sich die Brüder die Gebräuche und das Fragebuch einprägen. Keher. 1) Dasselbe erzählt auch K. von den Irländern. (Siehe K. , S. 3 und 4!) Wie wenig geheimnißkrämerisch die schottländischen Brüder mit dem Gebrauchthume (Ritual) umgehen, berichtet Br. Keher (S. 12 ) folgendermaßen: "Jeder Bruder Meister muß, auf Verlangen, das Ritual seiner Loge, auch Abschrift davon, erhalten. Er kann es auch fremden echten Brüdern, oder auch einer fremden echten Loge, oder auch einer neuen Loge, zum Behuf ihrer Errichtung, mittheilen. Wird es ihm verweigert, so kann er sich bei der Großen Loge beschweren." 2te Frage. Ein Geheimniß. Im neuenglischen Systeme sind die drei großen Lichter nicht mehr das Hauptlehrzeichen (Hauptsymbol), sondern vielmehr die drei großen Grundsätze: Bruderliebe, Hülfe und Treue. (Br. Fr. 186, hier S. 235 - 237, nebst einer schönen Abhandlung, betitelt: "Lobrede auf die brüderliche Liebe, Hülfleistung und Treue.") Schon in GM. finden =284= wir [Fr. 40, hier S. 42,] drei besondere Punkte: Brüderschaft, Bundestreue und Verschwiegenheit, welche Bruderliebe, Hülfe und Treue [Fr. 41 ] vorstellen. Daher liegt auch das Geheimniß im NE. Systeme nicht ebenso versinnbildet zwischen dem Meister und jedem Bruder. Dafür heißt es aber bei Browne, (32ste - 37ste Fr. hier S. 128 ff.): "Warum wurden Sie zum Maurer gemacht?" "Um der Heimlichkeit willen, (for the sake of Secrecy,) und um aus der Finsterniß zum Lichte gebracht zu werden." — "Haben die Maurer einige Geheimnisse? " "Viele, und welche von großem Werthe." — "Wo verwahren sie dieselben?" "In ihren Herzen." — "Wem vertrauen sie dieselben an?" "Keinem, außer Brüdern und Genossen. " — "Wie entdekken sie dieselben?" "Durch Zeichen, Merkmale und besondere Worte." — "Wie gelangen sie zu denselben?" "Mir Hülfe eines Schlüssels." Dieser Schlüssel, den schon GM. (Fr. 22 - 26, hier S. 38 f.,) als Logenschlüssel (a Key of the Lodge) anführt, wird dann (Br. , Fr. 42,) ein maurerischen Geheimniß (a Masonic Mystery) genannt. Bei Prichard (Fr. 65 - 71, hier S. 76 f.,) kommt hierüber Dasselbe, was Browne enthält, vor; doch heißt es daselbst, von Letzterem abweichend: (Fr. 65) "Was sind die Geheimnisse (das geheime Wesen) eines Maurers?'' "Zeichen, Merkmale und einige (mehre) Worte." Nach Prichard und Br. ist also die Maurerei kein Geheimniß, sondern sie hat mehre Geheimnisse. Diese Geheimnisse sind nach Pr. bloß Zeichen, Merkmale und Worte; nach Br. hingegen werden die Geheimnisse selbst nur durch Zeichen, Merkmale und Worte mitgetheilt. Nach Pr. (Fr. 10, hier S. 66 f.,) "verhehlet der Bruder alle Heimlichkeiten (Geheimnisse) und geheimes Wesen (all Secrets and Secrecy) der Maurer und der Maurerei." Und in der 14ten der vom König Edred bis auf Heinrich VIII. gesammelten, der Yorker Constitution beigefügten, Satzungen heißt es: "Bei allen Beschlüssen soll man die alten Regeln" (old charges, Altgesetze) "und Grenzen der Verschwiegenheit (the Marks of the Secrecy) vor Augen haben." 3te Frage. Hier heißt die ganze Maurerei ein Geheimniß; doch gewiß nur in dem Sinne, den der Geist des alten Gebrauchthumes, die übrigen Kunsturkunden und alle Thatsachen der ältesten Geschichte der Anstalt bewahren. (Siehe I, S. 18 die Noten, und S. 112!) =285= Zu der 5ten Bemerkung (I, S. 137) mache ich noch merksam auf die aus der Schrift: Ahiman Rezon, usw., 1813, gegebnen geschichtlichen Kundnisse über den neuern Ursprung der Benennungen: Freemason und Freemasonry, (s. das Sachverzeichniß unter: Freemason!); sowie ich auch hier Prichard's Vorbericht (S. 56 - 64) nachzulesen bitte. 4te Frage. Die Bedeutung von Fellow, Genoß , die ich in der 6ten Note (I, S. 137) angebe, wird auch durch die fünf Punkte der Genossenschaft, von denen ich bei Gelegenheit der 44ten Frage reden werde, bestätigt. In einer alten Handschrift (S. Preston's Ill., 1792, p. 185, und 1812, p. 156, die Note!) wird der Alderman der Stadt zum Genossen (Fellow) gemacht und dem Meister beigegeben, um dessen Amtansehn zu unterstützen. In GM. (Fr. 9) heißt es: "Was ist ein Genoß (Fellow)?" "Ein Gefährte eines Prinzen." Und im Br. (Fr. 8) heißt es: "Der Maurer ist — — der Genoß eines Fürsten (Fellow to a Prince)." M. antwortet auf die 4te Frage! "Ich bin so angenommen und frei worden unter Brüdern und Gesellen.'' Vermuthlich hat in einem englischen Originale gestanden: "and became free," oder: "and made free amongst etc." Dieses ist ein bei allen Zünften noch jetzt gewöhnlicher Kunstausdruck, und heißt: "in die Zunft aufgenommen, und zur Arbeit berechtigt werden." Nicolai führt (Versuch usw. B. I, S. 192) das Beispiel an: "because he was not free amongst them;" und in einem Liede (The Freem. Pocket Companion; Edinb. 1763; p. 240.) finde ich: "Come, jest, love and laughter, ye joyful throng, you're free of the Lodge, and to Masons belong." "Kommt, Scherz, Liebe und Lachen, ihr freudenvolle Genossen! Ihr seid zünftig in der Loge, und gehöret den Maurern." Noch ist zu bemerken, daß in unserer Urkunde, sowie auch in den beiden andern ältesten Kunsturkunden, zum Beweis ihres Alters, nur die Namen: Maurer, Maurerei, nie Freimaurer, Freimaurerei, vorkommen. Denn anfänglich gab es in England keine andern Masons, als unsere nachher sogenanntena) Free-Masons, =286= und bloße Tagelöhner (Labourers); auch waren diese Masons nicht etwa bloß Maurer in unserem Zunftverstande, sondern auch Steinarbeiter, Steinmetzen, deren Gewerk edler, umfassender ist, als das der Maurer (s. IV, 233 - 261), und auch in Deutschland noch lange das Recht behielt, die jetzt sogenannte Maurerarbeit selbst zu machen, ohne sich der Maurerzunft zu bedienen. (S. Zedler's Universallexicon unter: Steinmetz!) Da sich aber nach und nach städtische Zünfte ausbildeten, so entstanden zweierlei Maurer, bloß städtisch zünftige, und alte Freimaurer, die sich nun im Gegensatz, wegen ihrer alten Privilegien, Freimaurer nannten. → [Daher …]
a) Geschichtlichen Aufschluß, weßhalb die im Jahr 1717 gestiftete Großloge den Namen: Freemasons, annahm, giebt die Schrift: Ahiman Rezon, (vom Jahr 1813) in einer Stelle, die ich schon (S. 60, n, *) erwähnt habe, und weiter unten mittheilen werde. → Daher finden wir in GM. (Fr. 8 - 10) Maurer und Freimaurer ausdrücklich unterschieden, und bemerkt, "daß man einen Freimaurer an Zeichen, Wort und den Punkten der Aufnahme erkennen soll. " Die NE. Großloge nahm den Ausdruck: freie und angenommene Maurer, wieder in einem andern Sinne. (S. mehre weiter unten folgende Bemerkungen zur 52 - 56ten Frage, I, S. 311-315, die Bemerkungen zu Prichard, hier S. 60 ff., und zu Browne Fr. 176, hier S. 232 f., sowie das Sachverzeichnis bei Freimaurer!) — Noch bemerke ich, daß das Wort: Mason, ursprünglich nicht einmal Steinhauer, Steinmetz, sondern eigenlich einen erfindsamen Künstler überhaupt, anzeigte, und zwar völlig in dem Sinne der ersten Kunsturkunde; sodaß Dichter, Musiker, Mathematiker, Astronomen, Bildhauer, Mahler, Landbaukünstler, Baumeister, insgesammt mit dem Namen: Mason, bezeichnet werden. Den wortkundlichen Beweis siehe IV, S. 360 ff., 398 ff., 427 ff.! Daher heißt auch Masony, (welches Wort ich übrigens noch nirgends von der Maurerei gebraucht gefunden habe,) oder Masonry eine Gesellschaft erfindsamer Menschen, oder, im Sinne unserer ersten Urkunde, eine Gesellschaft Lebenkünstler. Mithin konnten auch die Tempelherren ihre Gesellschaften Masoneien nennen, und die Dichter des Mittelalters von einer himmlischen Messenei, das ist Gesellschaft der Heiligen und Seligen, reden. (S. IV, 404 ff.!) Möchte doch das übellautige Freimaurer, Freimaurerei, da es sogar unrichtig ist, einer bessern Benennung weichen! Anstatt Freimaurerei könnte Masonei, für Freimaurer Mason, gesagt werden.a)
a) Ebenso für Freimaurer Freimason, für Freimaurerei =287= Freimasonei. In IV, S. 563 ff. habe ich diese ganze Wortfamilie entfaltet. =287= In der neuenglischen Lection (GM., Fr. 9; Pr., Fr. 5; Br., Fr. 17) wird hier noch die Frage eingeschaltet: "Wie soll ich erkennen, daß ihr ein Maurer" (GM. hat Freimaurer) seid?" "Durch Zeichen, Merkmale, und die vollkommenen" (vollständigen) "Punkte meines Antritts" (Einlasses); worauf dann diese drei Dinge vorläufig erklärt werden. Noch will ich hier auf die sinnreichen 25 und 26ten Fragen und Antworten im Br. merksam machen, welche eine schöne Andeutung der Allgemeinheit der Maurerei enthalten. (S. hier 124 f. !) 5te Frage. Als Grund dieses Erfordernisses führt Feßler an: "weil das Weib die ersten Keime der menschlichen Anlagen und Kräfte in dem Kinde entwikkeln und befruchten soll; wozu die alten, freien Maurer die Magd, oder die Beischläferin, für unfähig hielten." — Es ist mir indeß kein geschichtlicher Beweis bekannt, daß die alten Maurer gerade Dieß gedacht hätten; und hätten sie es gedacht, so könnte ich ihnen nicht beistimmen. a)
a) Die Gründe, weßhalb ich hierin nicht beistimme, findet der Leser zum Theil in meinen Bemerkungen zu Browne's Master - Key. (Siehe hier besonders S. 120, n. 27, S. 151, n. 74, S. 212, n. 142 und 228 f., n. 165 und 166!) — In England fand unter den Römern, Angelsaxen, Dänen und Normannen Leibeigenschaft statt. In den angelsaxischen Gesetzen (S. Wilkin's Leges Anglo-Sax. eccl. et civ., London, 1721, Fol.!) kommen viele die Leibeignen betreffende Gesetze vor, woraus man sieht, daß die Könige, auf Anrathen der Geistlichkeit, die Leibeigenschaft zu mildern und zu vermindern suchten. Noch im Jahr 1272 waren die Einwohner mehrer Städte nicht viel mehr, als Leibeigne des Königs, oder ihrer Territorialbaronen; erst um's Jahr 1453 nahm die Leibeigenschaft ab, und wurde späterhin erst ganz abgeschaft. (S. Spittler's Entw. der Geschichte der Europ. Staaten, Berlin, 1807, Theil 1, S.379 und 386!) Daher hatte unsere Frage und Antwort eine Veranlassung in der Landverfassung, und rührt aus den Zeiten her, wo die Leibeigenschaft noch in England bestand. — Freilich konnte Anderson im J. 1723 sein Constitutionenbuch (S. 47) mit den Worten schließen: "Und nun, da die freigebornen britischen Völker sich von fremden und auswärtigen Kriegen losgewunden haben, kann auch die Maurerei neu aufblühen …" Auch enthält die =288= dritte Kunsturkunde, die Yorker Constitution, dasselbe Gesetz, und Anderson hat es im NE. Constitutionenbuche beibehalten; indem in der 3ten sogenannten alten Pflicht (s. IV, 29, 50!) verlangt wird, jedes Mitglied irgend einer Loge solle "ein guter und treuer Mann, freigeboren, von reifem und verständigem Alter, kein Leibeigener, kein Weib, kein unmoralischer, in Schande gefallener, sondern ein Mann von gutem Rufe, sein." — Merkwürdig sind daher in GM. (Fr. 9) die Worte: "Was ist ein Maurer?" "Ein Mann, gezeugt von einem Manne, geboren von einem Weibe, Bruder eines Königs." — Keher berichtete: "Daß der Aufzunehmende ein freier Mann sei, wird durchaus erfordert; Bediente und gemeine Soldaten können nicht einmal als dienende Brüder aufgenommen werden." Im Br. heißt es (Fr. 8): "Was für ein Mann muß ein freier und angenommener Maurer sein?" "Ein freier Mann, von einem freien Weibe geboren, der Bruder eines Königs, der Genoß eines Fürsten, oder der Gesellschafter eines Bettlers, wenn derselbe ein Maurer ist." Hierauf wird daselbst (hier S. 118 f.) in einer besondern Anmerkung der von mir angedeutete, im Moses I, 21, 14 gelegene, Grund dieser Vorschrift weiter ausgeführt. 6ste Frage. Diese Stelle fehlt zwar in GM. und in Pr., steht aber rein und vollständig im Browne (Fr.43); ist also auch von dem NE. Systeme angenommen. 7te Frage: Anstatt dieser Frage hat Kh. Folgendes. — "An welchen Ort der Welt führte Dich Dein vorbereitetes Herz zur wirklichen Aufnahme?" — "Zum Orienta) in =290= N. (Name des Orts), zur constituirten Loge N. (Name der Loge)." Auch bemerkt Ebenderselbe: "In der schwarzen Kammer wird der Aufzunehmende gefragt, warum er Freimaurer werden wolle? Er antwortet: Gott habe es ihm in's Herz gegeben. — Von welcher Religion "er sei?'' und mehres Andere. (Vergleiche oben die ähnlichen Fragen aus M. , I, S. 308 f. !)
a) Dieser jetzt allgemein eingeführte Ausdruck: "der Orient zu N.; im Oriente (oder Osten) der Loge N." kommt in keiner alten Urkunde vor, und kann darin nicht vorkommen, weil, nach der Lehre der ältesten Kunsturkunden, die Loge die ganze Erde umfaßt, die Freimaurerei, aber selbst "von Osten gekommen" ist, und der Meister "am Fenster der Ostseite der Loge sitzt, um den Aufgang der Sonne zu erwarten," =290= die Loge also zwar morgengestellt (orientirt), nicht aber selbst der Morgen, der Orient, ist. 8te Frage. "Der Aufzunehmende bekommt einen Strick um den Hals, an welchem ihn sein Pathe (Bürge), welcher allemal derselbe Bruder sein muß, der ihn vorgeschlagen, zur Loge bringt." Kh. — Im NE. System ist der Strick gleich bei dessen Entstehung abgeschaft worden; denn er findet sich weder in GM., noch in Pr., noch in Br. Vielleicht war er schon vor dem J. 1717 bei den zum Großmeisterthume zusammentretenden Logen nicht mehr im Lehrlinggrade gebräuchlich; denn er wurde frühzeitiger noch in den Logen, welche sich mit dem politischen Plane beschäftigten, aus dem Lehrlinggrade weggenommen, und dem sogenannten schottischen Grade, der auf den Meistergrad folgt, einverleibt, und späterhin Hiram's Ehrenband genannt. Die weiteren, früherhin (I, 139, n. 10) versprochnen, geschichtlichen Erläuterungen über diesen Strick siehe weiter unten zu der 57ten Frage! "In a halting moving Posture," "in einer haltend - beweglichen Stellung," übersetzt M.: "in einer geraden beweglichen Stellung;" auch Pr. hat: "in a right moving posture," "in einer geraden (aufrechten) beweglichen Stellung." — Br. (Fr. 75) liest: "in a right humble, halting moving Posture," "in einer recht demüthigen, haltend-beweglichen Stellung." In GM. werden gar keine Vorbereitunggebräuche erwähnt: da aber der Herausgeber dieser Urkunde Vieles weggelassen hat, so kann man daraus keinen verneinenden Schluß ziehen. Im Pr. fehlt der Strick, sowie das Blenden and Lichtertheilen. Vielleicht war das Blenden um's Jahr 1730 bei der großen Loge nicht gebräuchlich. Ich weiß aus guter Quelle, daß das Verbinden der Augen bei der großen Loge eine Zeit lang abgeschaft gewesen, hernach aber wieder eingeführt worden ist; sowie es sich denn auch bei Browne wieder umständlich findet. Das Verbinden der =291= Augen ist ein unfreisinniger (illiberaler) Gebrauch, der allerdings abgeschaft zu werden verdient. 9te Frage. M. antwortet: "ich empfand es so, als ich davor kam, und eingelassen wurde." Für stoppage, Hinderniß , liest Br.: (Fr. 60) an opposition, einen Widerstand. Fr. 10. So liest auch Br. (Fr. 61); aber Pr. hat: (Fr. 18.) "by three great knocks," "durch drei große (starke) Schläge." Keher läßt mit ⋃ ⋃ — als Maurer, und mit — — — als Nichtmaurer, klopfen. Allein, dennoch ist wohl — — — alt und echt, und ⋃ ⋃ — neu. An sich kommt auch darauf nichts Wesenliches an. — Freilich bei den vielen höhern Graden, wo jeder eine besondere Art, zu klopfen, haben sollte, mußte man hierauf sehr bedacht sein. Browne läßt bei Eröfnung der Loge den Meister dreimal, die beiden Außeher aber jeden nur zweimal, klopfen. (Br. p. 5.) GM. erwähnt gar kein Klopfen. Fr. 11. "Wer ist draußen?" M. Vergl. Br. , Fr. 65! Fr. 12. Über Johannes den Taüfer und Johannes den Evangelisten, als Schutzpatrone (Schutzheilige) der Freimaurerbrüderschaft.
Anmerkung des Übersetzers: Bruder Johann August Schneider, (1756, † 1816) war Freimaurer-Reformer, Ratsmitglied in Altenburg, Meister vSt. der Loge "Archimedes an die drei Zeichenbretter" (1788 initiiert), Bekenner liberaler Ansichten, neben vielen Publikationen, die vorbildlich wurden, half er bei der Erstellung des Altenburger Verfassungsbuches (Lodge Archimedes), und veröffentlichte eine Reihe von historischen Publikationen (darunter das "Journal for Freimaurerei" in Altenburg veröffentlicht). Durch ihn wurde Krause ermutigt, sich der Freimaurerei anzuschließen. Schneider nahm eine bedeutende Beteiligung am wissenschaftlichen Kampf um die Echtheit des "York Document" [der York Constitution], die er 1808 ins Deutsche übersetzte. |
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In the 9th of the Regulations collected since King Edred until Heinrich VIII., which are attached to the York Constitution, it is said: "Every year on John the Baptist day … all lodges are to congregate." (Throughout this document John the Evangelist does not appear at all.) On the other hand the view, =292= that the ancient masons have had nothing to do with John the Baptist, was most likely caused by Anderson's Book of Constitutions, in whose two editions of 1723 and 1738, and in all other following afterwards, is found the (22nd ancient) regulation: "The brethren of all lodges in and around London and Westminster are to congregate for their Annual Assembly (communication) and Feast either on St. John the Baptist Day, or on John the Evangelist Day, as the Grand Lodge, according to a new Regulation, may find it good; whereas for several years (of late years) they have congregated on St. John the Baptist Day."
a) Compare what I have said about it above, p. 120, note 124; p. 196, note 126; p. 216, note 150, and in other places! Having said that, Queen Elizabeth had the Masonic General Assembly in York on the 27th of December, as in the John the Evangelist Day, 1561 cancelled for political reasons, (See the Altenburg Journal, II, 1, S. 50, and Altenburg Book of Constitution (Lodge Archimedes), p. 175 and 180, and a treatise of Bro. Jones in the Encyclopaedia Londinensis, Vol. XIV, No. 989, in German translation in Bro. Moßdorf's Communications to Freemasons, p. 165 f.!) and Henry Jermyn, Earl of St. Albans, let at the time of the restoration of Freemasonry under King Charles II, the first Annual General Meeting to be held on the 27th December 1663; but, these individual examples, however, do not rule out the otherwise acknowledged fact that the General Assembly was essentially held on the day of John the Baptist; especially since on this day the more beautiful time of the year favored the Assembly; while a ceremonial practice outdoor, on hills, was associated with it. (See the hereafter following passage from Noorthouck's Book of Constitutions!) |
In der 9ten der seit König Edred bis auf Heinrich VIII. gesammelten Verordnungen, welche der Yorker Constitution beigefügt sind, heißt es: "Jährlich auf Johannes des Taüfers Tag … soll sich jede Loge versammeln." (In dieser ganzen Urkunde kommt Johannes der Evangelist gar nicht vor.) Dagegen ist die Meinung, als haben die =292= alten Maurer mit Johannes dem Taüfer Nichts zu thun gehabt, wohl vorzüglich durch Anderson's Cotistitutionenbuch Veranlaßt, in dessen beiden Ausgaben von den Jahren 1723 und 1738, sowie hernach in allen folgenden, sich die (XXIIte alte) Verordnung findet: "Es sollen die Brüder aller Logen in und um London und Westminster sich zu seiner jährlichen Versammlung (communication) und Fest entweder an St. Johannes des Täufers Tage, oder an Johannes des Evangelisten Tage, wie es die Großloge nach einer neuen Verordnung für gut finden wird, versammeln; indem sie sich seit "einigen Jahren (of late Years) an Johannes des Täufers Tage versammelt haben." Dieß "seit einigen Jahren" hat man fälschlich so verstanden, als wenn zuvor die Logen nicht an Johannes des Täufers Tage, (am 24sten Junius,) sondern an Johannes des Evangelisten Tage, (am 27sten December,) versammelt hätten; da sich doch diese Aüßerung nur darauf bezieht, daß sich, seit der Stiftung des Großmeisterthums im J. 1717, die Brüder in und um London und Westminster, von denen einzig hier die Rede ist, an Johannes des Täufers Tage versammelt hatten; Welches auch die in den spätern Ausgaben befindlichen Annalen der Großloge bestätigen. Denn vom Jahr 1717 bis zum Jahr 1725 wurde jedesmal an Johannes des Täufers Tage Versammlung und Fest gehalten, und an Johannes des Evangelisten Tage bloß eine der im Jahr 1717 gestifteten Quartalversammlungen. Nur vom Jahr 1725 - 30 an wurde an Johannes des Evangelisten Tage Fest und Versammlung gefeiert; hernach aber wieder meist an Johannes des Täufers Tage. Dieß war auch bei dieser Großloge bis zum Jahr 1813 ganz willkührlich; da es schon im Constitutionenbuche vom J. 1738 für völlig gleichgültig erklärt wird, ob das Fest an dem einen oder dem andern Johannestage gefeiert werde, oder auch an einem andern schicklichen Tage; "weil," wie sehr treffend bemerkt wird, "das Wohl der Zunft mehr, als Tagewahl, berücksichtigt werden müsse.
a) Vergleiche, Was ich oben S. 120 n. 124, S. 196. n. 126, S. 216 n. 150, und in andern Stellen darüber gesagt habe! * Allerdings ließ die Königin Elisabeth die maurerische Generalversammlung in York am 27ten December, als am Tage Johannes des Evangelisten, 1561, aus politischen Gründen, aufheben, (Siehe Altenb. Journ. , II, 1, S. 50, und Altenb. Const. Buch, S. 175 u. 180, und eine Abhandlung des Brs. Jones, in der Encyclop. Lond. Vol. XIV, N0. 989, in deutscher Übersetzung in Br. Moßdorf's Mittheilungen an Freimaurer, S. 165 f.!) und Heinrich Jermyn, Graf von St. Albans, ließ bei Wiederherstellung der Freimaurerei unter König Karl II, die erste Hauptversammlung am 27ten Dec. 1663 halten; allein, diese einzelnen Beispiele schließen die sonst bestätigte Thatsache, daß die allgemeine Versammlung eigenlich am Tage Johannes des Taüfers gehalten worden sei, nicht aus; zumal da an diesem Tage die schönere Jahrzeit die Versammlung begünstigte; indem auch ein Feiergehrauch im Freien, auf Hügeln, damit verknüpft war. (Siehe die hernach folgende Stelle aus Noorthouck's Constitutionenbuche!) Ich komme zu den geschichtlichen Beweisen, daß die alten Maurer wirklich sich Johannes den Taüfer, nicht Johannes den Evangelisten, zum Ersten, Schutzpatron erwählt hatten. 1) In der Abtei Melrose in Schottland, die im Jahr 1146 eingeweiht wurde, findet sich eine den Baumeister der im Jahr 1123 begonnenen großen Cathedralkirche zu Glasgow in Schottland betreffende Inschrift, folgenden Inhalts: |
(See the history of Glasgow, =296= by Gibson; Glasgow, 1775; 8vo!) Here most probably is meant only John the Baptist, because, in addition to the Virgin Mary, in the Catholic Church is mostly invoked John the Baptist. In Grose's Antiquities of Scotland (Vol. I, p. 120 et seq.) is found a detailed information about Marlross, or Melrose-Abbey, Tiviotdale. According to Bede's narration, the ancient monastery stood already in the year 664. The new building was established in the year 1136, and in 1146 was dedicated to the Virgin Mary. "Nothing," says Grose, "can surpass the daintiness and perfection of the window, and the beauty of the ornaments with which this building was lavishly outfitted." (Though, most of these accoutrements are from the 14th century.) "The name of Architects, who presided over this venerable building, as well as the several other Cathedral churches and monasteries in this kingdom, has been preserved by two inscriptions, with old English letters, on a wall to the left of the entrance at southern wing. Over the one there is a coat of arms (escutcheon) with two pair of compasses in relief work (in saltire) between three trefoils. This inscription is so disfigured that it is partially unreadable. The name of Architect is Johne Murdo. These lines read, according to several authors, thus: ""So geyes the compass ev'n about "The meaning here is obviously flawed; yet, the letters of different words agree with those that are still legible in the original text." — It in the same work (The Antiquities of Scotland Vol. II, p. 194 sq.) is described an old Church, dedicated to John the Baptist, which was already in decay in 1378. 2) The foundation stone to the main church in Jena (See the Altenb. Book of Const., p. 157, h!) was laid on John the Baptist's day. 3) In the above work: "Thinker upon Masonry," (p.63 of the German translation) is stated that the bishop of Winchester, John Poynet, =297= in the year 1555 had asserted to Queen Mary: "that the ancient Masons had chosen of their own volition St. John the Baptist as patron saint because he taught,a) that he, who has two sets of clothes, had to give one to the poor, but he, who has food, this also had to share with those poorer than he is, but most of all each one should be satisfied with what he has, and live morally;" "whereupon the fraternity was taken under protection by this Queen.
a) Gospel of Luke, III, 10: "And what shall we do then, asked him the crowd?" "John answered them: He who has two coats, let him share with him who has none; and he who has food, should do the same." Compare 1. John 3, 17! 4) In M. (See above, p. 307!) stands explicitly: "This lodge is opened in the name of John the Baptist." 5) In Prichard's Masonry Dissected (see above p. 50 ff.!) in the passage of the Fellow-Craft ritual (see. p. 272 above!) where the questioned Craftsman says: "that he comes from the holy Lodge of the St. John" is found the following mocking remark. — NB. The reason why they Denominate themselves of the Holy Lodge of St. John's, is, "because he was the Forerunner of our Saviour, and laid the first Parallel Line to the Gospel (others do assert, that our Saviour himself was accepted a Free - Mason, whilst he was in the Flesh); but how ridiculous and prophane it seems, I leave to judicious Readers to consider." 6) Brother Keher asserts, "that even now every Candidate for admission swear to God and the patron saint, John the Baptist;" and reports, "that, at the taking of the oath, the Bible is opened at the Gospel of John, where the text refers to John the Baptist." (See Schneider's manuscript and the passage from it imparted below Q. 30!) 7) It is probable, that the Freemasons will have chosen their =298=Patron saint following the guidance of their teachers and the founders of their constitution. But these were Culdean monks, who, like all hermits and monks, as is known,a) considered John the Baptist as the first founder of the hermit life in the new covenant, and almost always benevolent institutions were dedicated especially to him. And in the Middle Ages in all countries of Europe there were very many benevolent monastic societies dedicated to John the Baptist, and most Hospitals were dedicated to him. In addition, in the early Christian Church John the Baptist, as a mediator of the old and new testaments, was paid far higher attention than John the Evangelist; as this can still be seen from the Roman Missal, according to which even now the confession (which derives from the 4th century) in every catholic Mass begins: "I confess to Almighty God, the Virgin Mary, the blessed Archangel Michael, the blessed John the Baptist, the holy Apostles Peter and Paul, all the Saints, and to you, O brothers, etc." The book: On the worship of John the Baptist by the ancient Christians; addition to the old liturgical commentary of the Order, Rome, 1755, 468 pp. in 4to, by Paolo Maria Paciaudi, (Compare IV, p 339!) gives on the subject no closer indication.b)
a) See primarily: On the old Monastic Rules, by Francisco de Bivar; Lyon 1662; Vol. I, Book II, chapter 1, and the introductory work to the Monasticon Anglicanum! there John the Baptist is posed as a main ideal of all monks; all his actions, even his garments, underlay a mystical meaning. b) I have found and accurately sifted through this work in the library of Bro. Nicolai, without ever receiving any teaching on this subject, or on the history of Masonry. 8) Browne (Q. 11) makes of St. John the general patron saint of all Masons, by which, according to the hint in the 165 - 170th questions of Browne's work, is to be understood only John the Baptist. 9) In Robertson's Tour through the Isle of Man, London 1794, at page 84, is found an inspiring piece of information about the famous Tynwald, an artificial mount in the middle of the island, on which in ancient times the Druids gave laws [from the Translator: see also Here (pp. 18 and 19)], and even today the laws for the island are proclaimed on it. After the Druids were eradicated, =299= a church, dedicated to St. John [the Baptist], still standing, was built on the one side of the rectangular ramparts surrounding the mountain itself, where the authorities first attended the religious services, before a Law of Tynwald was proclaimed to the people; and there every year the Day of Hearing (a Tynwald Court) was held on St. John Day, by which, without attribute, in English, as in German, is to be understood always St. John the Baptist's Day,a) as Robertson said: therefore, that church too is probably dedicated to John the Baptist, and not to John the Evangelist. Robertson reported further (p. 86, note 2 [at bottom of the page]: Formerly a Tynwald-Court was annually held on St. John's day; and every person had a right to present any uncommon grievance, and to have his complaint heard in the face of the "whole country (people)."
a) This can already be concluded for the fact that outdoor assemblies could not be conveniently held there on 24 December. Also, the time of the summer solstice was designed by the Druids for similar festivals and public proceedings. This Tynwald and its history, taken together with other facts, is generally not unimportant to the Masonic historian researcher; I will therefore also impart what Grose (in his Antiquities of England and Wales, Vol. VIII, p. 161) says of this Tynwald: "The Tynwald is an artificial mount,b) covered with turf; steps are cut on one side, I think the southern, to ascend to the upper plain (the top); all new laws for the government of the island are promulgated from here; wherefore they are called Tynwald-Proceedings (Acts of Tynwald). The word Tin, or Ting, in the Icelandic language signifies an assembly; and Wald a field or a place.c) There is neither historical narrative, =300= nor tradition in respect of the establishment of this mount there, which is probably of great antiquity.
b) Robertson (I. c. p. 85) says: ''the Tynwald-Hill, * is a Danish hill of death (barrow), of tapered shape and beautiful design." c) According to the latest and hitherto only dictionary of the Icelandic Language (Lexicon islandico-latino-danicum Biörnonis Haldorsonii, Biörn Haldorsen's Icelandic Lexicon, edited by Raski, with preface by Müller, Copenhagen 1814, 4to) these particulars are not quite correct: because in there is not found either tin, din, nor wald; but only thing, forum, conventus, Ting, Assembly; thing, n. pl., parish, council, congregation; =300= thingbok, state board, proceedings; thingi, conference, consultation, samtale, council (consultation); thingskop, forensic process of law, court proceedings; thingvöllr, campus, place of judgments, a field, seat, on which the council is held, "(Court Seat)." — This latter word is therefore probably the real old German name for the misleading: Tinwald; if by any chance Tinwald is not an Anglo-Saxon word form, which I doubt. a) See the Subject Index under: Stonehenge, which was actually called Choir Gaure. This Court Seat is clearly recognized by this entrance as a Druid facility, which the Christians also retained after the expulsion of the Druids and brought into line with their Christian beliefs through the necessary changes and trappings, especially by the addition of a church. The fact that the Christians built their churches mostly on the site of a druidic sanctuaries, indeed often only remodeled these sanctuaries to Christian form, is known from Ledwich, Grose, Cordiner of Banff among many others. |
Hier kann wohl nur Johannes der Taüfer gemeint sein, weil, nebst den Marien, Johannes der Taüfer in der catholischen Kirche vorzüglich angerufen wird. In Grose's Antiquities of Scotland (Vol. I, p. 120 ff.) findet sich eine ausführliche Nachricht über Marlross, or Melrose-Abbey, Tiviotdale. Das alte Kloster stand, nach Beda's Erzählung, schon im J. 664. Das neue Gebäude wurde im J. 1136 gegründet, und im Jahr 1146 der Jungfrau Maria geweihet. "Nichts," sagt Grose, "kann die Zierlichkeit und Vollendetheit der Fenster, und die Schönheiten der Zierathen übertreffen, womit dieses Gebäude verschwenderisch ausgestattet wurde." (Doch sind die meisten dieser Beiwerke aus dem 14ten Jahrhunderte.) "Der Name des Architecten, welcher diesem ehrwürdigen Baue, sowie dem mehrer anderen Cathedralkirchen und Klöster in diesem Königreiche, vorstand, ist durch zwei Inschriften aufbewahrt worden, mit alten engländischen Staben, an einer Mauer zur Linken des Einganges zum südlichen Flügel. Über der Einen ist ein Wappenschild (escutcheon) mit zwei Zirkeln (with two pair of compasases) in erhabner Arbeit (in saltire) zwischen drei Kleeblättern (between three trefoils). Diese Inschrift ist so entstellt, daß sie zum Theil unlesbar ist. Der Name des Architecten ist Johne Murdo. Diese Zeilen lauten, mehren Schriftstellern zufolge, also. — ""Sowie der Zirkel stetig herumgeht, "Der Sinn ist hier offenbar mangelhaft; noch stimmen auch die Staben verschiedener Wörter mit denen überein, die in der Urschrift noch lesbar sind." — In ebendiesem Werke wird (T. II, p. 194 sq.) eine alte, Johannes dem Taüfer gewidmete, Kirche beschrieben, die schon im J. 1378 im Verfall war. 2) Zur Hauptkirche in Jena wurde (S. Alt. Const. Buch, p. 157, h!) der Grundstein an Johannis des Täufers Tage gelegt. 3) In der erwähnten Schrift: "Thinker etc.," wird (S. 63 der deutschen Übersetzung) angeführt, daß der Bischof =297= von Winchester, John Poynel, im J. 1555 der Königin Maria versichert habe: "daß die alten Masons St. Johannes den Taüfer um deßwillen zum Schutzpatrone erkießt haben, weil er lehrete,a) daß Der, welcher zwei Kleider habe, eins dem Dürftigern geben, Wer aber Speise habe, auch diese mit dem Dürftigeren theilen, überhaupt aber Jeder mit Dem, was er habe, zufrieden sein und sittlich leben solle;" worauf die Brüderschaft von dieser Königin in Schutz genommen worden sei.
a) Evangel. des Lucas, III, 10: "Und es fragten ihn die Leute: Was sollen wir also thun?" "Er antwortete ihnen: Wer zwei Rökke hat, der theile mit Dem, der keinen hat; und Wer Speise hat; thue auch also!" Vergl. 1. Brief Joh. 3, 17! 4) In M. (s. oben S. 307!) steht ausdrücklich: "Diese Loge ist im Namen Johannes des Taüfers geöfnet." 5) In Prichard's Masonry dissected (S. zuvor S. 50 ff.!) findet sich bei der Stelle des Gesellengebrauchthumes (s. zuvor S. 272!), wo der ausgefragte Geselle sagt: "daß er von der heiligen Loge des Heiligen Johannes komme," folgende spottende Bemerkung. — NB. Der Grund, weßhalb sie sich von der heiligen Loge des heiligen Johannes benennen, ist, "weil Derselbe der Vorlaüfer unseres Heilandes war, und die erste Nebenlinie (Parallellinie) zu dem Evangelium legte;" (Andre behaupten, daß unser Heiland selbst zu einem Freimaurer aufgenommen worden wäre, als er im Fleische wandelte;) aber wie lächerlich, und unfromm (profan) Dieses erscheint, überlasse ich dem einsichtigen Leser, zu ermessen." 6) Bruder Keher versichert, "daß noch jetzt jeder Neuaufzunehmende bei Gott und dem Schutzpatrone, Johannes dem Taüfer, schwöre;" und meldet, "daß bei Ablegung des Eides die Bibel im Evang. Johannis da geöfnet wird, wo von Johannes dem Taüfer die Rede ist." (S. die Schneider'sche Handschrift und die unten zu Fr. 30 daraus mitgetheilte Stelle!) 7) Es ist wahrscheinlich, daß die Freimaurer ihren =298= Patron nach Anleitung ihrer Lehrer und der Stifter ihrer Verfassung werden gewählt haben. Diese waren aber culdeische Mönche, welche, gleich allen Eremiten und Mönchen, wie bekannt,a) Johannes den Taüfer als den ersten Stifter des Eremitenlebens im neuen Bunde betrachteten, und besonders fast immer wohlthätige Anstalten ihm widmeten. Auch gab es im Mittelalter sehr viele wohlthätige, Johannes dem Taüfer gewidmete, Mönch-Gesellschaften in allen Ländern Europa's, und die meisten Hospitale wurden ihm gewidmet. Wozu noch kommt, daß in der altchristlichen Kirche Johannes der Taüfer, als Vermittler des alten und neuen Bundes, weit höher geachtet wurde, als Johannes der Evangelist; wie man Dieß noch aus dem römischen Missale ersieht, wonach noch jetzt in jeder catholischen Messe die Beichte (welche aus dem 4ten Jahrhundert herrührt,) anhebt: "ich bekenne Gott dem Allmächtigen, der Jungfrau Maria, dem seligen Erzengel Michael, dem seligen Johannes dem Taüfer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen, und Euch, o Brüder usw." Die Schrift: Paulli M. Paciaudii de cultu Joannis Baptistae antiquitates christianae; accedit in veterem ejusdem ordinis liturgiam commentarius; Romae, 1755, 468 pp. in 4to, (Vergl. IV, S. 339 !) giebt hierüber keinen nähern Aufschluß.b)
a) Siehe vorzüglich: De veteri Monachatu et regulis, aut. Bivario; Lugd. 1662; Tom. I, Lib. II, cap. 1, und den Prodromus zum Monasticon Anglicanum! Johannes der Taüfer ist dort als ein Haupturbild aller Mönche aufgestellt; allen seinen Handlungen, selbst seinen Kleidungstükken, wird ein mystischer Sinn untergelegt. b) Ich habe diese Schrift in der Büchersammlung des Brs. Nicolai vorgefunden, und genau durchsucht, ohne eine Belehrung über diesen Gegenstand, oder über die Geschichte der Masonei überhaupt, daraus zu erhalten. 8) Browne (Fr. 11) läßt den heiligen Johannes den allgemeinen Patron aller Maurer sein, worunter, nach Anleitung der 165 - 170ten Frage des Browne'schen Werks, nur Johannes der Taüfer zu verstehen ist. 9) In Robertson's Tour through the Isle of Man, London 1794, findet sich p. 84 eine angeistende Nachricht über den bekannten Tynwald, einen künstlichen Berg in der Mitte der Insel, worauf in alten Zeiten die Druiden Gesetze gaben, und noch heute die Gesetze für die Insel bekannt gemacht werden. Nachdem die Druiden ausgerottet =299= worden waren, wurde an die eine Seite des länglichvierekkigen, den Berg selbst umgebenden Walles eine dem heiligen Johannes gewidmete, noch stehende, Kirche erbaut, worin die Obrigkeiten zuvor dem Gottesdienste beiwohnen, ehe ein Gesetz vom Tynwald aus, dem Volke verkündet wurde; und da der Gerichttag (a Tynwald-Court) alle Jahre am Johannestage, worunter ohne Beisatz im Englischen, wie im Deutschen, allemal Johannes des Täufers Tag zu verstehen ist,a) gehalten wurde, wie Robertson erzählt: so ist wohl jene Kirche auch Johannes dem Taufer, und nicht Johannes dem Evangelisten, gewidmet. Robertson berichtet (p. 86 n. †) ferner: "Ehedem wurde ein Tynwald-Gerichttag jährlich am Johannestage gehalten; und Jedermann hatte ein Recht, jede ungewöhnliche Beschwerde vorzutragen, auf daß seine Klage im Angesichte des ganzen Landes (Volkes) gehört würde."
a) Dieses kann schon daraus geschlossen werden, weil am 24. December dort nicht füglich im Freien Vollversammlungen gehalten werden können. Auch war die Zeit der Sommer-Sonnwende bei den Druiden zu dergleichen Festen und öffenlichen Verhandlungen bestimmt. Dieser Tynwald und seine Geschichte ist überhaupt dem maurerischen Geschichtforscher, zusammengenommen mit andern Thatsachen, nicht unwichtig; ich will daher noch mittheilen, Was Grose (in seinen Antiquities of England and Wales, Vol. VIII, p. 161) über diesen Tynwald sagt: "Der Tynwald ist ein künstlicher Bergb), bedeckt, mit Rasen; an einer Seite, ich denke an der südlichen, sind Stufen eingeschnitten, um zu der obern Ebne (the top) hinaufzusteigen; vonda werden alle für die Regierung der Insel neugegebne Gesetze bekannt gemacht; weßhalb sie Tynwald-Verhandlungen (Acts of Tynwald) genannt werden. Das Wort Tin, oder Ting, bedeutet in der Islandischen Sprache eine Volkversammlung; und wald ein Feld oder einen Platz.c) Es ist weder eine Geschichterzählung, =300= noch Überlieferung, hinsichts der Errichtung dieses Berges vorhanden, der wahrscheinlich von hohem Alterthum ist. Er wird umgeben von einem Graben und einem Erdwalle, der eine ebne Fläche (area) in der Form eines rechtwinkligen Parallelogrammes einschließt, innerhalb dessen an dem den Stufen gegenüberstehenden Ende sich eine kleine Kirche befindet, wo vor der Bekanntmachung eines jeden neuen Gesetzes die ersten Staatbeamten dem Gottesdienste beiwohnen. Der Eingang zu dieser ebnen Fläche war durch einige, aufrecht stehende, steinerne Thürpfosten (stone jaumbs), die durch daraufgelegte Querstükke verbunden waren, denen von Stonehengea) in Etwas ähnlich; die meisten dieser Querstükke sind aber jetzt herunter. — Der Tynwald steht etwa drei englische Meilen von der Stadt Peele, auf der Hochstraße, die von da nach Douglas führt. — Diese Zeichnung ist im Jahr 1774 genommen." Diese Grose'sche Abbildung ist viel genauer, als die vorerwähnte von Robertson, sonst aber damit völlig einstimmig, obgleich beide an Ort und Stelle gemacht sind. —
b) Robertson (I. c. p. 85) sagt: ''der Tynwald-Hügel, ein dänischer Todenhügel (barrow), von Kegelgestalt und schöner Bauart." c) Nach dem neuesten und bisjetzt einzigen Wörterbuche der isländischen Sprache (Lexicon islandico-latino-danicum Biörnonis Haldorsonii, Biörhaldorsens islandske Lexicon, cura Raskii editum, praefatus est Müller, Havniae 1814, 4to) sind diese Angaben nicht ganz richtig: denn darin findet sich weder tin, din, noch wald; sondern blofe thing, forum, conventus, Ting, Sammenkomst; thing, n. pl., parochia, Soge, Menighed; thingbok, =300= tabulae publicae, Protokol; thingi, colloquium v. consultatio, Samtale, Raadslagning (Berathung); thingskop, processus juris forensic, Rettergangsmaade (Prozessgang); thingvöllr, campus v. locus judiciorum, en Mark, Plads, hvorpaa Ting holdes "(Gerichtsplatz)." — Dieses letztere Wort ist also wohl der echte urdeutsche Name für das entstellte: Tinwald; wenn nicht etwa Tinwald eine angelsaxische Wortform ist, woran ich zweifle. a) Siehe im Sachverzeichnisse unter: Stonehenge, welches eigenlich Choirgour hieß. Durch diesen Eingang giebt sich dieser Gerichtplatz deutlich als eine druidische Einrichtung zu erkennen, welche also die Christen nach Vertreibung der Druiden beibehielten, und mit ihren christlichen Vorstellungen, durch die nöthigen Änderungen und Beiwerke, vorzüglich durch Hinzufügung einer Kirche, in Einklang brachten. Daß die Christen ihre Kirchen meist an der Stelle druidischer Heiligthümer errichteten, ja oftmals diese Heiligthümer nur zu christiliche umbildeten, ist aus Ledwich, Grose, Cordiner of Banff uAm. bekannt. |

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— The Tinwald itself is a round hill, interrupted in four earthen terraces, on the circular level surface of which, the bottom one being the widest, many people can also stand; the earthen steps leading from one level to the other are distributed according to number 4, 4, 4, 5. Von Humboldt describes the Pyramid of Cholula in the Picturesque Views of the Cordilleras and Monuments of the American Peoples, (Tübingen 1813, pp 31 - 50) =301= whose construction style has a striking resemblance with the Tynwald on [the isle of] Man, which probably cannot be accidental; especially since there is also a great similarity with the Tower of Babel, which Zoega has also noted (De origine et usu obeliscorum ad Pium sextum pontificem maximum auctore Georgio Zoega Dano, p. 380). But that this installation is not merely peculiar to the Isle of Man site, but was generally spread, we see in the following passage from Grose's Antiquities of Scotland (Vol. II, p. 181). "The Mote of Urr, an artificial mount, was, according to tradition, what the Saxon word: mote,a) Court Seat, place of public Assembly, implies; and as Galloway was still an independent state, so this was the Court of Justice (Court place, court), where the petty kings of this district held their folk-council meetings (national councils), and promulgated those new laws and regulations, which have been found necessary from time to time; it was also the seat of Judgment, where their Doomsters, or judge, tried capital Offenders. At that time, Galloway was divided into two districts, the upper and lower, in respect to the water of the river Cree. The Mote of Urr was then the Great Court of Justice for the latter. This type of mount or hill is very similar to that of the Tinewald,a) which is designed for the same use. — This kind of court was not just peculiar to Galloway or the Isle of Man. Mounts called motes and court-hills are to be seen the vicinity of a great number of castles and baronial mansions, not only in Scotland, but also in England; their use, however, as courts of justice, seems to be forgotten in England, where it has been generally assumed they were built for military purposes, particularly to suit the needs of the Knights, to overlook and command the movable towers or other works of an enemy."
a) In the aforementioned Icelandic Lexicon is also found: "mot, n. gathering, meeting, Assembly; from mannamot, People's Assembly b) The Mote of Urr also has four earthen terraces: but the second steadily rises from the first, in a semicircle, up to the third as a unit. |
— Der Tinwald selbst ist ein runder, in vier Erdstufungen (Terrassen) unterbrochener Hügel, auf deren Ringebnen, wovon die unterste die breitste ist, auch noch viele Leute stehen können; die von einer Erdstufung zur andern führenden Stufen sind nach den Zahlen 4, 4, 4, 5 vertheilt. Von Humboldt beschreibt in den pittoresken Ansichten der Cordilleren und Monumente amerikanischer Völker =301= (Tübingen 1813, S. 31-50) die Pyramide von Cholula, deren Bauart mit dem Tynwald auf Man eine auffallende ähnlichkeit hat, die wohl nicht zufällig sein kann; zumal da auch eine große Ähnlichkeit mit dem Thurme des Belus stattfindet, die auch Zoega (de obel., S. 380) bemerkt hat. Daß aber diese Einrichtung nicht bloß der Insel Man orteigen, sondern eine allgemeiner verbreitete, war, sehen wir in folgender Stelle aus Grose's Antiqq. of Scotland (Vol. II, p. 181). "Der Mote of Urr, ein künstlicher Berg, war, zufolge der Überlieferung, Das, was das saxische Wort: mote,a) Gerichtplatz, Volk-Versammelort, andeutet; und als Galloway noch ein unabhangiger Staat war, so war dieses der Gerichthof (Hoflager, court), woselbst die kleinen Könige dieses Bezirkes ihre Volk-Rathversammlungen (national councils) hielten, und diejenigen neuen Gesetze und Verordnungen bekannt machten, welche von Zeit zu Zeit nöthig befunden wurden; es war zugleich der Gerichtplatz, wo ihre doomsters, oder Richter, Schwer-Verbrecher verhörten. Damals war Galloway in zwei Bezirke getheilt, den obern und unteren, hinsichts des Wassers Cree. Der Mote von Urr war damals der Groß-Gerichthof für den letzteren. Dieser Berg oder Hügel ist dem des Tinewald auf der Insel Man sehr ähnlichb), welcher zu ähnlichem Gebrauche bestimmt ist. — Diese Art von Hof (court) war nicht bloß Galloway oder der Insel Man eigen. Berge, die man motes und Gericht-Hügel (court-hills) nennt, sind zu sehen in der Nähe einer großen Anzahl von Schlössern und Baron-Landsitzen, nicht nur in Schottland, sondern auch in England; ihr Gebrauch jedoch, als Gerichthöfe, scheint in England vergessen zu sein, wo man allgemein vorausgesetzt hat, sie wären zu kriegerischen Zwekken erbaut worden, insonderheit um den Bedürfnissen der Ritter zu entsprechen, die beweglichen Thürme (moveable towers) und andere Werke eines Feindes überschauen und beherrschen (commanding) zu können."
a) Auch in dem vorhinerwähnten islandischen Wortbuche stehet: "mot, n. concursus, conventus, Sammenkomst; inde: mannamot, idem, Folks Sammenkomst" (Volkversammlung). b) Der Mote of Urr hat auch vier Erdstufungen: allein die zweite steigt von der ersten stetig, im Halbkreise, zur dritten hinan, wie ein Appareil |
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10) Even Anderson (Book of Constitutions of 1738, in the 28th new Regulation, =302= and the Altenburg Journal, II, 1, p.52) says: "that the masons in ancient times convened on St. John Day either in a monastery, or on top of the highest hill, at the break of day," etc. In this clime, this is to be believed more likely on the 24th of June, than on the 27th of December; especially because in the Middle Ages the John the Baptist festival was celebrated with great festivities, particularly with bonfires, on mountains, custom which is customary even today in Thuringia, as well as in Ireland.a) — Yet it is possible that, next to John the Baptist, also John the Evangelist, chiefly because of the first chapter of his gospel, has been already very specially worshiped by the ancient masons, not only as patron saint, but also through a Masonic festival of his own. (We read also in Nicolai's Some Remarks on the Origin and History of the Rosicrucians and Freemasons, Berlin and Stettin, 1806, p. 141 and p. 173, the rich in content commentary against Buhle, who likewise makes of St. John the Evangelist the patron saint of the Freemasons!)
a) See: Overview of Southern Ireland, in letters; Breslau 1779; p. 184! 11) The following passages from Lawrie's Geschichte der Maurerei, und der Großloge von Schottland, [History of Freemasonry, and of the Grand Lodge of Scotland], (Edinb. 1804,) show, that the Scottish Mason had chosen John the Baptist as patron saint. — Lawrie tells (page 140 of the translation): "It has long been customary among the brethren to hold their general assemblies on the 24th of June, the birth day of St. John the Baptist; for many important reasons, in the year 1737, it was decided by the Grand Lodge of Scotland, that the annual election no longer be held on that day, but for the future should rather be held on the 30th of November, as on the birthday of St. Andrew, the patron saint of Scotland." And (p. 296 of the translation) a statute of this Grand Lodge reads: "No lodge, within the jurisdiction of the Grand Lodge, shall hold any private meeting for any other purpose than by reason of the three great degrees of Scottish Masonry (the three great Orders of Scottish Masonry), of the apprentice, fellowcraft, and master degree, such as of the ancient Order of St. John's (being of the ancient order of St. John)." =303= With regard to the day of the celebration of the Feast of the Order, which is called the Grand Festival, since the year 1813 (see here I, page 121 et seq., and in this second Sect. p. 220, note 153!) the two Grand Lodges united in London have followed the just mentioned example of the Scottish Grand Lodge, in that, since their unification, they no longer celebrate their Grand Festival in one of the St. John's days, but rather on the day of St. George, the patron saint of England, as their new Book of Constitutions (Part II, p.41) prescribes. I cannot determine now, however, to what extent the united London Grand Lodge still recognizes and celebrates John the Baptist as general patron saint of the Masonic fraternity, and John the Evangelist as his adjunct (as his Parallel, or Equal; see Browne, Q. 169 here p. 220!) since I do not know the new plan for its (see I, p. 121, line 12 from bottom!) changed ritual, and the first part of the mentioned Book of Constitutions of 1815 is not yet in my hands. * 12) Due to the fact that John the Baptist appears as the patron saint of Masonry, the Masonic historian, in his research, must be led to investigate the history, the sacred books, the teachings and practices of the religious community which has survived until now under the name of Disciples of John, Zabians, and Sabians, allegedly since the time of John the Baptist. [See also here: Disciples, and Sabians.] Although this community likely adopted many teachings of the ancient Sabians (Sabaeans), it is not to simply be confused with it; also, it is improper to call its members John's Christians; because, to the extent that their existence can be traced historically, given a hostile position against the Christians, by elevating their master, John far above Christ [see here], which they deliberately (by alleged historical circumstances, and crude expressions of their sectarian spiteful spirit, invented more recently) seek to disparage. I have thoroughly researched the most significant part of the relevant writings about this subject-mattera), =304= and, except for some general similarities with the teachings of the Essenes, the Zend-Avesta, and the Gnostics, which resound also in our oldest Masonic teachings of the three oldest Craft documents, I have found not a single one that would have explanatory reference to the choice of John as the patron saint of Masonry. → [Their basic tenet …]
a) A fairly complete list of the former [the Disciples] is found in Nösselt's theological literature §474. Norberg discovered their holy books in the Royal Library at Paris. The newest Treatises on the disciples of John known to me are: 1) an essay in Tittmanni meletemata sacra, Leipsig 1816, p. 15 - 21, and 2) another of Gesenius in the probational books of Ersch huge encyclopedia. → Their basic tenet is: "God is the highest life, the light." The following passages, taken from their holy books, will serve to confirm my assessment, and to show everyone receptive, that these writings are worth to be considered and examined in the array of all sacred writings of the Orient.
The following passage contains a trace of the doctrine of a triple life (according to the teaching of the Brahmans; see Majer's book Brama or the religion of the Indians as Brahmanism, 1818 .S. 61-65!), and also of a triple light (cf. I, p. 157, note 43, Sect. b, 3rd line from bottom!):
But to what extent the collection of writings, held for holy by the Zabians, still really contains genuine teachings of John, or if it is of recent origin, that must be learned only by the higher professional proof (Critique) with more stricter examination of both of these writings themselves, as well as the history and condition of the so-called disciples of John. A purely spiritual, religious basis is unmistakable in these documents; but it is mixed with a lot of unworthy, erroneous, superstitious and historical falsehoods (e.g. mixed in contentious respect toward Christianity). 13) Because the Societies of builders of the Middle Ages, (the corporations of Masons) as builders, came in close connection with all the monastic orders, as well as with the powerful knightly orders, the Templars, and with the Knights of St. John, in Britain, one could come to the opinion, that the choice of John the Baptist as patron saint of Masonry comes from this connection of the Masons with the Knights Hospitaller, especially since the passage cited earlier (p. 302), which speaks of the three degrees of the Order of St. John, seems to indicate there. I will return below (see the subject index.!) on this relationship of Masonry with the Order of Knights: however, the historical occasions (proven in the above paper) clearly show that the choice of John the Baptist as patron saint of Masonry, is older in their inducements and in their existence, than of Order of St. John. Q. 12. "Like many brothers and fellow have done before me." =306= These words of the ancient, authentic ritual have been left standing in the 17th century due to carelessness of his forgers; because they give clearly to detect, that the Petitioner was admitted not as an Entered Apprentices (enter'd prentice), but all at once as a brother and fellow (brother and fellow-craft, brother and craftsman). Similar ancient and genuine expressions have been left standing also in the Apprentice Ritual imparted by Browne. (See above p. 234 note 173!) Q. 13. "Because I'm free, or honestly born, [not illegitimate in birth] and well recommended." M. Br. also has the apposition: well recommended, at a similar location. (Q. 66) In the NE. system, (see Br. Q. 77, together with the detailed explanation!) of one to be a fit and proper person (a fit object) in order to be admitted: "he must be [of mature age, of sound judgment and strict moral conduct." — This is a very difficult task in a society that does not consists entirely of (personally) trusted friends, but is only united by the concept and by the bond of freely [sought] fellowship; hence even the lodges themselves have never and nowhere so far dissolved amicably. Because, notwithstanding the overall reputation of a person the opinion of the majority in the society would like to be about him as a person, as long as there are still prejudices that shackle the majority of the members of an entire community of peoples, in many important respects, the judgment about that person is often still erroneous, and directly opposite to true Masonic evaluation, and there because of it, as well as in everything, that which Br. further calls for, is very difficult to attain. In a community of people everyone measures everyone else according to his own, often deceptive, measuring stick, which one often applies hastily and incorrectly as well; in doing so he readily transgresses the moral maxim: "do not judge!" sees the speck of dust in the other's eye, — arrogates to himself the judicial office of the Knower of hearts [of God]. Worthy men are often rejected by secret ballot out of sheer ill prejudices, and unworthy men, on the other hand, are just as often welcome with joy. It is said, of course, that in a secret society a strict vetting and selection is needful; but, since this, without the close relationship of personal friendship, =307= is quite impossible, and a strict selection of members for any one open society is just as essential and, at the same time, in such (a society), is far more likely: therefore, because of that very fact, should the fraternity have been led to the higher question: can then the Masonic fraternity, as it is supposed to work only for universal human purposes, remain a closed and secret society, and is the latter not a requirement that inextricably conflicts with the now only to be adopted pure and universally human field of activity of the Craft and of its purposes?a) Perhaps here stands not without significance: "How do you hope," etc., not: "how did you hope?" Because one cannot obtain the essential teaching and development of the mind and the heart, in which Masonry (Freemasonry) should take a part, at once from the outside, but this must rather be acquired gradually by self-application.
a) See the significant observations about the requirement of "good reputation" IV, page 51, note a)! Q. 15. "Upon what?" To the question: "According to, in and on what?" Br. (Q. 23, 24) gives as three points of entry the answer: "Of my own free will and accord, at the door of the Lodge, and at the point of a sharp instrument, that was placed upon my left breast." Now, since in the more guild-like NE. Systems several such puns occur, so this answer may well be quite old.
a) In the many times mentioned work: Ahiman Rezon, (of 1813) this usage of the Lodge Sword by the Masonry of the Moderns is reproached as a spurious, newly adopted custom. b) One sees from this, that in these lodges the ancient customs are mixed with new ones. Keher also reports: "In the first degree the Candidate for Admission, when he enters the door, is stopped by the W. Master, who puts to him the tip of the sword to the heart, and asks: "Who are you?" — His sponsor answers: "He is a stranger, who will preferably not go back, until he has been made a Masons." 17th Question. "I feel, but I do not see it." M. |
10) Selbst Anderson (Const. Buch v. 1738, zur 28ten =302= neuen Verordnung, und Altenb. Journ., II, 1, S. 52) sagt: "daß die Maurer vor Alters am Johannestage entweder in einem Kloster, oder auf der Spitze des höchsten Hügels, mit anbrechendem Tage, zusammenkamen" usw. Dieß ist in diesem Himmelstriche eher vom 24sten Junius, als vom 27sten December, zu glauben; zumal da im Mittelalter Johannes des Täufers Fest auf Bergen mit großen Feierlichkeiten, besonders mit Freudenfeuern, begangen wurde, welche letztere Gewohnheit noch heute in Thüringen, sowie in Irland, üblich ist.a) — Dennoch ist es möglich, daß von den alten Maurern schon, neben Johannes dem Taüfer, auch Johannes der Evangelist, vorzüglich wegen des ersten Capitels seines Evangelium, ganz besonders verehrt worden ist, nur nicht als Schutzpatron, noch durch ein eigenes Maurerfest. (Noch lese man in Nicolai's Bemerkungen über den Ursprung und die Geschichte der Freim. und Rosenkr., Berlin u. Stettin, 1806, S. 141 und S. 173, die gehaltvolle Bemerkung gegen Buhle, der ebenfalls Johannes den Evangelisten zum Schutzpatron der Freimaurer macht!)
a) Siehe: Übersicht von Süd-Irland, in Briefen; Breslau 1779; S. 184! 11) Folgende Stellen aus Lawrie's Geschichte der Maurerei, und der Großloge von Schottland, (Edinb. 1804,) zeigen, daß auch die schottländischen Maurer Johannes den Taüfer zum Schutzpatrone erwählt hatten. — Lawrie erzählt (S. 140 der Übersetzung): "Es war lange herkommlich unter den Brüdern, ihre Hauptversammlungen am 24ten Junius, dem Geburttage St. Johannes des Täufers, zu halten; aus vielen wichtigen Gründen wurde jedoch von der Großloge von Schottland im J. 1737 beschlossen, daß die jährliche Wahl nicht länger an diesem Tage, sondern für die Zukunft am 30ten November, als an dem Geburtstage des heiligen Andreas, des Schutzheiligen von Schottland, gehalten werden sollte." Und (S. 296 der Übers.) ein Statut dieser Großloge lautet also: "Keine Loge, welche mit der Großloge hält, soll irgend eine Privatversammlung zu irgend einem andern Zwekke halten, als wegen der drei großen Grade der schottischen Maurerei (the three great Orders of Scotish Masonry), des Lehrlings-, des Gesellen- und des Meistergrades, als welches der alte Orden St. Johannes ist (being the ancient order of St. John)." =303= In Hinsicht des Tages der Feier des Bundfestes, welches das Großfest (grand-festival) genannt wird, sind die beiden, seit dem Jahr 1813 (s. hier I, S. 121 f., und in dieser zweiten Abth. S. 220, n. 153!) vereinten Großlogen zu London dem soeben erwähnten Beispiele der schottländischen Großloge nachgefolgt, indem sie seit ihrer Vereinigung ihr Großfest nicht mehr an einem der Johannestage, sondern am Tage des heiligen Georg, des Schutzheiligen von England, feiern, wie ihr neues Constitutionenbuch (Part II, p.41) vorschreibt. Inwiefern nun gleichwohl die vereinte Londoner Großloge Johannes den Taüfer noch als allgemeinen Schutzpatron der Freimaurerbrüderschaft, und Johannes den Evangelisten als Dessen Beigeordneten (as his Parallel, or Equal; s. Browne, Fr. 169 hier S. 220!) anerkennt und feiert, kann ich nicht bestimmen, da ich das nach ihrem neuen Plane (s. I, S. 121, Z. 12 v.u.!) veränderte Gebrauchthum (Ritual) noch nicht kenne, auch der erste Theil des erwähnten Constitntionenbuches vom J. 1815 noch nicht in meinen Händen ist. 12) Durch den Umstand, daß Johannes der Taüfer als Schutzheiliger der Masonei erscheint, muß der freimaurerische Geschichtforscher darauf geleitet werden, die Geschichte, die heiligen Bücher, die Lehren und Gebräuche der gottinnigen Gemeinde zu untersuchen, welche sich unter dem Namen der Johannesjünger, Zabier, und Sabier, angeblich seit Johannes des Taüfers Zeit, bis heute erhalten hat. Ob diese Gemeinde gleich viele Lehren der alten Sabier (Sabaei) angenommen, so ist sie doch mit eben Diesen nicht zu verwechseln; auch ist es sachwidrig, die Mitglieder derselben Johanneschristen zu nennen; da sie sich, soweit sich ihr Dasein geschichtlich verfolgen läßt, wider die Christen eine feindselige Stellung gegeben, indem sie ihren Meister Johannes weit über Christus erheben [see here], den sie geflissentlich (durch, in neuerer Zeit erdichtete, angebliche geschichtliche Umstände, und rohe Aüßerungen ihres gehässigen Sectengeistes,) herabzuwürdigen suchen. Ich habe den bedeutendsten Theil der diesen Gegenstand =304= betreffenden Schriftena) durchforscht, und, außer gewissen allgemeinen Übereinstimmungen mit der Lehre der Essener, des Zendavest, und der Gnostiker, welche auch in unserer ältesten masonischen Lehre der drei ältesten Kunsturkunden wiederklingen, nichts Einzelnes gefunden, welches auf die Wahl des Johannes zum Schutzheiligen der Masonei erklärenden Bezug hätte. → [Ihre Grundlehre …]
a) Ein ziemlich vollständiges Verzeichniß, der früheren findet sich in Nösselt's theol. Litteratur § 474. Norberg entdeckte ihre heiligen Bücher in der königl. Bibliothek zu Paris. Die neusten, mir bekannten, Abhandlungen über die Johannesjünger sind: l) ein Aufsatz in Tittmanni meletemata sacra. Lips, 1816, p. 15 - 21, und 2) ein anderer von Gesenius in dem Probehefte der Ersch'ischen großen Encyclopädie. → Ihre Grundlehre ist: "Gott ist das höchste Leben, das Licht." Folgende aus ihren heiligen Büchern genommene Stelle wird mein Urtheil zu bestätigen dienen, und jedem Empfänglichen zeigen, daß diese Schriften werth sind in der Reihe aller heiligen Schriften des Orientes beachtet und geprüft zu werden.
Folgende Stelle enthält eine Spur der Lehre von einem dreifachen Leben (gemäß der Lehre der Brahmanen; s. Majer's Brama, 1818,.S. 61 - 65!), also auch von einem dreifachen Lichte (vergl. I, S. 157, n. 43, Sp. b, Z..3 v. u.!):
Inwiefern aber die von den Zabiern heilig gehaltne Schriftensammlung wirklich noch echte Lehren des Johannes enthalte, oder jüngeren Ursprungs sei, Das muß erst die höhere Prüfkunst (Critik) bei genauerer Untersuchung sowohl dieser Schriften selbst, als auch der Geschichte und des Zustandes der sogenannten Johannesjünger, lehren. Eine urgeistige, gottinnige Grundlage ist in diesen Schriften nicht zu verkennen; es ist aber sehr viel Unwürdiges, Irriges, Abergläubisches und geschichtlich Unechtes (z. B. in streitsüchtiger Hinsicht wider das Christenthum) beigemischt. 13) Da die Gesellschaften der Bauleute des Mittelalters (die Corporationen der Masonen) mit allen Mönchorden, sowie auch mit den mächtigen Ritterorden, dem der Templer, und mit dem der Johanniter-Ritter, auch in Britanien, als Bauleute in innige Verbindung kamen, so könnte man auf die Meinung gerathen, die Wahl Johannes des Taüfers zum Schutzheiligen der Masonei schreibe sich von dieser Verbindung der Masonen mit der Johanniter-Rittern her, zumal da die vorhin (S. 302) angeführte Stelle, die von den drei Graden des Johannes-Ordens redet, dahin zu deuten scheine. Ich werde im Folgenden (s. das Sachverzeichnis!) auf dieses Verhältniß der Masonei zu den Ritterorden zurückkommen: allein die in vorstehender Abhandlung nachgewiesenen geschichtlichen Veranlassungen zeigen deutlich, daß die Wahl Johannes des Taüfers zum Schutzpatron der Masonei, in ihren Veranlassungen und in ihrem Dasein, älter ist, als der Johanniter-Orden. Fr. 12. "Wie viele Brüder und Genossen =306= vor mir gethan haben." Diese Worte des alten, unverfälschten Rituales sind aus Unachtsamkeit seiner Verfälscher im 17ten Jahrhunderte stehen geblieben; denn sie geben deutlich zu erkennen, daß der Ansuchende nicht zum eingetretenen Lehrlinge (enter'd prentice), sondern auf einmal zum Bruder und Genossen (brother and Fellow, brother and fellow-craft, brother and craftsman) aufgenommen wurde. Auch in dem von Browne mitgetheilten Lehrlinggebrauchthume sind Andere dergleichen alte und echte Äußerungen stehen geblieben. (Siehe zuvor S. 234 Note 173!) Fr. 13. "Weil ich frei, oder ehrlich, geboren und wohl empfohlen bin." M. Den Beisatz: wohl empfohlen, (duly recommended), hat Br. auch an einer ähnlichen Stelle. (Fr. 66.) Im NE. Systeme (s. Br. Fr. 77, nebst der ausführlichem Erklärung!) wird von Einem, der geschickt (a fit object) sein soll, aufgenommen zu werden, noch weiter verlangt: "er solle von reifem Alter, von gesunder Urtheilkraft und von streng sittlichem Lebenwandel sein." — Dieß ist in einer Gesellschaft, die nicht aus lauter eigenleblich (persönlich) vertrauten Freunden besteht, sondern nur nach dem Begriffe und durch das Band freier Geselligkeit vereint ist, eine sehr schwierige Aufgabe; daher auch die Logen dieselbe bisher niemals und nirgends befriedigend gelöst haben. Denn obgleich der allgemeine Ruf eines Menschen die Stimme der Mehrzahl in der Gesellschaft über ihn als Menschen sein möchte, so ist doch dieser, solange es noch Vorurtheile giebt, die die Mehrzahl der Mitglieder ganzer Völker fesseln, in vielen wesenlichen Hinsichten der Beurtheilung oft irrig, und der echtmasonischen Beurtheilung geradehin entgegengesetzt, und dabei, sowie Alles, was Br. weiter fordert, sehr schwer auszumitteln. Jeder im Volke mißt Jeden nach seinem eignen, oft trüglichen, Maaßstabe, den er noch dazu oft voreilig und unrichtig anlegt; er übertritt dabei leicht den Sittenspruch: "Richtet nicht!" sieht Splitter in des Andern Auge, — mißt sich das Richtamt des Herzenkundigers bei. Oft werden Würdige aus bloßen Misvorurtheilen durch Kugelabstimmung verworfen, und Unwürdige dagegen ebenso oft mit Freuden empfangen. Man sagt freilich, daß bei einer geheimen Gesellschaft eine strenge Sichtung und Auswahl noth sei; allein, da diese, ohne das engere Verhältniß eigenleblicher (persönlicher) Freundschaft, durchaus =307= unmöglich ist, auch eine strenge Auswahl der Mitglieder für eine jede öffenliche Gesellschaft ebenso wesenlich und zugleich in einer solchen weit eher möglich ist: so sollte die Brüderschaft ebendadurch zu der höheren Frage geführt worden sein: kann also die Freimaurerbrüderschaft, da sie nur für allgemeinmenschliche Zwekke arbeiten soll, eine geschlossene und geheime Gesellschaft bleiben, und ist nicht Letzteres eine Forderung, die mit dem jetzt ausschließend anzunehmenden rein- und allgemeinmenschlichen Kunstgebiet und Zwekke derselben unauflöslich streitet?a) Vielleicht steht hier nicht ohne Bedeutung: "Wie hoft ihr" usw., nicht: "wie hoftet ihr?" Denn man kann die wesenliche Lehre und Bildung des Geistes und des Herzen, zu welcher die Masonei (Freimaurerei) mitwirken soll, nicht, auf einmal von Außen erhalten, sondern muß sich diese nach und nach selbstthätig erwerben.
a) Siehe die wesenlichen Bemerkungen über die Erforderniß des guten Rufes IV, S. 51, n. a)! Fr. 15. ) "upon what?" "und woran?" Br. (Fr. 23, 24) giebt als drei Punkte des Eintrittes auf die Frage: "Nach, in und an Was? (of, at and on what?)" die Antwort: "Nach meinem eignen freien Willen und Zustimmung, in der Thür der Loge, und an der Spitze eines scharfen Werkzeuges (Instruments), das auf meine linke Brust gesetzt wurde." Da nun in dem zunftmäßigeren NE. Systeme mehre solche Wortspiele vorkommen, so kann diese Antwort wohl ziemlich alt sein. "Im ersten Grade wird der Aufzunehmende auf der rechten Seite ganz entblößt, im anderen auf der linken, und im dritten bis zum Nabel." Kh. Eine ähnliche Spitzfindigkeit meldet Derselbe als bei'm Niedertreten des Schuhes gebräuchlich. — Übrigens ist wohl ein Schwerdt, kein Degen, als Zeichen der Gerichtbarkeit, die im Mittelalter den Logen verliehen war, dem Aufzunehmenden auf die Brust gesetzt worden. (Da mir jedoch keine Thatsache bekannt ist, welche zeigt, daß den Baucorporationen peinliche Gerichtbarkeit übertragen war; obgleich Dieses an sich nicht unwahrscheinlich ist: so will ich noch nicht entscheidend behaupten, daß das Schwerdt hier ein Bild der Gerichtbarkeit sei.) Man vergleiche die bildliche Darstellung des hier auf Tafel III abgebildeten alten Siegels! — Dieß sieht man auch aus dem sogenannten Logenschwerdte, =308= was die NE. Großloge, und, gleich ihr, mehre einzelne Johanneslogen, auf dem Meistertische führen. (Siehe die Abbildung desselben unter andern in der Übers, des Anders. Const. Buches, 3te Aufl., Frankf. 1762, als "Staatschwerdt der Freimaurergesellschaft.")a) Noch jetzt ist der Großschwerdtträger (Grand Sword Bearer) ein wesenlicher Beamter der vereinten Großloge (s. Book of Const. 1815, P.II. p. 17!) Was die sogenannte Bewafnung der Brüder selbst betrifft, so mag ich nicht absprechen, ob sie nicht im Mittelalter stattgehabt haben könne. Daß der erst Aufzunehmende nichts Angreifendes oder Vertheidigendes in die Loge bringen darf, beweist Nichts dagegen.
a) In der mehrerwähnten Schrift: Ahiman Rezon, (v. J. 1813,) wird dieser Gebrauch des Logenschwerdtes der neuenglischen Maurerei als ein unechter, neuangenommener Gebrauch vorgeworfen. b) Hieraus sieht man, daß in diesen Logen die alten Gebräuche mit neuen vermischt sind. Noch meldet Keher: "Im ersten Grade wird der Aufzunehmende, wenn er zur Thür eintritt, vom Meister vom Stuhl aufgehalten, ihm die Spitze des Degens auf's Herz gesetzt, und er gefragt: "Wer bist du?" — Der Pathe desselben antwortet: "Es ist ein Fremder, der nicht eher wieder gehen wird, als bis er "zum Freimaurer aufgenommen worden ist." 17te Frage. "Ich fühle, aber ich sehe es nicht." M. |
About the ancient Masonic Prayer.19th Question. "The blessing of a prayer." "The benefit of prayer." M. About this I have promised, in the comments on the second Craft document (I, p. 143 note 19), to explain here in more detail "that the prayer is a blessing," and also in that regard (p. 148, note 29, col. a), what it is that is called: Partakers of thy divine Nature." The impartation on this sacred subject outside the context of science, in stand-alone single sentences, is subject to great difficulties, and I would feel even more constricted in this regard, if I could not refer the reader to the more contextual illustrations in my other scientific works, in respect of which I am convinced he will never regret it, if he attentively reads and reflect upon them well, and by then arrives to adopt the essential content of them, apart from the great imperfection of my presentation.
— A more detailed illustration of this subject can be found in the introduction to the Treatise on Religiosity located in the book: Urbild der Menschheit [Archetype of Humanity], pp. 304 - 313.
Whoever can grasp the meaning of these passages in spirit and mind, he will also be able to appreciate the words of our ancient Masonic prayer: "that we may be Partakers of Thy Divine Nature;" and the conviction: that the prayer is a blessing to people. — It comes down to: to recognize God as the One Being, as Essence, that is, and all that exists, exists in it; that God, as primal cause of the world, is over and inasmuch apart from this, but that the world, that is, reason, nature and mankind, and every single person in, under, and if they are good, are essentially united with God; — that God is in Itself the One Existence, in which, as in one organism, all finite independent existence of all finite beings exist in God; and that God is individually united with each of its finite existing creatures, according to the level of essentiality and to the life development of this existing finite being itself and to the higher whole Essence, in which it is a part. To the discerning person, however, this is precisely clear in this respect, that intimacy with Nature, that is, Religiosity,a) to him, as whole person, and as contemplating, sentient and willing person, and even as individually existing, original finite being, =314= is utmost essential, in order to attain a godlike and in God-united existence.
a) See the explanation about this here p. 199, note 131! "You great and universal architect (Mason)." The "English Modern" Masons say ordinarily: universal Architect, or: Architect of the Universe. This is actually the same thing; because in the earlier centuries was called mason not only the bricklayer, but also the architect. =315= So is called Henry Yevele "the King's Mason". (See Anderson's Book of Constitution, 1738, p. 70!) But etymologically and in the most ancient times was actually called Mason not only the Architect, but also generally a full understanding and wise artist. (See above I, 244, and the just mentioned passages at p. 278 et seq.!) "That he might be like a temple." This expression is a beautiful peculiarity of our document. Everything that is, and also is brought about in God, is innocent, pure and holy, and at the same a worthy dwelling place of God; — Man too. Wherever in the universe, the majority of people do not live in pure love, or forsake the life of love; where they subject in part in their own heart to the overwhelming worldly forces and the hassles of disorderly passions; where the vision, feel, sense and will of God, of humanity and humaneness has not yet entered their awareness, or has vanished from it; — there mankind is not "like a temple of God." The Humanity of this earth is for the most part in these original-ideal-adverse Circumstances. But in the struggle with all the forces of the world, in God's help and love, which prevail over them and in them, the Humanity of this earth will unfold its inner strengths all the more completely, and when in misfortune it experiences God's loving life conduct (upbringing), then it will become in the full sense Humanity, and in blessed life-union with God and with all finite Beings will be like a beautiful temple of God. That will it become, this is the great daily task of the Human Alliance, to which our fraternity should aspire and in which, reborn, shall live on. * To the 23th note (I, 144 ff.) I remark yet the following. Already Philo intellectualized the Temple of Solomon, in that he regarded it as an allegory of the whole creation, teaching that there are two temples of God, the one: the whole of creation, the other: the Temple in Jerusalem. — The Mystics relate the three divisions of Salomon's Temple to the three stages of god-intimate (religious) life. (See Gottfried Arnold's Historia Et Descriptio Theologiae Mysticae, Seu Theosophiae Arcanae Et Reconditae, Itemque Veterum Et Novorum Mysticorum.; Frankfurt 1702; p. 82, and Köpke's Dialogus de templo Salomonis, de tribus gradibus Christianismi; Leipzig 1689; in 12mo!) — The inquisitive reader will find information about the horse sacrifice, called Ashvamedha (which I mentioned in I, p. 145,) =316= contained in the book Brahma, or the religion of the Indians as Brahmanism, from Majer; Leipzig. 1818; p. 17S ff. — Although I find the instructive visual exposition (symbolic interpretation) of the structure of this animal ingenious and witty; the victim itself however, by its intent and its consummation, is a senseless and irrational superstition. "To become a faithful brother." It is very likely that we owe the designation: Brother to Christianity. Because among the Romans those who belonged to the same Collegium, were usually called, fellows (colleagues, members).a) In the Book of Constitutions of the English Moderns of the year 1766 (p. 77) there is indeed a passage from the eulogy of Eumenius to the Emperor Maximian so translated, as if the Collegia of the Roman Architects had introduced the ancient names of a Roman fraternal association in Britain. But this is completely unfounded; because there it is not told of the architects, but rather of the inhabitants of the town of Autun, in that they now would be treated by the Romans as a Roman people engendering a close union; which the Romans did with several conquered, or befriended peoples. (See this passage in Vol. II, Sect. 2, p. 203 f. in the note!) However, several individual traces of it are found that the affectionate familiar names like: father, mother, brother, sister, were conferred to actual members and honorary fellows of the collegia by the Romans and Greeks; as the reader can satisfy himself from the individual evidence I have collected (in IV, 129, 156, 166, 365, 369; 244, 260; 355, 371).
a) Indeed the Fratres Arvales, a kind of priests, formed also a Collegium; but the reason they were called Fratres (brothers) is because their founders had been blood brothers. See this Society Vol. II, Sect. 2, p. 129! |
Zu dem alten Freimaurergebete.19te Frage. "Die Wohlthat eines Gebets." "Den Nutzen des Gebets." M. =309= Ich habe in den Bemerkungen zu der zweiten Kunsturkunde (I, S. 143 n. 19) versprochen, mich darüber, "daß das Gebet eine Wohlthat" sei, sowie auch (S. 148, n. 29, Sp. a) darüber, was es heiße: Theilhaber deiner göttlichen Wesenheit ("Partakers of thy divine Nature") sein, hier ausführlicher zu erklären. Die Mittheilung über diesen heiligen Gegenstand, außerhalb des Zusammenhanges der Wissenschaft, in alleinstehenden Einzelsätzen unterliegt großen Schwierigkeiten, und ich würde mich in dieser Hinsicht noch mehr beengt fühlen, könnte ich nicht den Leser auf zusammenhangigere Darstellungen in meinen übrigen wissenschaftlichen Schriften verweisen, in Hinsicht deren ich überzeugt bin, daß es ihn nie gereuen wird, wenn er sie aufmerksam, liest, und wohl erwäget, und bis dahin gelangt, sich deren wesenlichen Inhalt, abgesehen von der großen Unvollkommenheit meiner Darstellung, anzueignen.
— Eine ausführlichere Darstellung dieses Gegenstandes findet sich in der Einleitung zu der in der Schrift: Urbild der Menschheit, S. 304 - 313, befindlichen Abhandlung von der Gottinnigkeit.)
Wer den Sinn dieser Stellen im Geist und im Gemüthe fassen kann, der wird auch die Worte unseres alten Maurergebetes: "auf daß wir Theilnehmer deiner göttlichen Wesenheit [Natur] werden;" (that we may be Partakers of Thy Divine Nature) würdigen, und der Überzeugung fähig sein: daß Gebet dem Menschen Wohlthat sei. — Es kommt darauf an: Gott als das Eine Wesen zu erkennen, als Wesen, das ist, und das Alles in sich ist, was ist; daß Gott, als Ursache der Welt, über und insofern außer dieser ist, daß aber die Welt, das ist Vernunft, Natur und Menschheit, und jeder Einzelmensch in, unter und, sofern sie gut sind, mit Gott wesenheitlich vereint sind; — daß Gott in sich das Eine Leben ist, in welchem als in Einem Gliedbau, alles endliche Eigenleben aller endlichen Wesen in Gott ist; und daß Gott mit jedem seiner endlichen lebendigen Wesen, nach der Stufe der Wesenheit und der Lebenentfaltung dieses lebendigen endlichen Wesen selbst und der höheren Lebenganzen, worin es ein Theil ist, eigenleblich vereint ist. Dem dieses Erkennenden ist aber eben darin klar, daß Weseninnigkeit, das ist, Gottinnigkeit,a) ihm als ganzem Menschen, und als schauendem, fühlendem und wollendem, und überhaupt als eigenlebigem (individuell lebendem), urendlichem =314= Wesen, erstwesenlich ist, um zu einem gottähnlichen und gottvereinten Leben zu gelangen.
a) Siehe die Erläuterung hierüber hier S. 199. n.131! "Du großer und allgemeiner Baumeister (Mason)." Die neuenglischen Maurer sagen gewöhnlicher: universal Architect, oder: Architect of the Universe, Baumeister des Weltall. Dieß ist eigenlich einerlei; weil in den früheren Jahrhunderten Mason nicht bloß Maurer, sondern auch Baumeister hieß. So wird Heinrich Yevele des Königs =315= Mason genannt. (Siehe Anders. Const. Buch, 1738, S. 70!) Eigenlich heißt aber wortkundlich und in den ältesten Zeiten Mason nicht einmal Baumeister, sondern überhaupt ein verstandvoller und weiser Künstler. (Siehe oben I, 244, und die so eben zu S. 278 ff. erwähnten Stellen!) "Daß er wie ein Tempel sei." Dieser Ausdruck ist ein schönes Eigenthümliche unserer Urkunde. Alles, was, und sowie es in Gott verursacht ist, ist unschuldig, rein und heilig, und gleichsam eine würdige Wohnung Gottes; — auch der Mensch. Wo immer im Weltall die Mehrzahl der Menschen noch nicht in reiner Liebe lebt, oder das Leben der Liebe verläßt; wo sie übermächtigen Weltkräften und dem ungeordneten Streite der Begierden im eignen Herzen zum Theil unterliegt; wo das Schaun, Fühlen und Wollen Gottes, der Menschheit, und der Menschlichkeit noch nicht in ihr Bewußtsein eingegangen, oder aus selbigem verschwunden; — da ist die Menschheit nicht "wie ein Tempel Gottes." In diesem urbildwidrigem Zustande ist die Menschheit dieser Erde noch zum größten Theile. Aber sie wird im Kampfe mit allen Mächten der Welt, in Gottes Hülfe und Liebe, die über ihr und in ihr waltet, ihre inneren Kräfte umso vollwesenlicher entfalten, und wann sie im Unglükke Gottes liebevolle Lebenleitung (Erziehung) erfahren, dann wird sie im vollen Sinne Menschheit werden, und im seligen Lebenvereine mit Gott und mit allen Endwesen wie ein schöner Tempel Gottes sein. Daß sie es werde, Dieß ist das große Tagewerk des Menschheitbundes, zu welchem unsre Brüderschaft aufstreben und in welchem wiedergeboren sie fortleben soll. Zu der 23ten Anmerkung (I, 144 ff.) bemerke ich noch Folgendes. Schon Philo vergeistigte den Tempel Salomon's, indem er ihn als ein Gegenbild der ganzen Schöpfung betrachtet, lehrend, es seien zwei Tempel Gottes, der Eine: die ganze Schöpfung, der Andere: der Tempel zu Jerusalem. — Die Mystiker beziehen die drei Abtheilungen des salomon'schen Tempels auf die drei Stufen des gottinnigen (religiösen) Lebens. Auch Luther billigte diese Vorstellweise (s. Arnoldi hist, et descriptio theologiae myst.; Francof. 1702; p. 82, und Köpke diatribe de templo Sal., de tribus gradibus Christianismi; Lips. 1689; in 12mo!) — Über das Pferdeopfer, Aswamedha genannt, (welches ich I, S. 145 erwähnte,) =316= findet der wißbegierige Leser Auskunft in der Schrift: Brahma, oder die Religion der Indier als Brahmaismus, von Majer; Leipz. 1818; S. 17S ff. — Ich finde zwar die lehrbildliche Auslegung (symbolische Deutung) des Gliedbaues dieses Thieres sinnreich und angeistig; das Opfer selbst aber, seiner Absicht und seiner Vollziehung nach, ist ein sinnloser und vernunftwidriger Aberglaube. "Ein treuer Bruder werde." Es ist sehr wahrscheinlich, daß wir die Benennung: Bruder, dem Christenthume verdanken. Denn bei den Römern heißen Die, welche zu demselben Collegium gehörten, gewöhnlich Genossen (collegae, sodales).a) Im neuenglischen Constitutionenbuche vom J. 1766 (S. 77) ist zwar eine Stelle aus der Lobrede des Eumenius auf den Kaiser Maximianus so übersetzt, als hätten die Collegia der römischen Architecten in Britanien den alten Namen einer römischen Brüderschaft geführt. Allein, Dieß ist völlig ungegründet; denn es wird dort nicht von den Baukünstlern, sondern von den Bewohnern der Stadt Autun, gesagt, daß sie nun von den Römern wieder als ein dem römischen Volke verschwistert es Geschlecht betrachtet würden; Welches die Römer mehren überwundnen, oder befreundeten Völkern thaten. (Siehe diese Stelle B. II, Abth. 2, S. 203 f. in der Note!) Jedoch finden sich mehre einzelne Spuren davon, daß die Namen ehethumlicher Liebe, wie: Vater, Mutter, Bruder, Schwester, auf wirkliche Mitglieder und auf Ehrengenossen der Collegien bei Römern und Griechen übertragen wurden; wie sich der Leser aus den von mir gesammelten einzelnen Kundnissen (in IV, 129, 156, 166, 365, 369; 244, 260; 355, 371) überzeugen kann.
a) Zwar bildeten die Fratres Arvales, eine Art Priester, auch ein Collegium; sie hießen aber deßhalb Fratres, (Brüder,) weil ihre Stifter leibliche Brüder gewesen waren. Siehe über diese Gesellschaft B. II, Abth. 2, S. 129! |
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Yet, I must lead to my 27th note above, also Vol. I, Sect. 1, page 42, line 25, as a proof that faithful (loyal), does not mean orthodox. "Through the knowledge of our Lord Jesus Christ." Already from this passage, but also from other facts, can be concluded that the founders of this ritual were Christians, that they recognized the religion of Jesus as that of the Perfect One, =317= and wished to perfect and educate the masons in and through it; when the same is evident from other passages, that they loved the human being in the men of all Fervency-toward-God persuasions ("religions"), and wanted to deal with them humanly and affectionately; which is indeed in itself a principle of the genuine teaching of Jesus.*
a) This statement is found in the book: Ahiman Rezon, p. 536 f. mentioned in IV, and is repeated also in its latest edition of 1813. =319= The author of this work, Lawrence McDermott, was in the year 1771 the sitting Deputy Grand Master of the Grand Lodge of Ancient Masons at London under the Grand Master Duke of Athol. In his (found at p. XVII et seq.) Address to the Gentlemen of the Fraternity (where he still undersigns as D.G.M.) he presents, amongst others, nine casuistic questions concerning the contrast between the ancient and the modern Masons, of which the 7th is the following: "whether it is Possible to initiate or introduce a Modern Mason into the Royal Arch Lodge (the very essence of Masonry) without making him go through the ancient ceremonies? Answer, No." → Capitulars [Chapters] of these Royal Arch Masonry, as already mentioned, are advertised already in the Free-Masons Calendar for 1777 to 1778 (the first two yearly issues officially published by the Grand Lodge itself), in each month, except one only in the 4 summer months. In the most recent issues, which I have before me, of 1804 and of 1806, these dates are indeed, for prudence, no longer noted; but this higher degree is all the same bestowed by the Grand Lodge in London (and even by the Grand Lodge of Ancient Masons) and solemnly practiced as before: as well-informed witnesses assert it. This is currently publicly known, through the Act of Union printed by the United London Grand Lodge in 1813, (which is found translated in the previously quoted "Mittheilungen" of Bro. Moßdorf,) as well as in other official documents of the new Grand Lodge in London, and with it justifies that this Royal Arch Masonry is "a further execution and completion of the Master degreea), thus appropriate to it, as implied in it." → [The founders of the NE. …]
a) In Preston's Illustrations of Masonry, of 1812 is found, p. 309-311, an instructive piece of information about the relation of the Grand Chapter of Harodim of the Royal Arch Masonry, to the NE. Grand Lodge and to the Masonic fraternity, from which I take what is most remarkable, especially since this information sheds light on the statements of the newest London Grand Lodge. — "On the 4th of January 1787, was opened in London the Grand Chapter of Harodim. Though this order is of ancient date, and had been patronised in different parts of Europe, there appears not on record previous to this period the regular establishment of such an association in England. For some years it was faintly encouraged, but since its merit has been further investigated, it has received the patronage of several exalted =320= masonic characters. — The mysteries of this order are peculiar to the institution itself, while the lectures of the Chapter include every branch of the masonic system, and represent the art of Masonry in a finished and complete form." This assurance from Preston, which coincides with Dermott's assertions, disagrees completely with that assurance, which (see above, in the text!) the Act of Union of the newest London Grand Lodge gives; because, according to Preston and Dermott, the system of Freemasonry is in the Royal Arch Masonry, and indeed in perfect, complete form; but not vice versa. The previous acquaintance with the Constitution and with the Ritual of this Royal Arch Freemasonry will teach that this pretense is erroneous, not to mention if one even just compares it with the historical concept of pure, genuine Masonry, if one evaluates it according to the ideal of the Human Alliance. — Bro. Feßler, in his many times mentioned Critical History of the Masonic Fraternity (p. 660-674), has collected many treasures about the history of Royal Arch Masonry up to the year 1782. — (One symbolic copper Plate, published on the occasion of the unification of the two Grand Lodges in London in 1813, does indeed contain the words: "no Harodim! no Kopts!" But this interjection can prove nothing whatsoever against the official avowal of authority in the act of union itself.) → — The founders of the NE. Grand Mastership of the year 1717 wanted therefore (just like the Grand Mastership of the Ancient Masons in London, and likewise, still today, the new Grand Mastership formed from the union of both) to promote in and through the Masonic fraternity above all the one faction of Christians to which they belonged to, and which they held for the best, a) although a large proportion =321= of the Brethren at that time were opposed,a) (siehe IV, p. 23 f., note a, and p. 47, note. a)!); but they thought very tolerantly and lovingly toward all men, and recognized the Masonic fraternity as one social institution appropriate to all mankind, oriented toward humanity and humaneness, blissful for all mankind, such as it is found also one like already historically handed down (see the York Constitution and IV, p. 46 f., note c!); and through its foundation have thus acquired an everlasting service for humanity. → [In respect of the Noahides …]
a) Wren, who as Grand Master enhanced and perfected Freemasonry in England, (see the Subject Index under: Wren!) and who at a great age still lived in the year 1717, was an enlightened Protestant; Anderson was a Presbyterian minister, and Desaguliers a French Reformist; and the founder of the NE. Grand Mastership, in determining the purpose of the fraternity, =321= and especially in the determination of its relationship to religion and to Christianity, in order to establish a truly, universal (catholic) Christianity, laid at the foundation as a basis, the teachings of Comenius and his ideal plan, a universally human society; as I, by accurate research of all the writings of Comenius, have discovered and proved in the present work. (See the subject index under: Comenius!) — Since the fraternity at that time had many very zealous Roman Catholic Christians as members, which in part probably wanted to use the fraternity as a means, or at least contemplated, to restore both the Stuart kings and, at the same time, the papal-catholic ecclesiasticism in England: we thus see at the same time, 1) that the newly instituted Grand Mastership, by adopting the doctrine of general religious tolerance, and by its affirmation to Protestantism and to its social forms and practices, could best come out clean from suspicion on the part of the Protestant kings, so that they might comfortably carry out the plan of the Stuart family in their secret society; and 2) that they, however, precisely because of that, had to draw hatred, ridicule and persecution from their dissident Roman catholic and Stuart-minded brethren, which had abundantly become part of them; as evidenced by many pamphlets of that time. (See among others the accompanying satirical letters in GM., and my forewords to GM. and Pr., contained here at p. 26 - 31!) a) These new feature and fundamental determination of the purpose of the fraternity inevitably had to find resistance on the part: of all followers of the Stuart Party and of the Jesuits, of all Roman Catholics, of all strictly orthodox members of the Episcopal High Church, of all guild Masons, who wished to retain the Operative Freemasonry as the main object also in the new formation, finally, of all adherents to the old Masonic customs and Constitution. Therefore, the founder of the NE. Grand Lodge had go to work very carefully, prudently, and with cautious slowness. * → In respect to the Noahides commandments, however, true to the York Constitution (see the comments to it!), they imitated the Jews, who obligated on it the mere fellow Jews =322= and those Gentiles living with them in Judaea, and allow them in the porch of the temple, in the hope to make them proselytes, and then assimilate them into their nation. It seems to me also, that in a similar sense the NE. Grand Mastership admitted all people to the first degree, which the orthodox, blind ecclesiastically-believer considered likewise as the vestibule, but Royal Arch Masonry as the innermost and the completion of Masonry, only if they did not deny God and acknowledged the Noahide commandments, and loyalty and righteousness as an expression of religiosity: by doing so the Grand Lodge hoped, by attending the lodge meetings, to lead them gradually to the written Confessions of Faith assumed by them as the only one genuine. — Incidentally, its Apprentice ritual contains already ecclesiastical and dogmatic Orthodox passages and customs in abundance, with which a non-Christian can impossibly agree; and I cannot see how an Israelite or a Muslim, or indeed any non-Christian, could resolve to give such answers as they are required of him in lodge, for example in Browne's questions 144, 131, 132 and many more. The position that the NE. Grand Mastership holds in respect to the Christian religion, or at least in respect to ecclesiasticism, completely unconcerned and indifferent, and let all religions stand in its place, seems to me, however, entirely unfounded, and is based on some passages of the Old Charges, the words of which seem to indicate religious indifference, but according to the spirit and to the only possible correct interpretation, in the context of the Constitutions, of the Ritual and of the Apprentice Catechism, goes very well along with the facts just stated, and with the conviction that Christianity is the religion of the Perfect Ones.a) =323=
a) That this really is the sense in which Anderson, Desaguliers and the brethren united with them defined there the first Old Charge, that even well-meaning, God-professing non-Christians should be admitted into the fraternity, was to me far more likely since 1810, when I remarked that those venerable brethren, in respect to the acceptance of the Noahide commandments from the teaching of the then very famous Seldenus in his Natural Law, (s. here, IV, p. 332 note a!) and in respect to the Plan to finally unite through Masonry =323= all well-meaning people into a universal, in the true sense "catholic " Christian Church, they faithfully followed the teaching and the blueprint of Comenius. In respect to this last assertion, I ask the reader to familiarize himself with the evidence provided in several places of this work, (for example, here at p. 139 ff.) and also to consider in which connection the rebirth of the Masonic fraternity in the year 1717 with the designs that Valentin Andreae, the celebrated intimately-loved teacher of Comenius made, steps up to a universally-humanity-type association (Compare about this: Nicolai's Some Comments, etc. against Buhle, 1806, p 30 - 45.). This relationship brings at the same time the further development of the Masonic fraternity in the 17th and in the first quarter of the 18th century in a completely different connection with Rosicrucianism, which brother Nicolai in his writings (see the precise indication about this here: IV, p. 278!) believed to have historically proven, as it is connected, contrary to the intention of its originator, namely, not with that degenerate Rosicrucian Society of Valentin Andreae, but with the archetypal theory of Valentin Andreae himself, such as it appear refined and adapted in the writings of his pupil, Comenius. It is as likely to concede that to Bro. Nicolai was known that Ashmole, who in 1646 was initiated as Mason, was at that time also a member of an astrological and alchemical association, and that consequently through him and his comrades originated Valentin Andreae's work: Fama Fraternitatis, 1614, which is included as an addendum to the book: "Universal and General Reformation of the Whole Wide World", together with the Fama Fraternitatis, etc. Regensburg, 1781) and that the other writings and teachings of this man could have been known to the local Masonic lodges; but that his assumption of the origin of the Masonic fraternity, which he believed to have derived out of this, is erroneous, gives the proof the historical content of my writing; (see about this I, p. 80 ff. and the Subject Index under: Ashmole!) and have shown this the brethren Vogel and Feßler in their many times mentioned works. "His family is pernicious." In that these words are a later addition, it cannot be proven from it that the founders of the Christian Freemasonry had been unmarried monks. For in the first centuries, and in England even much later, there were married monks, as well as unmarried; as a matter of fact in man monasteries were often admitted women and young women as spiritual sisters; (see the passages from du Cange here IV, 367 - 373!) and there has been a similar relation of women among the [operative] masons. Also, this provision applies here indeed not to the monks, but to the builders themselves. =324= I have shown above in the 66th note the better meaning of this provision. Browne even says acquaintances, connections, instead of family. "When we have escaped the corruption, that has come into the world through lust." There is here, according to the teachings of the Mystics, ''the cleansing, the return into the state of innocence." (See Arnoldi: Historia Et Descriptio Theologiae Mysticae, Seu Theosophiae Arcanae Et Reconditae, Itemque Veterum Et Novorum Mysticorum; Frankfurt 1702, p. 111, n. 15!) — In the Rule of order of Saint Columbanus, an Irish, Culdee monk, who Holstenius published, and Ledwich (in his " Antiquities of Ireland;" Dublin, 1790; p. 407 s.) translates in extracts and imparts with comments, about the 4th rule it says: 4) "On the overcoming of poverty and greed (of lust, of concupiscence). At all times, — so say the Egyptian priests,a) being lead to the knowledge and intuition (inspiration) of God, is the safe way to ensure to set a man against inordinate desires, to keep his disposition - passions (mental passions) in check, and to make him contemplative (intuitive). Bareness of external goods (nakedness) and contempt of temporal prosperity, says our rule, are the merits (the excellencies) of a monk. The second is the purification from vices, and the last and most perfect is the constant (continued) love of God."
a) By this are meant the oldest Christian hermits and Ascetics in Egypt, who, as well as their predecessors, the Therapeutae and the Essenes, had served as role models to the Culdees in their lives, and in setting up their monasteries, as Ledwich proves historically. H. "Universal Love" (charity,) not just philanthropy, but love for all living things, ("to all our fellow creatures," Browne: "towards all our fellow human beings, or fellow creatures." Johnson gives the following meanings of charity. — * "Charity 1) tenderness, kindness, love; Here Charity is taken in the third meaning, because a passage from the Bible lies at the foundation, (this is pronounced in Browne's Master Key as well, Q. 131, here p. 195, compare Q. 112, here p. 176,) and who exercises fervency toward nature in this biblical sense, the same will be expressed to him also in the other meanings mentioned by Johnson. Since this universal love is compatible with each Christian-ecclesiastical system, so the Papist clergy-minded, who, incidentally, very much corrupted and distorted the ancient masonry, could leave this shrine of Freemasonry untouched, even more so as the Benedictines, especially those who lived under the Rule of the reformed Cluniac monks, the most widespread in England, as well as those under the monastic orders that stood under the pope, were especially venerable and meritorious, and appreciated erudition, insofar as it did not bring into conflict with the Pope domination (the hierarchical system). Therefore, the NE. Grand Mastership has also changed and refined the meaning of the Jacob Ladder handed down to them in it: that the ladder with its three rungs on the Bible rises to the heavens, and the brethren on its three rungs, denoting Faith, Love and Hope, are to soar to heaven, emblematically signified by the ceiling of the lodge. (Browne, Q. 127 - 133, together with its rich in content explanations.) The doctrine of Universal Love (άγαπη, charity), as described by Preston and Browne, is presented in the NE. ritual particularly detailed and beautifully. I encourage the God-fervent and humanity-fervent reader, to look up these main points (here, p. 194 -199, and Preston's eulogy, here, p. 199 et seq.), and also to assess there my comments, where I demonstrate that under charity is actually sensed, thought of, and felt Intimacy with Nature; where I explain what Intimacy with Nature is (see p. 167 note 110 and from p. 194 on, the notes 127, 129, 131, 133), and that this word obtains its full meaning only if by the words: Nature, is understood God itself, and all finite beings in God, even us, "provided we live and interact and exist in God." [See here, p. 199, note 131]. "Your peace may rest upon us." The catechetical piece noted with GM. (here, p. 34 f.) accentuated: "Peace be here!" Answ. "I hope there is." =326= This is probably sprung from the Christian, "Peace be with you!" I also think the kiss of Newly admitted, very likely originally ritualistic, is related to the kiss of peace and love of the earliest Christians, which constituted a portion of their secret worship (of the later part of the missa fidelium) (see Vogel's "Antiquities of the first Christians;" Hamburg 1780; p. 203.!) and is an equally respectable and nice usage, as this Christian one. "Which lives and reigns." Are missing here the words "with Thee and the Holy Spirit," which point to the doctrine of the Trinity; perhaps because the Culdees, following the teaching of the ancient Greek church, deviated from the Roman church with respect of the doctrine of the Trinity, especially of the Holy Spirit. "May all be united, as One." For the historical explanation of this expression, I invite the reader to look up the passages from the du Cange Glossary, which I have compiled in IV, p. 367 - 373; especially those, which under the words Fraternitas (note 5), are quite worthy to be gleaned, (n. 5). "Laymen were admitted by the monks to the participation of the prayers, of the vote and of the benefices (in partecipationem orationum, suflragiorum et Beneficiorum); either merely as brothers or as brothers and monks. (See Eckhardum Jung de Casibus S. Galli c. 1, p.37, etc., et Monastic. Angl. I, p. 53, 331, etc.!) " This happens with emperors, kings, soldiers, etc., of which examples are set forth. "Suchlike fraternities were "imparted" to them in chapter [Assembly], by virtue of the book," (on the Gospels). Now is quoted from the Book of Statutes of the Order of Sempringham (see here, IV, p. 372!): "So if a bishop, or abbot of the Canonicorum Regularium [of the religious community], or of the monks, or a king, who enters the chapter, then all shall stand and bow before him, as he passes by them. But if he asks for membership, then all shall stand and pronounce the psalm: Behold, how good and how pleasant it is, you brethren, to dwell together (in one)! etc. (Ecce quam bonum etc.) And if to him is awarded [membership in] the fraternity, then his hands shall be placed on the Book "(that is, the Gospels) etc. =327= Now follow also examples, that women were admitted in similar manner. Since, as Anderson (Book of Constitutions of 1738, page 62, and of 1756, p. 82) and the York Constitution tell, the other way around is also proven, that the builders held their lodges in monasteries, in a similar fraternization with the monks, and the monasteries had their permanent brothers masons, master masons (see du Cange under the words: Magister, and S. Wilh. Const. Hirsaug. by Herrgott!) (and likewise the Templars): so it may well be that this passage in the prayer has been initiated by the aforementioned usage. — In the Hickes Thesaurus we find quoted many fraternities (Fraternities and Guilds) of religious and secular people, and of both combined, among others also the fraternization of the abbots of several neighboring monasteries, who "want to be brethren amongst themselves, as one soul" (esse ut anima una. See also du Cange under the word: Fraternitas, n. 3!). — The dominant inclination to unite intimately, in friendly fraternization by the bond of religion, of chivalry, of the administration of justice and of poetry, is a beautiful feature of the Middle Ages in general, and our Masonic fraternity is only a single branch of this tree with many branches of more intimate, more confidential conviviality. Intimate friends promised on the Book of the Gospels at that time, as now only spouses, indissoluble love and loyalty in the sight of God and of the congregation. (See du Cange Glossarium, word: Fratres spirituales, [here IV, 371] and of him also: Dissertation 21, on Joinville!) a)
a) See the collected information, IV, 367 - 377! The expression: All united as One, however, is probably taken directly from the Gospel of John (John 17, 31 et seq.). After Jesus had washed his disciples feet (John 13), celebrated the Last Supper, had imparted the most important teachings in the most fervent love, and had done for them the solemn opening of the Passover Festival, so that he now dying, wanted to win the most beautiful victory over the demon of the not God-fervent world, he said praying fervently toward nature: "Not for these my disciples only I pray, but also for all who through their teaching believe in me: that they may All be One, =328= just as thou, o Father, art in me, and I in thee, that they also may be One in us: that the world may believe that thou hast sent me." — We also find in the Gospel of John this great principle of true Life-unity of God-fervent people among themselves in God, in and with God, along with so many other meaningful teachings, images and customs. Hence it is probably chiefly, and even more so as a result, that it is pitched in the lodge, both because it is the fundamental teaching of Masonry itself, as because it contains the history of John the Baptist (See the remarks to question 12 above!) Incidentally, the doctrine of the unity of life of each individual man with God, and of all God-fervent people among themselves in and with God, is one doctrine stemming from the earliest times of the human race, in the Vedas, (see the Upanishads, and Anquetil du Perron's observations about it!) which lives in every God-fervent soul among the more educated people. I cannot leave unnoticed that among all the now existing branches of Christianity, particularly in terms of the basic doctrine of union with God and of the prayer, none as well as altogether, so completely and so accurately agree with the Culdees, the founders of the spiritualizing Masonry (of the speculative Masonry, spiritual Masonry) of the Middle Ages, than the Quaker; as the reader will promptly see from the following general testimonies, given of them by a calm, impartial observer (Eichhorn, in his History of Literature, (1810) in the 6th Volume, Sect. 1, p. 531 f.). "Even the Quaker — Sons of Light — set the spirit of religion in that respect, to live in communion with God, to pay attention to the inner light, to break away from the vanity of the world, to live in the fear of God and in the feelings of human equality." |
Noch muß ich zu meiner obigen 27sten Note, als einen Beweis, daß faithful treu, nicht rechtgläubig, heißt, auch B. I, Abth. 1, S. 42, Z. 25, anführen. "Durch die Erkenntniß unsers Herrn Jesu Christi." Schon aus dieser Stelle, aber auch noch aus andern Thatsachen, ist zu schließen, daß die Stifter dieses Gebrauchthumes Christen waren, daß sie die Religion Jesu als die der Vollendeten anerkannten, =317= auch die Maurer in und durch dieselbe vollenden und zu derselben ausbilden wollten; wenn gleich aus andern Stellen hervorgeht, daß sie in Menschen von allen Gottinnigkeitbegriffen ("Religionen") den Menschen liebten, und mit ihnen menschlich und liebreich umgehen wollten; Welches ja selbst ein Grundsatz der unverfälschten Lehre Jesu ist.
a) Diese Aüßerung stehet in der IV, S. 536 f. erwähnten Schrift: Ahiman Rezon, und ist auch in der neusten Ausgabe derselben vom J. 1813 wiederholt. Der Verfasser dieser Schrift, =319= L. Dermott, war im J. 1771 deputirter Großmeister im Stuhle der Großloge alter Maurer zu London unter dem Großmeister Duke of Athol. In seiner (p. XVII ff. stehenden) Address to the Gentlemen of the Fraternity (wo er sich noch D. G. M. unterschreibt,) stellt er unter andern 9 casuistische Fragen, den Gegensatz der ancient und der modern Masons betreffend, auf, deren 7te folgende ist: "whether it is possible to initiate or introduce a Modern Mason into the Royal-Arch Lodge (the very essence of Masonry) without making him go through the ancient ceremonies? Ans. No." "Ob es möglich ist, einen modernen Maurer" (des neuengl. Großlogensystems) in die Royal-Arch Loge (die wahre Wesenheit der Maurerei) einzuweihen oder einzuführen, ohne ihn die alten Feiergebräuche durchgehen zu lassen? Antw. Nein." → Capitultage dieser Royalarch-Maurerei sind, wie bereits erwähnt, schon in dem Free-Masons Calendar for 1777 und 1778, (den beiden ersten von der Großloge selbst amtlich herausgegebnen Jahrgängen,) angezeigt, und zwar in jedem Monat, außer den 4 Sommermonaten, einer. In den neuesten Jahrgängen, die ich vor mir habe, vom J. 1804 und vom J. 1806, sind zwar, aus Klugheit, diese Tage nicht mehr bemerkt; allein dieser höhere Grad wird noch ebenso bei der Großloge in London (und selbst bei der Großloge der alten Maurer) gespendet und feierlichst geübt, als früherhin: wie Dieß wohlunterrichtete Zeugen versichern. Dieses wird gegenwärtig in der im Jahr 1813 durch die vereinten Londoner Großlogen gedruckten Vereinurkunde, (act of union, welche in den vorhin angeführten "Mittheilungen des Brs. Moßdorf übersetzt stehet,) sowie in andern amtlichen Urkunden der neuen Großloge zu London offen bekannt, und damit entschuldiget, daß diese Royal-Arch-Maurerei "eine weitere Ausführung und Vollendung des Meistergradesa), also zu diesem, als darein inbegriffen, gehörig =320= sei." → [— Die Stifter des NE. …]
a) In Preston's Illustrations of Masonry, vom J. 1812, stehet p. 309 - 311 eine belehrende Nachricht über das Verhältniß des Grand Chapter of Harodim, des Großcapitel der Harodim der R. Arch Maurerei, zu der NE. Großloge und zu der Masonbrüderschaft, wovon ich das Merkwürdigste aushebe, umsomehr, da diese Nachricht über die Aüßerungen der neusten Londoner Großloge Licht verbreitet. — "Am 4ten Januar wurde zu London das Großcapitel der Harodim eröfnet. Obwohl dieser Orden sich von alten Zeiten herschreibt, und in verschiedenen Theilen von Europa geschützt worden ist, so ist doch eine nach schriftlicher urkundlicher Verfassung bestehende Errichtung einer solchen Verbindung in England nicht bekannt. Vor einigen Jahren wurde er nur schwach ermuntert, aber seit sein Verdienst weiter untersucht worden ist, hat er den Schutz einiger Maurer von hohem Stande erhalten. — Die Mysterien dieses Ordens sind diesem Institute selbst eigenthümlich, während die Lectionen (Fragstükke) des Capitels jeden Zweig des maurerischen Systems in sich enthalten, und die Kunst der Maurerei in einer vollendeten und vollständigen Form darstellen." Diese Versicherung Preston's, welche mit den Behauptungen Dermott's übereinstimmt, streitet ganz mit jener Versicherung, welche (s. oben, im Texte!) die Vereinurkunde (Act of union) der neusten Londoner Großloge giebt; denn nach Preston und Dermott ist das System der Maurerei in der Royal-Arch-Maurerei, und zwar in vollendeter, vollständiger Gestalt, enthalten; nicht aber umgekehrt. Daß dieses Vorgeben irrig ist, wird die dereinstige Bekanntschaft mit der Verfassung und dem Gebrauchthume dieser Royal-Arch-Maurerei lehren, wenn man selbige auch nur mit dem Geschichtbegriffe der reinen, echten Maurerei vergleichen, geschweige, wenn man sie nach dem Urbilde des Menschheitbundes würdigen wird. — Br. Feßler hat in seiner mehrerwähnten critischen Geschichte der Freimaurerbrüderschaft (S. 660 - 674) vieles Schätzbare über die Geschichte der Royal-Arch-Maurerei bis zum J. 1782, gesammelt. — (Ein bei Gelegenheit der Vereinigung der beiden Großlogen in London im J. 1813 erschienenes sinnbildliches Kupfer enthält zwar die Worte: "no Harodim! no Kopts!" "keine Harodim! keine Kopten! Allein dieser Ausruf kann wider das amtliche Geständniß der Behörde selbst in der act of union gar Nichts beweisen.) → — Die Stifter des NE. Großmeisterthumes vom J. 1717 wollten also (sowie das Großmeisterthum der alten Maurer zu London, und sowie, noch heute das neue aus beiden vereinigte Großmeisterthum daselbst,) allerdings diejenige Partei der Christen, welcher sie angehörten, und die sie für die beste hieltena), obgleich ein großer Theil =321= der damaligen Brüder widerstrebten,a) in und durch die Freimaurerbrüderschaft befördern (siehe IV, S. 23 f., n. a, und S. 47, n. a)!); dachten aber dabei sehr duldsam (tolerant) und liebevoll gegen alle Menschen, und anerkannten die Maurerbrüderschaft als eine der ganzen Menschheit eigne, auf reine Menschheit und Menschlichkeit gerichtete, die ganze Menschheit beseligende, gesellschaftliche Anstalt, sowie sie dieselbe auch als eine solche geschichtlich überliefert schon vorfanden (s. die Y. Const. und IV, 46 f., n. c!); und haben sich so durch ihre Stiftung ein unvergängliches Verdienst um die Menschheit erworben. → [In Ansehung der noachidischen …]
a) Wren, der als Großmeister die Maurerei in England gehoben und vervollkommnet hat, (s. das Sachverzeichniß unter: Wren!) und in hohem Alter noch im J. 1717 lebte, war ein aufgeklärter Protestant; Anderson war ein presbyterianischer Geistlicher, und Desaguliers ein französischer Reformirter; und die Stifter des NE. Großmeisterthumes legten bei Bestimmung des Zwekkes der Brüderschaft, =321= und insonderheit bei Bestimmung des Verhältnisses desselben zu der Religion und zum Christenthume die Lehre des Comenius und Dessen urbildlichen Plan, einen allgemeinmenschlichen Verein, als wahrhaft allgemeines, (catholisches) Christenthum, zu stiften, zum Grunde; wie ich bei genauer Durchforschung sämmtlicher Schriften des Comenius entdeckt, und in der vorliegenden Schrift bewiesen habe. (Siehe das Sachverzeichniß unter: Comenius!) — Da nun die damalige Brüderschaft viele sehr eifrige römisch-catholische Christen zu Mitgliedern hatte, welche zum Theil wohl die Brüderschaft als ein Mittel benutzen wollten, oder doch betrachteten, mit den Stuart'schen Königen zugleich auch das pabstlich-catholische Kirchenthum in England wieder herzustellen: so ersehen wir hieraus zugleich, daß das neugestiftete Großmeisterthum durch die Annahme der Lehre allgemeiner Religionduldung und durch ihr Bekennen zu dem Protestantismus in ihren gesellschaftlichen Formen und Gebräuchen, sich bei dem protestantischen Könige am besten von dem Verdachte, daß sie wohl den Plan der Stuart'schen Familie in ihrem geheimen Vereine betreiben möchten, reinigen konnten; daß sie sich aber ebendadurch Haß, Spott und Verfolgung ihrer andersdenkenden römisch-catholischen und stuartischgesinnten Brüder zuziehen mußten, welche ihnen reichlich zu Theil geworden sind; wie es viele Streitschriften damaliger Zeit beweisen. (Siehe unter andern die GM. beigefügten satyrischen Briefe, und meine, hier S. 26-31 befindliche, Vorerinnerung zu GM. und Pr. !) a) Dieser neuen Einrichtung und Grundbestimmung des Zwekkes der Brüderschaft mußten widerstreben: alle Anhänger der Stuart'schen Partei und der Jesuiten, alle römisch-catholische, alle streng orthodoxe Mitglieder der hochbischöflichen Kirche, alle Zunftmaurer, welche die ausübende Maurerei auch in der Folge als Hauptsache beibehalten wünschten, endlich alle Anhänger der alten Maurergebräuche und Verfassung. Deßhalb mußten die Stifter der NE. Großloge sehr behutsam, umsichtig und mit bedächtiger Langsamkeit zu Werke gehn. → In Ansehung der noachidischen Gebote aber ahmten sie, der Yorker Constitution treu, (siehe die Anmerkungen zu derselben!) den Juden nach, welche die bloßen Judengenossen, und =322= die unter ihnen in Judäa wohnenden Heiden, darauf verpflichteten, und in die Vorhalle des Tempels zuließen, in Hofhnug, sie zu Proselyten zu machen, und dann ihrem Volke einzuverleiben. In ähnlichem Sinne scheinet mir auch das NE. Großmeisterthum alle Menschen in den ersten Grad, den sie ebenfalls als Vorhalle, die orthodoxe, blind kirchglaubige Royal-Arch-Maurerei aber als das Innerste und die Vollendung der Maurerei, betrachten, aufzunehmen, wenn sie nur Gott nicht leugnen und die noachidischen Gebote, sowie Treue und Rechtschaffenheit, als Äußerung der Religiosität anerkennen: indem die Großloge hoffte, durch den Besuch der Logenversammlungen nach und nach zu dem von ihr als einzig echt angenommenen schriftlichen Glaubenbekenntnisse hinzuführen. — Übrigens enthält schon ihr Lehrlinggebrauchthum kirchlich-dogmatisch-orthodoxe Stellen und Gebräuche in Menge, mit welchen ein Nichtchrist unmöglich einstimmen kann; und ich sehe nicht ein, wie ein Israelit oder Moslem, oder überhaupt irgend ein Nichtchrist, solche Antworten zu geben sich entschließen könne, als von ihm in der Loge, z. B. nach Browne's 144ter, 131ter, 132ter und mehren Fragen, verlangt werden. Die Meinung aber, daß das NE. Großmeisterthum gegen die christliche Religion, oder wenigstens gegen das Kirchenthum, sich völlig gleichgültig und unentschieden (indifferent) verhalte, und alle Religionen an seinen Ort gestellt sein lasse, erscheint mir völlig ungegründet, und beruht auf einigen Stellen in den alten Pflichten, welche den Worten nach religiösen Indifferentismus anzudeuten scheinen, allein dem Sinne und der, im Zusammenhange der Constitutionen, des Gebrauchthumes und des Lehrlingfragstükkes einzig möglichen, richtigen Auslegung nach, mit den eben ausgesprochenen Thatsachen sehr gut bestehen, und mit der Überzeugung, daß das Christenthum die Religion der Vollendeten sei, sich sehr wohl vertragen.a) =323=
a) Daß Dieses wirklich den Sinn sei, worin Anderson, Desaguliers und die mit ihnen vereinten Brüder das erste Altgesetz dahin bestimmten, daß auch gutgesinnte, gottbekennende Nichtchristen in die Brüderschaft anfgenommen werden sollten, wurde mir seit dem Jahre 1810 noch weit wahrscheinlicher, da ich bemerkte, daß jene ehrwürdigen Bruder in Hinsicht der Annahme der noachidischen Gebote der Lehre des damals sehr berühmten Seldenus in seinem Naturrechte, (s. hier IV, S. 332 n. a!) und in Hinsicht des Planes, durch =323= die Masonei alle gutgesinnten Menschen endlich zu einer allgemeinen, im echten Sinne "catholischen", christlichen Kirche zu vereinen, der Lehre und dem Entwürfe des Comenius getreulich folgten. In Hinsicht dieses letzten Behauptung bitte ich den Leser, sich mit den in mehren Stellen dieses Werkes (z. B. hier S. 139 ff.) gelieferten Beweisen bekannt zu machen, und zugleich zu beachten, in welche Verbindung die Wiedergeburt der Freimaurerbrüderschaft im J. 1717 mit den Entwürfen, welche Valentin Andreae, der gefeierte, inniggeliebte Lehrer des Comenius, machte, zu einem allgemeinmenschheitlichen Vereine tritt (Vergl. hierüber: Nicolai's einige Bemerkungen usw. wider Buhle, 1806, S. 30 - 45!). Diese Beziehung bringt zugleich die weitere Ausbildung der Freimaurerbrüderschaft im 17ten und in dem ersten Viertel des 18ten Jahrhunderts mit der Rosencreuzerei in eine ganz andere Verbindung, als die ist, welche Bruder Nicolai in seinen Schriften (siehe hier: IV, S. 278, die genaue Angabe hierüber!) geschichtlich erwiesen zu haben glaubte, nehmlich nicht mit der, wider die Absicht ihres Veranlassers, des Val. Andreae, entarteten Rosenkreuzergesellschaft, sondern mit der urbildlichen Lehre des Val. Andreae selbst, wie solche in den Schriften seines Schülers, des Comenius, geläutert und ausgebildet, erscheint. Daß Ashmole, der im J. 1646 als Maurer aufgenommen wurde, damals auch Mitglied eines astrologischen und alchemischen Vereines war, und daß daher durch ihn, und seine Genossen, die von Val. Andreae herrührende Schrift: Fama fraternitatis, 1614, welche sich als Anhang befindet an der Schrift: Allgemeine und General - Reformation der ganzen weiten Welt, beneben der fama fraternitatis, etc. Regensburg, 1781) und die übrigen Schriften und Lehren dieses Mannes auch den dortigen Freimaurerlogen bekannt worden sein konnten, ist dem Br. Nicolai, als nicht unwahrscheinlich, zuzugeben; daß aber seine Annahme des Ursprunges der Freimaurerbrüderschaft, die er hieraus abgeleitet zu haben glaubte, irrig ist, davon giebt der geschichtliche Inhalt meiner Schrift den Erweis; (siehe hierüber I, S. 80 ff. und das Sachverzeichniß unter: Ashmole!) auch haben Dieses die Brüder Vogel und Feßler in ihren mehrerwähnten Schriften schon gezeigt. "Seiner Familie verderblich ist." Daß diese Worte ein späterer Zusatz seien, kann nicht daher erwiesen werden, daß die Stifter der christlichen Freimaurerei unverheirathete Mönche gewesen. Denn es gab in den ersten Jahrhunderten, und in England noch weit später, ebenso gut verheirathete Mönche, als unverheirathete; sogar wurden in Mannsklöster Weiber und Jungfrauen als geistliche Schwestern, als sorores spirituales, (s. die Stellen aus du Cange hier IV, 367 - 373!) nicht selten aufgenommen; sowie unter den Maurern ein ähnliches Verhältniß der Weiber stattgefunden hat. Auch gilt ja diese Vorschrift hier nicht für die Mönche, =324= sondern für die Bauleute selbst. Den bessern Sinn dieser Vorschrift habe ich oben in der 66ten Note angezeigt. Browne sagt gar, anstatt Familie, Bekanntschaften, Verbindungen (connections). "Wann wir der Verderbniß entgangen sind, die durch die Lust in die Welt gekommen ist." Hierin besteht, nach der Lehre der Mystiker, ''die Reinigung, die Rükkehr in den Stand der Unschuld.'' (S. Arnoldi hist. et descript. theol. myst.; Francof. 1702, p. 111, n. 15!) — In der Ordensregel des Columbanus, eines irländischen, culdeischen Mönches, welche Holstenius herausgegeben, und Ledwich (in seinen "Antiquities of Irland;" Dublin, 1790; p. 407 s.) übersetzt im Auszuge und mit Anmerkungen mittheilt, heißt es über die 4te Regel so: 4) "Von der Armuth und Beilegung der Begierlichkeit (der Lust, of concupiscence). Allezeit, — so sagen die egyptischen Priester,a) auf die Erkenntniß und Eingebung (inspiration) Gottes gerichtet zu sein, ist der sichere Weg, den Menschen wider unmäßige Begierden sicher zu stellen, seine Gemüth - Leidenschaften (mental passions) in Zaum zu halten, und ihn beschaulich (intuitive) zu machen. Entblößtheit von äußeren Gütern (nakedness) und Verachtung des zeitlichen Wohlstandes, sagt unsre Regel, sind die Vorzüge (the excellencies) eines Mönches. Das Zweite ist Reinigung von Lastern, und das Letzte und Vollkommenste ist die stetige (continued) Liebe Gottes."
a) Hierunter sind die ältesten christlichen Einsiedler und Ascetiker in Egypten gemeint, die, sowie ihre Vorgänger,, die Therapeuten und Essener, den Culdeern bei ihrem Leben, und bei der Einrichtung ihrer Klöster, wie Ledwich geschichtlich beweiset, zum Musterbilde dienten. H. "Allgemeine Liebe," (charity,) nicht nur allgemeine Menschenliebe, sondern Liebe gegen Alles, was lebt, ("to all our Fellow creatures," Browne: "gegen alle unsere Mitmenschen, oder Mitgeschöpfe." Johnson giebt folgende Bedeutungen von charity an. — "Charity 1) Zärtlichkeit, Zartgefühl, Sanftheit, Liebe; Hier ist charity in der dritten Bedeutung genommen, weil eine Bibelstelle zum Grunde liegt, (sowie auch Dieses in Browne's Master-Key Fr. 131, hier S. 195, vergl. Fr. 112, hier S. 176, ausgesprochen ist,) und Wer Weseninnigkeit in diesem biblischen Sinne übt, an dem wird sich dieselbe auch in den übrigen von Johnson angeführten Bedeutungen äußern. Da diese allgemeine Liebe mit jedem christlich-kirchlichen Systeme verträglich ist, so konnten auch die papistisch gesinnten Geistlichen, die die alte Maurerei übrigens sehr verderbten und entstellten, dieß Heiligthum der Freimaurerei unangetastet lassen, umso mehr, als die Benedictiner, besonders die nach der Regel der reformirten Cluniacensermönche lebten, in England am meisten verbreitet, sowie unter dem Mönchorden, die unter dem Pabste standen, vorzüglich ehrwürdig und verdienstvoll waren, auch Gelehrsamkeit schätzten, soweit dieselbe sie nicht mit der Pabstherrschaft (dem hierarchischen System) in Widerstreit brachte. Daher hat auch das NE. Großmeisterthum die ihnen überlieferte Bedeutung der Jacobleiter dahin verändert und veredelt, daß diese mit ihren drei Sprossen auf der Bibel sich gen Himmel erhebt, und die Brüder sich auf ihren drei, Glauben, Liebe und Hofnung bedeutenden, Sprossen gen Himmel, als welcher die Dekke der Loge ist, ausschwingen sollen. (Browne Fr. 127 - 133, nebst Dessen gehaltvollen Erklärungen.) Die Lehre von der allgemeinen Liebe (άγαπη, charity) ist besonders im NE. Gebrauchthume, nach Preston und Browne, ausführlich und schön dargestellt. Ich ermuntere den gottinnigen und menschheitinnigen Leser, diese Hauptstellen (hier S. 194 -199, und Preston's Lobrede, hier S. 199 ff.) nachzulesen, und dort auch meine Bemerkungen zu würdigen, worin ich zeige, daß unter charity eigenlich Weseninnigkeit geahnet, gedacht und gefühlt werde; wo ich erkläre, Was Weseninnigkeit ist (s. S. 167 n. 110, und von S. 194 an die Noten 127, 129, 131, 133), und daß dieses Wort erst dann seine volle Bedeutung erhält, wenn bei dem Worte: Wesen, Gott selbst, und alle End -Wesen in Gott, auch Wir, sofern wir in Gott leben, weben und sind," [s. hier S. 199. n. 131] verstanden wird. "Dein Friede auf uns ruhe." Das mit GM. bezeichnete Fragstück (hier S. 34 f.) hebt an: "Peace be here!" =326= Answ. "I hope there is." "Friede sei hier!" Antw. "Ich hoffe, hier ist Friede." Dieß ist wohl aus dem Christlichen: "Friede sei mit Euch!" entsprungen. Auch erscheint mir der, sehr wahrscheinlich urgebrauchthumliche, Kuß des Neuaufgenommenen mit dem Kusse des Friedens und der Liebe der ältesten Christen, welcher einen Theil ihres geheimen Gottesdienstes, (der nachherigen missa fidelium,) ausmachte, (siehe: Vogel's "Alterthümer der ersten Christen;" Hamb. 1780; S. 203!) verwandt, und ein gleich achtbarer und schöner Gebrauch, als dieser christliche. "Welcher lebt und regieret." Es fehlen hier die Worte: "mit dir und dem heiligen Geiste," welche auf die Dreieinigkeitlehre hindeuten; vielleicht weil die Culdeer, der Lehre der ältesten griechischen Kirche gemäß, in Hinsicht der Dreieinigkeitlehre, besonders des heiligen Geistes, von der römischen Kirche abwichen. "Alle vereinigt sein mögen, wie Einer." Zur geschichtlichen Erläuterung dieses Ausdrukkes bitte ich, die Stellen aus des du Cange Glossarium nachzusehen, welche ich in IV, 367 - 373 zusammengestellt habe; besonders die, welche unter dem Worte: Fraternitas, (n. 5) ganz nachgelesen zu werden verdient. "Laien wurden von den Mönchen zur Theilnahme der Gebete, der Stimmen und Beneficien (in partecipationem orationum, suflragiorum et beneficiorum) zugelassen; entweder bloß als Brüder, oder als Brüder und Mönche. (Vide Eckhardum Jun. de Casibus S. Galli c. 1, p.37 etc., et Monastic. Angl. I, p. 53, 331 etc.!)" Dieß geschahe mit Kaisern, Königen, Soldaten usw., wovon Beispiele angeführt werden. "Solche Brüderschaften wurden ihnen im Capitel, vermöge des Buches," (auf das Evangeliumbuch) "ertheilt." Nun wird aus dem Statutenbuche des Ordens zu Sempringham (s. hier IV, 372!) angeführt: "Wenn also ein Bischoff, oder Abt, der Canonicorum Regularium, oder der Mönche, oder ein König, in's Capitel eintritt, so sollen Alle außtehen und sich vor ihm neigen, indem er bei ihnen vorübergeht. Wenn er aber um die Mitgliedschaft anhält, da sollen Alle außtehen, und den Psalm sprechen: Siehe, wie fein und lieblich ist's, ihr Brüder, (in Eins) zusammen zu wohnen! usw. (Ecce quam bonum etc.) Und wenn ihm die Brüderschaft verliehen wird, so lege man seine Hände auf das Buch" (das ist, auf das Evangelienbuch) usw. =327= Nun folgen auch Beispiele, daß Weiber auf ähnliche Weise aufgenommen wurden. Da, wie Anderson (Const. B. v. J. 1738, S. 62, und v. J. 1756, S. 82) und die Yorker Constitution erzählen, auch andersher bewieset ist, die Bauleute in Klöstern, in einer ähnlichen Verbrüderung mit den Mönchen, ihre Logen hielten, auch die Klöster ihre beständigen Fratres caementarios, magistros caementariorum (siehe du Cange unter dem Worte: Magister, und S. Wilh. Const. Hirsaug. bei Herrgott!) hatten (sowie auch die Tempelherren): so kann wohl diese Stelle im Gebete durch den erwähnten Gebrauch veranlaßt worden sein. — In Hickesii Thesauro finden wir viele Brüderschaften (Fraternitates et Sodalitia) geistlicher und weltlicher Personen, und Beider untereinander, angeführt, unter andern auch die Verbrüderung der Äbte mehrer benachbarten Klöster, welche "Brüder unter sich sein wollen, wie Eine Seele" (esse ut anima una. Vergleiche auch du Cange voce: Fraternitas, n. 3!) — Überhaupt ist die herrschende Neigung zu innigen, freundschaftlichen Verbrüderungen durch das Band der Religion, des Ritterthumes, der Rechtpflege und der Poesie, ein schöner Zug des Mittelalters, und unsere Freimaurerbrüderschaft ist nur ein einzelner Zweig dieses ästereichen Baumes inniger, vertraulicher Geselligkeit. Innige Freunde gelobten sich damals, wie jetzt bloß Eheleute, unauflösliche Liebe und Treue vor den Augen Gottes und der Gemeine auf das Evangelienbuch. (Siehe: du Cange Glossarium, voce: Fratres spirituales, [hier IV, 371] et ejusdem Dissert, 21 ad Joinvillam!) a)
a) Vergl. die IV, 367 - 377 gesammelten Kundnisse! Unmittelbar aber ist der Ausdruck: Alle vereinigt wie Einer, wohl aus dem Evangelium Johannis (Joh. 17, 31 ff.) genommen. Nachdem Jesus (Joh. 13.) seinen Jüngern die Füße gewaschen, das Abendmal gefeiert, die wesenlichsten und liebinnigsten Lehren ertheilt, und ihnen die feierliche Eröfnung gethan hatte, daß er nun den schönsten Sieg über den Ungeist der nicht gottinnigen Welt sterbend erringen wolle, spricht er weseninnig betend: "Nicht für diese meine Jünger allein bitte ich, sondern auch für Alle, die durch die Belehrung derselben an mich glauben: damit sie Alle Eins seien, sowie =328= du, o Vater, in mir, und ich in dir, also auch sie in uns Eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast." — Auch diesen großen Grundsatz wahrer Lebeneinheit gottinniger Menschen unter sich in Gott, und in mit Gott, finden wir, nebst so vielen andern sinnvollen Lehren, Bildern und Gebräuchen, in dem Evangelium Johannis. Daher wird es wohl vorzüglich und mehr noch deßhalb, weil es die Grundlehren der Masonei selbst, als weil es die Geschichte Johannes des Täufers enthält, in der Loge aufgeschlagen. (Siehe obige Bemerkungen zur 12ten Frage!) Übrigens ist die Lehre von der Lebeneinheit jedes Einzelmenschen mit Gott, und Aller gottinnigen Menschen unter sich in und mit Gott, eine aus den frühsten Zeiten des Menschengeschlechtes, in den Vedams, (siehe Oupnekh'at, und Anquetil du Perron's Bemerke hierüber!) stammende Lehre, welche unter den gebildeteren Völkern in jeder gottinnigen Seele lebt. Ich kann nicht unbemerkt lassen, daß unter allen jetzt lebenden Zweigen der Christenheit keiner sowohl überhaupt, als besondere in Hinsicht der Grundlehre von der Vereinigung mit Gott und vom Gebete, mit den Culdeern, den Stiftern der vergeistigenden Masonei (der Geistmaurerei, Geistmasonei) im Mittelalter, so ganz und so genau übereinstimme, als die Quaker; wie der Leser schon aus folgendem allgemeinen Zeugnisse ersehen wird, das ihnen ein ruhiger, unparteiischer Beobachter (Eichhorn, in seiner Geschichte der Literatur, im 6ten Bande, 1 Abth., 1810, S. 531 f.) giebt. "Auch die Quaker — Söhne des Lichts — setzten den Geist der Religion darin, mit Gott in Gemeinschaft zu leben, auf das innere Licht zu achten, sich von der Eitelkeit der Welt loszureißen, in der Furcht Gottes und in dem Gefühle der Gleichheit der Menschen zu leben." |
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It brings even honor to the author of this God-fervent, loving peaceful prayer, in that it is full of and animated by faith in Jesus and love for him; all the more since, except equating Jesus with God in God, it does occur in no other church-doctrinal statute. I have indicated in the 88th note (I, p. 196 et seq.) as to how, I believe, it should be prayed now. The Human Alliance will recognize Jesus as substantially significant in the evolvement of the life of the humanity of this earth; because Jesus, through his teaching, through his life and death =329= wrought for the essentials of the life formation (life invigoration, upbringing) of the human race. More than sixty generations of the most educated people, with him in their minds as ideal of God-fervent humaneness, have arisen to a purer humanity; especially through him their faith and hope in God and humanity was awakened, animated, heightened; inspired by him Thousands have fought a heroic struggle for virtue and justice, and, spiritually contemplating his life image uplifted to ideal, in dying have entered into a higher order of life. a) In the One Existing Essence, that is: in God, =330= is contained the Originally-Existing, the Eternally-Existing, the Temporal-Existing (Existence in the making, Existing in time), and the Eternally-Existing from the Origin of Time. The Originally-Existing is the Existing over and before the contrasting Eternal and Temporal Existing; the Eternally-Existing is the Existing which, as Universally-Existing, stands opposite to the Temporal-Existing, and as such is independent from Time and Temporal-Existing; the Temporal-Existing (Existing in time) is the Existing, to the extent as it in the time frame stands continually in its exclusive specificity within its boundary; the Eternally-Existing from the Origin of Time is what in the Existing through the Originally-Existing unites Eternal Existence and Temporal Existence. Each Original Concept (idea), and each Ideal is of eternal nature; the Individual Existence, as such, is of temporal nature, and each Individual Existence, archetypically configured through originally existing action, is eternally-existing from the origin of time. a) I say, a part advisedly, and add: a subordinate part; and do not I say that the present Masonic fraternity is the soon-to-be Alliance of Mankind, much less that the current Masonic fraternity, quite causes or preserves and propagates the kingdom of God itself, but only: that the kingdom of God is in man and in mankind, inasmuch as man and mankind is a part of that kingdom. See I above, p. 149, note 31, especially (page 50) to the end! I also note, that in all the English, Scottish and Irish lodges the prayer is given at the opening and at the closing of the Lodge, and at the Admission [Initiation, Passing and Raising] as well; as seen from Preston's Illustrations, from Browne's Master Key (see I, Q. 71, and page 64 and p. 80) and from Ahiman Rezon from, the Pocket Companion of London and of Edinburgh, and many other publications; where one can also read several examples of this prayers. (See some of them here I, p. 314 f., II, p. 134 f. and p. 148 f.!) These latter originated either from our format, and give the prayer again very distorted, or they are just like the older formulas, which contain very accurately several doctrines of the Church, especially the doctrine of the Trinity. =331= (See the Freemason Pocket Companion, Edinburgh, 1763, p. 146; Ahiman Rezon p. 45!) Only a few of them in Browne and Preston come close to our prayer in fervor and childlike simplicity, but not in profundity and richness of thought. According to Bro. Keher's account, also in the Scottish Lodges the Master prays after the opening of the Lodge for the blessing of the work, and at its closing gives a prayer of thanks while the brethren form the chain. — According to Browne (Q. 71) "the Candidate for admission also kneels down to receive the blessing of the prayer;" whereupon follows the prayer, which is simple, purely Christian, and without ecclesiastical-doctrinal references at all. 21st Question. "To God; what is good in its eyes that It will do ( Samuel III, 18.)." M. Br. also has these questions (72 - 74, here p. 148). The cited passage of the Bible is the utterance of Eli, after he heard how Jehovah will punish him; he said: "He is the Lord; let him do what seemeth him good." — Unconditional trust in God, without any reservation, nor caveat, by which man gives himself entirely to God, is an essential expression of Fervency toward God; because this trust is expression of the conviction: that God every instant does to every man his full right, his whole life essentiality (the Good). — It is therefore truly human, and purely Masonic as well, to question the Candidate in this manner. If, however, following the regulation of the degenerate lodges, the candidate is asked solemnly: "Do you want to give yourself totally to us?" (the fellows of the lodge, or perhaps even the alleged high superiors) then this is an unholy abuse. 22nd Question. When in the 37th Note to this question (I, 152) I declare myself against the theatrical-like, improper, so-called examinations of the candidate during the ceremony of admission [Initiation], in doing so by no means I rule out a suitable examination of him in terms of his knowledge and of his life accomplishments (theoretical and practical examinations); on the contrary, for a Society dedicated to pure humanity, in respect of the admission of adult persons, these examinations are definitely essential. But along with that is necessary that the society should have already a set of teachings conforming to the essence of the association, and should contain its fundamental doctrines illustrated in a few sentences, (for which even our second Craft document is an insufficient beginning,) and that this examination should be held in pure goodness, with open honesty, =332= with pure love, without any hidden surprise, without any cunning, hypocrisy and affectation, and should not violate the right of direct freedom (personal freedom). — It is hoped that the [Grand Lodge] uniting both Grand Lodges of London in 1813 may have abolished those unworthy practices that existed until then in the Grand Lodge of the Moderns, whereby the Initiate "had to be put in fear" (see Browne Q. 69; here p.149!) — The practices of infringing upon personal freedom is a futile pursuit, inhuman, unlawful, abusive, such as are the mentioned examinations at Initiation by various so-called lodge systems, (for example, traveling through the elements [??], dangerous body positions, adventurous steps and leaps, and several others suchlike customs.) sugarcoating them by the correlation with similar customs of the Greek and Egyptian and of other Mysteries, and wanting to represent them as profound and dignified. (See, for example, "La Franche-Maçonerie rendue à son véritable Origine, ou l'Antiquité de la Franche-Maçonerie prouvée par l'explication des mystères anciens et modernes; by Alexandre Lenoir;, Paris 1814; in quarto; particularly, the presentation of this humanity-adverse Eccentricities on several of its 10 engravings!) [Freemasonry rendered according to its true origin, or the antiquity of Freemasonry proved by the explanation of ancient and modern mysteries. See also "The Rite of Memphis-Misraim']. Because, in this respect, those mysteries are subject to the same censure, and unfortunately with it, those very correlations have come into the degenerate ritual of several so-called lodges systems, particularly French, in that their secrets-addicted members, in order to fit their newly purpose-built rituals, made use of all information that they could muster about the mysteries of the ancients, even without having them tested properly. (Compare my remarks on Lawrie's History, p. 319 - 321 and p. 342 f.!) — That I hereby do not blame or reject the imitation of older societies in what is good and beautiful in them, the reader can see from my frequent attempts: to submit documentarily the essentials of the purely-human teachings of the Essenes, of the Sufis, of the Culdees to the general knowledge of the fraternity. 23rd Question. I will not completely deny whether the three-times here had or had not meant something after all. At the dedication of churches a solemn procession was also held around them, and thereby examined =333= whether they stood in the line of holiness, that is, exactly east and west. (See: The Antiquities of England and Wales by Grose, London, 1787; Vol V, p. 179, and: Eadmer in Life of St. Dustan!) In Br.the Candidate is indeed led around; but it is not specified how many times. — When a Roman slave was freed, his head was shaved and he was given a hat; he was then lead around in a circle (in gyrum agebatur) and told: "you shall be free! therefore, go anywhere you like!" ("liber esto, atque abito quo voles!") 24th and following Questions. See the explanation of this point in M.; above I, p. 316 f.!) 29th Question. "He sent me back." From this we can clearly see, that the obligation is performed down on the floor at the western end of the rectangle, such as has been taught from M. above (I, p. 317). The Master then probably came down to him (I, p. 237). In NE. Systems, on the other hand, the Candidate draws near the Master in the East by three steps, and the so ingenious approach to the meaningful rectangle is lost. That is why even Dermott mocks it in the Ahiman Rezon (1813 edition, p. XXV) with the words: |
Es gereicht überhaupt den Verfassern dieses gottinnigen, liebefriedlichen Gebetes zur Ehre, daß dasselbe von Glauben an Jesus und von Liebe zu ihm, die sie beseelte, voll ist; umsomehr da, außer der Gleichsetzung Jesus in Gott mit Gott, sonst keine kirchenlehrliche Satzung darin vorkommt. Wie ich glaube, daß jetzt gebetet werden solle, habe ich in der 88ten Anmerkung (I, S. 196 ff.) angedeutet. Der Menschheitbund wird Jesus als wesenlich im Entfaltgange des Lebens dieser Erdmenschheit anerkennen; denn Jesus hat durch seine Lehre, durch sein Leben =329= und Sterben für die Lebenbildung (Lebbelebigung, Erziehung) des Menschengeschlechtes Wesenliche gewirket. Mehr als sechzig Geschlechter der gebildetsten Völker haben sich, ihn als Urbild gottinniger Menschlichkeit im Auge, zu reinerer Menschlichkeit erhoben; vorzüglich durch ihn wurde ihr Glaube und ihre Hofnung in Gott und Menschheit geweckt, belebt, erhöht; durch ihn begeistert haben Tausende den Heldenkampf für Tugend und Recht gekämpft, und sind, sein zum Urbilde erhobenes Lebenbild geistig beschauend, in eine höhere Ordnung des Lebens sterbend eingegangen.
a) In dem Einen Wesenlichen Wesens, das ist: Gottes, =330= ist enthalten das Urwesenliche, das Ewigwesenliche, das Zeitwesenliche (Werdwesenliche, Zeitlebliche), und das Urzeitewigwesenliche. Das Urwesenliche ist das über und vor dem Gegensatze des Ewigen und Zeitleblichen Wesenliche; das Ewigwesenliche ist das Wesenliche, welches als Allgemeinwesenliches dem Zeitwesenlichen entgegenstehet, und als solches unabhängig von Zeit und Zeitleben ist; das Zeitwesenliche (Zeitlebliche) ist das Wesenliche, sofern es in der Zeit stetig in seiner Grenzheit entgegengesetzte sich ausschließende Bestimmtheit ist; das Urzeitewigwesenliche ist das im Wesenlichen durch das Urwesenliche vereinte Ewigwesenliche und Zeitwesenliche. a) Ich sage mit Bedacht, einen Theil, und setze hinzu: einen untergeordneten Theil; auch sage ich nicht, daß die jetzige Freimaurerbrüderschaft, der werdende Menschheitbund sey, geschweige die jetzige Freimaurerbrüderschaft, das Reich Gottes selbst ganz bewirke oder erhalte und fortpflanze, sondern nur: das Reich Gottes im Menschen und in der Menschheit, sofern der Mensch und die Menschheit ein Theil dieses Reiches ist. Siehe oben I, 149, n. 31, besonders (S. 50 zu Ende! Noch bemerke ich, daß in allen engländischen, schottländischen und irländischen Logen bei'm Eröfnen und bei'm Schließen der Loge, sowie bei der Aufnahme, gebetet wird; wie man aus Preston's Illustrations, aus Browne's Master Key (S. I, Fr. 71; und S. 64 und 80) und aus Ahiman Rezon, dem londoner und edinburgher Pocket Companion, und andern Schriften mehr, ersieht; wo man auch Mehre dieser Mustergebete nachlesen kann. (Siehe einige hier I, S. 314 f., II, S. 134 f. und S. 148 f.!) Diese Letzteren sind entweder aus unserer Formel entstanden, und geben sie sehr entstellt wieder, oder es sind gleichfalls ältere Formeln, die mehre Lehrsätze der Kirche, besonders die Dreieinigkeitlehre, sehr sorgfältig enthalten. (Siehe the Freem. Pock. Comp., =331= Edinburgh, 1763, p. 146; Ahim. Rez. p. 45!) Nur wenige davon im Browne und Preston kommen unserem Gebete an Innigkeit und kindlicher Einfalt, nicht aber an Tiefsinn und Reichthum der Gedanken, nahe. Nach des Brs. Keher Berichte betet auch in den Schottländischen Logen der Meister nach Eröfnung der Loge um Segen zur Arbeit, und bei dem Schlusse derselben, während die Brüder die Kette bilden, ein Dankgebet. — Nach Browne (Fr. 71) "kniet der Aufzunehmende auch nieder, um die Wohlthat eines Gebets zu empfangen;" worauf das Gebet selbst folgt, welches einfach, reinchristlich, und ganz ohne kirchenlehrliche Stellen ist. 21te Frage. "Zu Gott; Was in seinen Augen gut ist, das wird er thun. (1 Sam. III, 18.)" M. Auch Br. hat diese Frage (72 - 74; hier S. 148). Die angeführte Bibelstelle ist der Ausspruch Eli, nachdem er vernommen, wie Jehovah ihn strafen werde; er sagte: "Er ist der Herr; er thue, Was ihm wohlgefällt." — Unbedingtes Gottvertrauen, ohne allen Rückhalt, noch Vorbehalt, worin der Mensch sich Gott ganz überläßt, ist eine wesenliche Äußerung der Gottinnigkeit; denn dieses Vertrauen ist Äußerung der Überzeugung: daß Gott jedem Menschen jedaugenblicklich sein ganzes Recht, sein ganzes Lebenwesenliche (Gute) thue. — Es ist daher echtmenschlich, also auch reinmasonisch, den Aufnahmling also zu fragen. Wenn aber, nach der Vorschrift entarteter Logen, der Aufnahmling feierlich gefragt wird: "wollen Sie sich uns (den Genossen der Loge, oder wohl gar den angeblichen hohen Obern) ganz überlassen?" so ist Dieses ein unheiliger Mißbrauch. 22te Frage. Wenn ich mich in der 37ten Note zu dieser Frage (I, 152 ) wider die schauspielhaften, unlauteren, sogenannten Prüfungen des Aufnahmlinges währender Aufnahme erkläre, so will ich damit zweckmäßige Prüfung desselben in Hinsicht seines Erkennens und seines Lebwirkens (theoretische und practische Prüfungen) keinesweges ausschließen; vielmehr sind diese für eine reiner Menschlichkeit gewidmete Gesellschaft hinsichts aufzunehmender Erwachsner durchaus wesenlich. Nur ist dazu erforderlich, daß der Verein schon eine wesengemäße Bundlehre habe, und deren Grundlehren in wenigen Sätzen dargestellt enthalte, (wozu selbst unsere zweite Kunsturkunde ein unzureichender Anfang ist,) und daß diese Prüfung mit offener =332= Ehrlichkeit, mit lauterer Liebe, ohne allen Hinterhalt, ohne alle List, Verstellung und Heuchelei, sich rein im Guten halte, und das Recht der selbwesenlichen Freiheit (der persönlichen Freiheit) nicht verletze. — Es ist zu wünschen, daß die im J. 1813 vereinten beiden Großlogen zu London diejenigen bis dahin bei der neuenglischen Großloge bestandnen unwürdigen Gebräuche, wodurch der Aufnahmling "in Furcht gesetzt werden" sollte (s. Browne Fr. 69; hier S. 149!) abgeschafft haben möge. — Es ist ein vergebliches Streben, widermenschliche, widerrechtliche, mißhandelnde, die persönliche Freiheit verletzende Gebräuche, dergleichen die genannten Prüfungen bei der Aufnahme bei verschiedenen sogenannten Logensystemen sind, (z. B. Reisen durch die Elemente, gefährliche Leibstellungen, abentheuerliche Tritte, und Sprünge, udm.) durch Übereinstimmungen mit ähnlichen Gebräuchen der griechischen und egyptischen und anderer Mysterien beschönigen, und als tiefsinnig und ehrwürdig darstellen zu wollen. (Siehe z. B. die Schrift: "La Franche-Maçonerie rendue à son véritable Origine, ou l'Antiquité de la Franche-Maçonerie prouvée par l'explication des mystères anciens et modernes; par Alexandre Lenoir;" à Paris, 1814; in 4.; besonders, die Darstellung dieser menschheitwidrigen Abenteuerlichkeiten auf mehren der 10 Kupfertafeln!) Denn jene Mysterien unterliegen in dieser Hinsicht demselben Tadel; und leider sind eben jene Übereinstimmungen dadurch in das entartete Gebrauchthum mehrer, besonders französischen, sogenannten Logensysteme gekommen, daß die geheimnißsüchtigen Mitglieder derselben alle Nachrichten, die sie über die Mysterien der Alten aufbringen konnten, sogar, ohne sie gehörig geprüft zu haben, benutzten, um ihre neuangefertigten Gebrauchthümer damit auszustatten. (Vergl. meine Bemerkungen zu Lawrie's Geschichte, S. 319 - 321 u. 342 f.!) — Daß ich hierdurch nicht die Nachahmung älterer Vereine im Guten und Schönen tadle oder verwerfe, ersieht der Leser aus meinen vielfachen Bemühungen: die wesenlichen reinmenschlichen Lehren der Essener, der Soofi, der Culdeer zu allgemeiner Kenntniß der Brüderschaft urkundlich vorzulegen. 23te Frage. Ob nicht das Dreimalige hier doch Etwas bedeutet habe, darüber will ich nicht völlig absprechen. Bei der Einweihung der Kirchen wurde auch ein feierlicher Umzug um dieselbe gehalten, und dabei untersucht, =333= ob sie in der Linie der Heiligkeit, das ist genau Ost und West, standen. (Siehe: The Antiquities of England and Wales by Grose; London, 1787; Tom V, p. 179, und: Eadmerus in vita Dunstani!) Im Br. wird der Aufzunehmende zwar herumgeführt; wievielmal aber, wird nicht bestimmt. — Wenn ein römischer Sklav freigelassen wurde, so wurde ihm das Haupt geschoren und ein Hut geschenkt; dann wurde er umgedreht (in gyrum agebatur) und gesagt: "du sollst frei sein! gehe also hin, wohin du willst! " "(liber esto, atque abito, quo voles!)" 24te und ff. Frage. Siehe die Erläuterung dieser Stelle in M.; oben I, 316.!) 29te Frage. "Er schickte mich zurück." Hieraus sieht man deutlich, daß die Verpflichtung unten am westlichen Ende des Vierekkes am Boden geleistet wird, sowie oben aus M. (I, 317) beigebracht worden. Der Meister kam dann wahrscheinlich (I, 237) zu ihm herab. Im NE. Systeme dagegen nahet sich der Aufzunehmende durch drei Schritte dem Meister in Osten, und das so sinnreiche Herantreten an das bedeutungvolle Viereck geht verloren. Deßhalb spottet auch Dermott im Ahiman Rezon (ed. 1813, p. XXV) mit den Worten: |
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"Several whimsical modes were proposed, some of which were adopted (around the year 1717): the absurdity of them being such, I shall decline inserting them here. After many years observation, a form of walking was adopted, actually ridiculous. I conceive, that the first was invented by a man grievously afflicted with the sciatica. The second by a sailer, much accustomed to the rolling of a ship. And the third by a man, who, for recreation, or through excess of strong liquors, was wont to dance the drunken peasant." — The meaningful position at right angles (see I, p. 156; II, p. 67;! Browne, Qs. 84, 104) =334= does not deserve this ridicule, but to proceed in this manner, probably introduced by the nature of the degree, (eg, I, 267; 319) is similar to the teasing of the craftsmen, violating the dignity of Masonry, (Pr. Q. 21; Br. Qs. 78 - 84; here at p. 152 ff). 30th Question. By way of much derogation, M. gives it thus:
a) See above the passage from JB. I, p. 269! To begin with, I must cite some information from Bro. Keher pertinent to this point:
— Probably because from time immemorial, and the nature of the case, the compasses is suitable to the Master; (supra I, p. 167 col. a.) as this is expressly stated also in the System of the English Moderns (see Pr. Q. 41 and II, p. 210, Q. 143 and 145 and 155, f.!)
a) Dermott's censure cited earlier at p. 533 fits this as well indeed, likewise the specific manner to steps and to stride of the system of the English Moderns. Incidentally, the ceremonial custom of the Scottish lodges at the taking of the solemn Promise corresponds completely with JB., K., and M. =336= (see above I, p. 157, and 269, 319!), as it is evident from the following elaborated information of Bro. Keher. —
Furthermore, I remind you of the (78 - 80th) questions from Browne related to this, which give a good meaning to the steps of the Apprentice. In regard to the 41st note above (I, p. 155 of the first section) I also remark that the meaning to be placed on the square appears to be: the whole earth, the whole universe is our temple; not a single dwelling, not a finite temple. =337= That I in this very 41st note rightly quote the passage from John 1, 5, has become even more likely to me from the fact that it stands written in large characters as a heading on the lodge Certificate of Bro. Houseal (reprinted below). (See IV, p. 321.) |
"Verschiedene wunderliche Gebräuche wurden" (um's J. 1717) "vorgeschlagen, und mehre davon angenommen: da die Sinnlosigkeit derselben so groß ist, so vermeide ich, sie hier einzuschalten. Nach mehrjähriger Beobachtung (?) wurde eine Form des Schreitens angenommen, die in der That lächerlich ist. Ich vermuthe, daß die erste von einem Mann erfunden wurde, der mit der Lendengicht schwer behaftet war; die zweite von einem Seemann, der sehr an die Bewegung des Schiffes gewöhnt war, und die dritte von einem Manne, der, zur Erholung, oder durch Übermaß starker Getränke, gewohnt war, den Tanz trunkener Bauern zu tanzen." Die sinnvolle Stellung im rechten Winkel (s. I, 156; II, 67; =334= Browne, Fr. 84, 104!) verdient diesen Spott nicht, wohl aber die durch das Gradwesen eingeführten, (z. B. I, 267; 319 ) dem Hänseln der Handwerker ähnlichen, die Würde der Masonei verletzenden, Arten, zu schreiten. (Pr. Fr. 21; Br. Fr. 78 - 84; hier S. 152 ff) 30te Frage. Dieß giebt M. sehr abweichend so:
a) S. oben die Stelle aus JB. I, 269! Zunächst muß ich einige hieher gehörige Nachrichten des Brs. Keher anführen:
— Vermuthlich deswegen, weil von Alters her, und der Beschaffenheit der Sache nach, der Zirkel dem Meister eignet; (s. oben I, S. 167 col. a.) sowie Dieß auch im neuenglischen Systeme (s. Pr. Fr. 41 und II, S. 210, Fr. 143 und 145 und 155, f.!) ausdrücklich gesagt wird. "Das Logenschwerdt," (nicht der Degen,) "des Meisters vom Stuhle darf nie so, wie es in Frankreich geschieht, über die Bibel quer gelegt sein; sondern es muß zwischen dem Meister vom Stuhle und der Bibel, gleich an der Bibel, anliegen. Der Lehrlingstritt und Lehrlingsschritt muß die Figur eines Winkelmaaßes, ∟, vorstellen; der Gesellentritt und Schritt die Figur einer Setzwaage, ⊥, und der Meistertritt und Schritt bildet einen offenen Zirkel, ∨."a) Da wir aber aus M. (I, 310 ff.) gesehen haben, daß der Lehrling schon bei der Aufnahme auf das, einen Dreiangel bildende, Y tritt: so sehen wir auch hieraus bestätigt, daß man der Lehrlingaufnahme, als sie zum Lehrling grad wurde, Vieles entziehen, auch ihre Gebräuche umändern und das gegebne Sinnvolle und Einfache spielend erweitern mußte, um die beiden neuen Grade nicht ganz leer ausgehen zu lassen, und um gewissermaßen eine Stufenfolge da vorzuspiegeln, wo eigenlich ansich keine vorhanden, noch irgend in den Logen wirklich gewesen ist.
a) Hierauf paßt allerdings der vorhin S. 533 angeführte Tadel Dermott's ebenso, als auf die besonderen Arten, zu treten und zu schreiten, des neueuglischen Systemes. Übrigens stimmt der Feiergebrauch der schottländischen Logen bei der Ablegung des Gelöbnisses völlig mit JB., K., =336= und M. (siehe oben I, S. 157, und 269, 319!) überein, wie aus folgender umständlichen Nachricht des Brs. Keher erhellet. —
Noch erinnere ich an die hieher gehörigen (78 - 80te) Fragen aus Browne, welche dem Schritte des Lehrlinges eine gute Bedeutung geben. Zu obiger 41ten Note (I, 155 erster Abtheilung) bemerke ich noch, daß im Viereck der Sinn zu liegen scheint: die ganze Erde, das ganze Weltall, ist unser Tempel; kein einzelnes Haus, kein endlicher Tempel. =337= Daß ich in ebendieser 41ten Note mit Recht die Stelle Joh. 1, 5 anführe, ist mir auch daraus noch wahrscheinlicher geworden, daß sie als Überschrift über dem unten beigedruckten Logencertificate des Brs. Houseal groß geschrieben steht. (S. IV, S. 321.) |
About the Oath and the Vow of Secrecy of the Newly Admitted, as it was originally, was altered, and should now be establishedIn order to make a proper perception about the vow, whereby the newly admitted is obligated by the fraternity, it is necessary, first of all, to hear the voice of history, which is first imparted to us in a reliable, specific message in the York Constitution of the year 926. In the very same it is said:
Here it is spoken, within the meaning of the Middle Ages, of a solemn commitment (obligation) on the book of the Gospels. In order properly to understand this, one must know that, after the installation of the Roman Emperor converted to Christianity, all solemn obligations, contracts and protestations, even in the courts, were entered into under oath by the laying of hands on the Gospel book. Originally, however, this usage is an imitation of the Jewish ancient and, even today, habitual oath, (See Rabbi David from Jerusalem, VIII, v. 20) and occurred already before the first Christian Councils. Justinian let the gospel lie down before the judgment court from the beginning of every legal Process up to the final judgments.a) Solemn judicial oaths were sworn in the churches on the Gospel book before the congregation. (See 1. Novel. The oath. that is made by those who have admin, accip.; and Harmenopoulos, Lib. 1, Epit. tit. VII, at the end!) [See also here] =338=
a) This is similar to what Justinian ordered, to lay the sacrosanct Gospels before every judicial court, and leave them there from the beginning of the dispute during all proceedings until the end and the definition of the judgment. Under feudal Law, the Feoffee must swear allegiance to his feudal Lord laying the hands on the Gospel book. So were also sworn on the Gospel book bishops and clergy of the lower orders; and it was customary in all religious orders as well, to obligate the members by laying the hands on the Gospel; this also was no less the case among the religious orders of knighthood. Even those admitted in their fraternities by the monks and regular Canons (Canons Regular), laymen of all kinds, men, women, emperors, kings, artisans and serving brothers, were inaugurated and obligated with this vow on the Gospel book, whether they were to be spiritual brothers, for participation in the benefices of the fraternity (to spiritual and physical benefactions, that is, prayer, burial, requiem mass, etc.) or be admitted truly as monks. (See about this in du Cange's instructive information in his Dictionary of mediae et infimae latinitatis the word: Fraternitas, 5; where other sources are demonstrated; and Veterum Scriptorum et Monumentorum etc. [Ancient Writers and Monuments etc.], study by Martene and Durand, in several passages!) a) Therefore, in lack of historical information, nothing could also be assumed other than: that the Masons too must have admitted their brethren with the same usage generally applicable at that time; especially since they owed their whole institution to various fraternities of monk. But we see that this usage has really been continually customary among the masons for the fact, that it has been communicated unchanged in the one from Preston, (see his Illustrations, 1788, pp. 100 et seq., and in 1792, p. 96 ff. and here IV, p. 4 ff.!) and also in the Lodge of Antiquity of London in the originally existing, written revision of the old Laws and Duties under King James II,b) as well as in Prichard's Masonry Dissected, in the Preface,c) where is found given with the formula: "tunc unus ex senioribus teneat librum et illi ponant manum suam supra librum;" "then held one of the elders, the book;" (that is, in the language of the Middle Ages: the Book of the Gospels;) "they (the candidates for admission) however, are to put their hands on it. =339= Also, in the later written laws (in the said third Craft Document, the York Constitution,) the reading of the Constitution is impressed upon the Candidate. Anderson's Book of Constitutions of 1723 was intended to be read out on this occasion, as its title page precisely states; and Preston insisted so much about it, that it is done even to this day; — as it would be also certainly necessary.a)
a) See IV, p. 367 - 374! b) See the same IV, 4 ff.! c) See the same before p. 58 f., and compare the passage of an ancient constitutions document mentioned in Note b)! a) Compare p. 108, note 9 here! |
Über den Eid und das Gelöbniß der Verschwiegenheit des Neuaufgenommenen, wie es ursprünglich war, verändert wurde, und jetzt eingerichtet werden sollte.Um sich über das Gelöbniß, wodurch der Neuaufgenommene der Brüderschaft verpflichtet wird, eine richtige Vorstellung zu machen, ist es nöthig, vor Allem die Stimme der Geschichte zu hören, welche uns zuerst in der Yorker Constitution vom J. 926 hierüber eine zuverlässige, bestimmte Nachricht ertheilt. In derselben heißt es:
Hier ist von einer feierlichen Verpflichtung (Obligation) auf das Evangeliumbuch, im Sinne des Mittelalters, die Rede. Um Dieß gehörig zu verstehen, muß man wissen, daß, nach der Einrichtung der römischen zum Christenthum bekehrten Kaiser, alle feierliche Verbindlichkeiten, Verträge und Betheurungen, selbst in den Gerichthöfen, durch Auflegen der Hände auf das Evangeliumbuch eidlich eingegangen wurden. Ursprünglich aber ist dieser Gebrauch eine Nachahmung des jüdischen, uralten und noch heute gewöhnlichen Schwures, (S. Rabbi Dav. ad Jes. VIII, v. 20) und kommt schon auf den ersten christlichen Concilien vor. Justinian ließ das Evangelium vor dem Richterstuhle hinlegen vom Anfange jedes Processes bis zum Endurtheile.a) Feierliche gerichtliche Eide wurden in den Kirchen vor der Gemeinde auf das Evangeliumbuch geschworen. (Vide 1. Novel. Jusjurand. quod praestatur ab iis, qui admin, accip.; et Harmenopulum, Lib. 1, Epit. tit. VII, in fine!) =338=
a) Simile est, quod jussit Justinianus, ut ante sedem judicialem sacrosancta deponerentur Evangelia, et ibi ab initio litis in omnibus cognitionibus usque ad terminum et definitionem sententiae permanerent; l. rem non novam in fi. princ. C. de judic. Nach dem Lehnrechte muß der Belehnte, auf das Evangeliumbuch die Hände legend, seinem Lehnherrn Treue schwören. So wurden auch Bischöfe und Geistliche der niedern Ordnungen auf das Evangeliumbuch vereidet; und es war bei allen religiösen Orden gebräuchlich, die Mitglieder ebenso durch Auflegen der Hände auf das Evangelium zu verpflichten; auch war Dieß bei religiösen Ritterorden nicht weniger der Fall. Selbst die von den Mönchen und Canonicis Regularibus (Chorherren) in ihre Brüderschaften aufgenommenen Laien aller Art, Manner, Weiber, Kaiser, Könige, Handwerker und dienende Brüder, wurden mit diesem Gelöbniß auf das Evangeliumbuch eingeweiht und verpflichtet, sie mochten nun zu geistlichen Brüdern, zur Theilnahme an den Beneficien der Brüderschaft, (zu geistlichen und leiblichen Wohlthaten, das ist Gebet, Begräbniß, Todtenmesse usw.) oder wirklich als Mönche, aufgenommen werden. (Siehe hierüber des du Cange belehrende Nachrichten in seinem Dict. med. et inf. latin. voce: Fraternitas, 5; wo noch andere Quellen nachgewiesen werden; und Veterum Scriptorum et Monn. collectio, studio Martene et Durand, in mehren Stellen!) a) Daher könnte auch, im Mangel geschichtlicher Nachrichten, nicht anders angenommen werden, als daß auch die Maurer ihre Mitbrüder mit demselben, damals allgemeingeltenden, Gebrauche werden aufgenommen haben; zumal sie ihre ganze Einrichtung verschiedenen Mönchbrüderscaften verdankten. Daß aber dieser Gebrauch wirklich bei den Maurern fortwährend üblich gewesen, sehen wir daraus, daß er sich unverändert in der, von Preston mitgetheilten, (S. Dessen Illustr., 1788, S. 100 ff., und 1792, S. 96 ff. und hier IV, 4 ff.!) noch bei der Lodge of Antiquity in London im Original vorhandnden, unter König Jacob II. geschriebnen, Bearbeitung der alten Gesetze und Pflichten,b)sowie auch in Prichard's Masonry dissected in der Vorrede,c)mit der Formel angegeben findet: "tunc unus ex senioribus teneat librum et illi ponant manum suam supra librum;" "dann halte Einer von den Ältesten das Buch;'' (das heißt in der Sprache des Mittelalters: das Evangeliumbuch;) "sie (die Aufzunehmenden) aber sollen die Hand darauf legen. =339= Auch in den späterhin an die dritte Kunsturkunde, die Yorker Constitution, geschriebnen Gesetzen wird das Verlesen der Constitution bei den Aufnahmen eingeschärft. Das Anderson'sche Constitutionenbuch vom J. 1723 war bestimmt, bei dieser Gelegenheit vorgelesen zu werden, wie die Überschrift desselben besagt; und Preston dringt sehr darauf, daß es auch heut zu Tage noch geschehe; — wie es auch allerdings erforderlich wäre.a)
a) Siehe IV, S. 367 - 374! b) Siehe dieselben IV, 4 ff.! c) Siehe dieselbe vorn S. 58 f., und vergleiche die in Note b) erwähnte Stelle einer alten Constitutionen-Urkunde! a) Vergl. hier S. 108, n. 9! |
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So, according to this, pursuant to the York Constitution, precisely this constitution and laws were read to each candidate for admission; and he then vowed solemnly on the Gospel book: to fulfill the duties, which the fraternity places on him, and to faithfully uphold all its laws. Now, since in the York Constitution it is indeed called for secrecy in respect to professional secrets (according to the principles established in the Interrogation under Henry VI.); so was this vow certainly, indirectly, also a vow of secrecy, to which now everything that applies is what I have already said (in my liturgical Catechism, and in I, p. 18 and p. 158, note 44), and will say further below. But it was not just, or principally, a vow of secrecy, but rather mainly a promise to practice the teachings of the fraternity, and to be faithful to its regulations. The formulation of this oath was certainly very simple, in the likeness to its closing. Because the usual formula in the Middle Ages said: "So help me God and his holy Gospels!" ("Ita me Deus adjuvet, et haec Sancta Evangelia!") Among the Anglo-Saxons the oath formulas were likewise extremely simple, and also the penalties for perjury, as compared to other very harsh sentences, very moderate still, and quite unlike to that threatened in the so-called Masonic oath. (See such-like formulas in Hickes Thesaurus Vol. II. Diss, op., p. 112!) Secrecy and the, anyhow known, penalties of perjury were probably hardly even specifically mentioned in this formula; the assumption of which is disproved by the fact, that in that old Masonic Constitution, which I will append (from the Encyclopaedia Londinensis N. 988. p. 478 ff.) as our third Craft Document, formed according to that of York, it is expressly stated =340= "that during the entire reading of the Old Charges (the charges and regulations) the Candidate for admission was to lay his hand upon the Gospel Book;" ancient usage which is also observed by the Israelites in taking the oath with the Scroll of the Law, even today.
a) See here page 44 f., and the comments thereon! I say advisedly: this formula, handed down in GM., comes closer to the most ancient than the ones present in K. and JB.; but not: it is the formula itself; because I have no strict historical evidence for the last assertion. The formula of the toast, which is pretty much far younger than the guild-sounding little rhymes in Prichard are, (see here p. 44 f.!), is therefore for us noteworthy, because it is said there: "the brethren have vowed to love each other;" of which there is no trace in the oaths currently found in our JB., K. and M.. However, the author of K. reports also: "that the brethren highly practiced the loving one another", etc. (See I above, p. 186, line 30 from the bottom!) What's more, is that traces of the ancient genuine obligation are found even in the Fellowcraft and Master Oaths communicated in K. and in JB.. I have already shown in several places, that after the concoction and introduction of the Fellowcraft and Master's degree, to which the political purpose gave emergence, a lot was taken away from the ancient Apprentice Lecture, and the same was often adulterated. (See Sect. I, pp. 147 and 200!) This appears to happen also with the Oath. Because, after the solemn vows of secrecy, in the Fellowcraft oath, as in the Master oath as well, it says: "I will also keep all the secrets of my brother as my own, =342= except treason and murder, and this by my own free will — I will not do injustice (wrong), or let injustice be done to any brother, but rather, so far as I can, I will give him word of all danger." And in the Master Oath is still posited thereto: "I also swear to be guided by all the laws and institutions of this Lodge." "He kisses the Book." The NE. Grand Mastership also has maintained this early Christian usage, as the reader can read about it here (p.154) in Browne's 87th question. This form of "sealing" takes place also in the Fellowcraft and Master degrees — The taking of the oath on the Book of Gospels was and probably still is common in all Orders of chivalry. Ashmole describes the Installation in detail in his work about: The Order of the Garter, — The Order of the blue Garter (p. 355) thus: "The performance of the oath and the kissing the Gospel Book is totally alike to that of the Masons." These knights celebrate also, as the Masonic Grand Lodges, a large festival (Graud Feast), which is also described in detail. — How old, incidentally, is this usage, is also evident from the following passage of the book: Paciaudi's de cultu St. Johannis Baptistae Antiquitates etc.; Rome 1755, p. 420.
I believe the origin of the quite reprehensible Oath formula (present in our document,) occurred this way. — Even before the times of the unfortunate King Charles I., especially after the shakeup of the hierarchy in England under Henry VIII., the construction Lodges [of operative Masons], standing in close connection with the Roman-Catholic clergy and deviating from the ancient original Masonic teachings, have been dealing with ecclesiastical and political affairs. But since the misfortune of Charles I, who is listed by Anderson as Grand Master of the fraternity already in 1625, decided to take a much large portion of the Masons in his party; and they had probably watched over some part (in the year 1648) of the last attempt of the Scots and Welsh, to save both the King and the Parliament.a) → [After the execution …]
a) In 1641, for example, in the oldest Lodge in Edinburg, the lodge St. Mary's Chapel, "the well-born Robert Moray, quartermaster general in the army in Scotland, was chosen as a Master of Masons." (From Bro. Jones's essays Freemasonry in the Enclyclopaedia, thranslated into German in Bro. Moßdorf's mentioned " Mittheilungen" p. 160.) → After the execution of this unfortunate King (1649), the royalist used the silent [cover of] Masonic lodges to assemble, to consult, and to work towards putting his son, Charles II, on the throne; which also completely succeeded in 1660, certainly not alone, not even mainly, but surely not without their cooperation with the Monk General. In this break-neck, but in the eyes of those faithful to the king [Jacobites], completely righteous intent, in the struggle against the crafty Protector, Oliver Cromwell was especially necessary the greatest circumspection. Also, the insiders could not trust every Mason. So they chose the means of a narrower circle of adepts, in the guise of a secret degree, which was dressed up in several Masonic rituals and many new emblems, in which, under the myth of the slain and raised master builder Hiram, they hid their plot.
a) See also in the Baptism of Hansenio de Jurej. Vett. cap. XXI, on the Oath of Silence "Is it possible that the oath of silence was not brought here in Britain on the occasion of the most serious conspiracy? Catesby on this point warns: ""do not undertake anything, before you have sworn. No one but us was in conclave, where with our hand we touch the book in which are recorded the prayers to the deity, and on uttering the oath we promise to keep absolute silence."" Under these circumstances, should we now not entirely drop that unworthy, reprehensible in every respect Oath formula, from our Ritual? =345= — It does not even deserve only to be read. At least we should revert to the oldest mode of making a vow, as described in the York Constitution and in GM. This promise should no longer be set on indefinite concealment of a secret, which has completely changed in nature, and of which, because it is no longer political long since, every brother is obliged to examine whether it should, must, and can still be secret in our times. I have already mentioned (I, 161 Sect. b) that a mere allowance of [being permitted] a private oath on the part of the state, by no means justifies the application of an oath at the pledge of admission in a purely human association. Also, such an oath is not allowed in all states; and the so-called Masonic oath in particular has often, and in various countries of Europe, become an occasion for harsh persecutions of the fraternity. At least the Masons, — that is, if they, according to their purpose, are purely human-minded people, — must, according to the principles of their art, set aside this oath of admission, even if the state allows such private oath, but even if the state forbids it for a different reason. — Because to the taking of an oath, when it should be in accordance with pure morality, belongs an explicit "being commanded"; but such a imperatives must be intrinsic to the essence (nature) of the thing being sworn, and to its relation to the swearing, as essential to life, that is, as good, and therefore as inevitably logically proceeding from it: otherwise it is a sacrilege to invoke God and eternal life, to everything that is sacred to us. I am firmly convinced, for reasons and by profound examination of the eternal original concept (idea) of humanity and of its life, which Freemasonry and the fraternity, even if unconsciously, from the beginning of their existence has laid at the foundation, that not a single inner basis for the farthest remote concealment of the purpose of our convivial works, of our customs and symbols, opportune in the peculiar essence (nature) of the thing, is present, and that to a greater degree lay upon us the responsibility of the present state of life of mankind, the duty to reshape our association into an open society dedicated to all of mankind, — to the Human Alliance, — and consequently also to constitute it in Liturgy and Constitution, and in the whole practices new, beautiful as it was, and fruitful. *
a) See previous p. 45, note 42 f.! Even Bro. Feßler, whose services for the higher education of our association will always be justly appreciated, wants the oath formula mentioned here, (see Feßler's Writings etc. 3rd part, p. 79 - 80) which he, unjustly, calls the ancient Oath Formula, be brought to know to the brethren merely for historical knowledge:
— Through my own personal research, and as a result of all my endeavors in science and art, the primordial concept of humanity and of the Human Alliance has become clear to me; trough the most laborious investigations, =348= without in so doing having to thank no lodge or lodges association in the least, I have attained the conviction, that the Masonic fraternity ist the embryo of this ever-essential Alliance. This is a property of my mind and heart, in respect of which, however, I do not ascribe to myself the slightest merit. Nothing in the world is to prevent me from so openly informing the contemporaries and posterity of what was found, as recognized essential to the higher education of mankind, and as my own conscience demands it. I have never anywhere pledged to conceal universal human truths; and the prospect of abuse and calumnies of ignorance and of secret addiction obliged me yet particularly to obey God and conscience alone. — I conclude with a beautiful passage of Lessinga)
a) See Lessing's Little Writings, in his Complete Writings, 5th part, p. 136, about the by him so-called Testament of John, which he imparts from Hieron. in Ep. ad Gal., c. 6, German and Latin. |
So wurden demnach jedem Aufzunehmenden, der Yorker Constitution zufolge, eben diese Constitution und Gesetze vorgelesen; und er gelobte dann feierlich auf das Evangeliumbuch an: die Pflichten zu erfüllen, die ihm die Brüderschaft auflege, und alle ihre Gesetze treulich zu halten. Da nun in der Yorker Constitution wirklich Verschwiegenheit in Ansehung der Kunstgeheimnisse (nach den im Fragstükke unter Heinrich VI. aufgestellten Grundsätzen) gefordert wird; so war auch dieß Gelöbniß allerdings, mittelbar, ein Gelöbniß der Verschwiegenheit, von welchem nun alles Das gilt, was ich schon (in meinem liturg. Fragstükke, sowie I, 18 und 158 n. 44,) gesagt habe, und weiter unten sagen werde. Aber es war nicht bloß, oder vorzüglich, ein Gelöbniß der Verschwiegenheit, sondern hauptsächlich ein Gelöbniß, die Lehren der Brüderschaft auszuüben, und ihren Gesetzen treu zu sein. Der Ähnlichkeit nach zu schließen, war die Formel dieses Gelöbnisses gewiß sehr einfach. Denn die gewöhnliche Formel im Mittelalter hieß: "So helfe mir Gott und sein heiliges Evangelium!" ("Ita me Deus adjuvet, et haec sancta Evangelia!") Bei den Angelsaxen waren die Schwurformeln ebenfalls höchst einfach, sowie auch die Strafen des Meineides noch immer, im Verhältniß anderer sehr harten Strafen, sehr gelinde, und den im sogenannten Freimaurereide gedrohten ganz unähnlich. (Siehe dergleichen Formeln in Hickesii Thes. Tom. II. diss, op., p. 112!) Verschwiegenheit, sowie die, ohnehin bekannten, Strafen des Meineides, wurden in dieser Formel wohl schwerlich noch besonders erwähnt; welche Annahme dadurch widerlegt wird, daß in jener alten, nach der Yorker gebildeten Maurer-Constitution, welche ich (aus the Encyclopaedia Londinensis N. 988. p. 478 ff.) der ersteren, als unserer dritten, Kunsturkunde beifügen werde ausdrücklich =340= gesagt wird, "daß während der ganzen Vorlesung der Altgesetze (the charges and regulations) der Aufnahmling die Hand auf das Evangeliumbuch legen solle;" welcher uralte Gebrauch auch von den Israeliten heute noch mit der Gesetzrolle bei Ablegung des Eides beobachtet wird. Und hiermit stimmt auch Prichard's Erzählung (siehe hier S. 58 f.!) und das Bruchstück einer alten Constitution, welches Preston mittheilt, (hier IV, 4,) überein. Da nun diese in den alten Constitutionen enthaltenen Gesetze (charges and regulations) nach der ausdrücklichen Versicherung der alten Constitutionen, Alles enthalten, wozu sich der Aufnahmling verpflichten mußte, und in selbigen (siehe in allen Ausgaben des NE. Constitutionen-Buches, unter andern auch hier in IV, den 4ten und 5ten Punkt des VIten Altgesetzes [old charge] und die Yorker Constitution!) schon die wesenlichen Vorschriften über das Geheimhalten vorkommen; auch der Aufnahmling nur Eine Verpflichtung ablegte: so ist hierdurch die Annahme noch eines besondern Eides der Verschwiegenheit, also auch das Vorgeben der Echtheit der obigen Eidformel, völlig widerlegt; und wir lernen außerdem hieraus, Was noch weit wichtiger ist: daß diejenigen Vorschriften und gesetzlichen Bestimmungen über die maurerische Verschwiegenheit als die einzig geschichtlich echt überlieferten anzuerkennen sind, welche die Yorker Constitution, und die nach ihr vor dem Jahr 1717 gebildeten Constitutionen, (sofern ihr Inhalt mit der Y.C. einstimmt,) sowie die erste Kunsturkunde, (s. I, 18, n. *) !) enthalten; und daß dagegen die seit der Mitte des 17ten Jahrhunderts, des politischen, die Masonei entweihenden, Zwekkes wegen, willkührlich angenommenen Veränderungen über die Art und Grenzen der maurerischen Verschwiegenheit, sowie auch diejenigen gesetzlichen Bestimmungen hierüber, welche die im Jahr 1717 gestiftete NE. Großloge in ihrem Constitutionenbuche seit jenem Jahre bis z. J. 1813 angenommen, und endlich diejenigen Bestimmungen, welche die seit 1813 gestiftete neuste Londoner Großloge, oder auch jede andere Großloge neuerer Zeit, festgesetzt haben, sofern sie mit der Yorker Constitution und der ersten Kunsturkunde streiten, nicht für alt- und echtüberlieferte allgemeine Gesetze des Masonbundes geachtet werden können; sodaß dieselben zwar jeden diesen Behörden untergebenen Maurer allerdings verbinden, hingegen der Maurer, =341= als solcher, nur dann sie zu beobachten verpflichtet ist, wenn er sich zu diesen Großlogen hält, oder im Fall er Dieses nicht that, nur insoweit, als er diese Verfügungen dem Urbegriffe des Menschheitbundes und dem geschichtlichen Musterbilde der Freimaurerbrüderschaft gemäß findet.
a) Siehe hier S. 44 f., und die Bemerkungen dazu! Ich sage mit Bedacht: diese in GM. überlieferte Formel kommt der ältesten näher, als vorliegende in K. und JB.; nicht aber: sie ist selbst diese Formel; weil ich für die letzte Behauptung keinen strengen geschichtlichen Beweis habe. Die Formel des Gesundheittrinkens, welche, sogut wie die Zunftreimchen im Prichard, weit jünger ist, (siehe, hier S. 44 f.!) sind deßhalb für uns merkwerth, weil darin gesagt wird: "die Brüder haben geschworen, sich einander zu lieben;" wovon in unserm in JB., K. und M. vorliegenden Eide keine Spur ist. Indeß meldet auch der Verfasser von K.: "daß sich die Brüder hoch verschwören, einander zu lieben" usw. (Siehe oben S. I, 186, Z. 30 von unten!) Dazu kommt noch, daß sich auch in den, in K. und JB. mitgetheilten, Gesellen- und Meistereiden Spuren der alten echten Verpflichtung finden. Ich habe schon in mehren Stellen gezeigt, daß nach Ersinnung und Einführung des Gesellen - und Meistergrades, denen politische Zwekke die Entstehung gaben, Vieles der alten Lehrlinglection entzogen, auch dieselbe vielfach verfälscht wurde. (Siehe S. I, 147 und 200!) Dieß ist offenbar auch mit dem Eide geschehen. Denn nach dem feierlichen Gelöbnisse der Verschwiegenheit heißt es im Geselleneide sowohl, als im Meistereide: "ich will auch alle Geheimnisse =342= * meines Bruders wie meine eignen bewahren, Hochverrat und Mord ausgenommen, und Das nach meinem eignen freien Willen, — Ich will keinem Bruder Unrecht thun (wrong), noch thun lassen, sondern ihm von aller Gefahr, soweit ich kann, Nachricht geben." Und im Meistereide wird noch dazu gesetzt: "auch schwöre ich, mich nach allen Gesetzen und Einrichtungen dieser Loge zu richtend." "Er küßt das Buch." Diesen altchristlichen Gebrauch hat auch das NE. Großmeisterthum beibehalten, wie der Leser hier ( S. 154) bei der 87ten Browne'schen Frage nachlesen kann. Dieses "Versiegeln" findet auch im Gesellen- und Meistergrade statt. — Die Ablegung des Gelöbnisses auf das Evangeliumbuch war und ist wohl noch allen Ritterorden gemeinsam. So beschreibt Ashmole in seiner Schrift über: the Order of the Garter, — den Orden des blauen Hosenbandes, — die Installation ausführlich (p. 355). Die Eidleistung und das Küssen des Evangeliumbuches ist ganz wie bei den Maurern. Diese Ritter feiern auch, wie die freimaurerischen Großlogen, ein Großfest (Graud - feast), welches ebenfalls ausführlich beschrieben wird. — Wie alt übrigens dieser Gebrauch ist, erhellet auch aus folgender Stelle der Schrift: Paciaudii de cultu St. Johannis Baptistae Antiquitates etc.; Romae 1755, p. 420.
Die Entstehung der in unserer Urkunde vorliegenden, ganz verwerflichen, Eidformel denke ich mir so. — Schon, vor den Zeiten des unglücklichen Königs Karl I. mochten sich die mit der römisch-catholischen Geistlichkeit in Verbindung stehenden und von der alten ursprünglichen Maurerlehre abgewichnen Baulogen mit kirchlichen und politischen Angelegenheiten befaßt haben, zumal seit der Erschütterung der Hierarchie in England unter Heinrich dem VIII. Aber seit sich das Unglück Karl des I., der schon im Jahr 1625 von Anderson als Großmeister der Brüderschaft aufgeführt wird, entschied, nahm ein großer Theil der Maurer für ihn Partei; und sie hatten wahrscheinlich sehen an der letzten Unternehmung der Schotten und Walliser, den König und das Parliament zu retten, (im J. 1648,) einigen Antheil.a) → [Nach der Hinrichtung …]
a) Im Jahr 1641 wurde z. B. bei der ältesten Loge in Edinburg, der Loge St. Mary's Chapel, im Jahr 1641 "der wohlgeborne Robert Moray, Generalquartiermeister bei der Armee in Schottland, zu einem Meistermaurer erwählt." (Aus Br. Jones's Aufsätze über Maurerei in der Enclyclopaedia, deutsch übers, in Br. Moßdorf's erwähnten "Mittheilungen" S. 160.) → Nach der Hinrichtung dieses unglücklichen Königs (1649) benutzten die Königlichgesinnten die stillen Maurerlogen, um sich zu sammeln, zu rathschlagen, und es zu betreiben, daß sein Sohn Karl II. auf den Thron gesetzt würde; Welches auch, freilich nicht allein, noch vorzüglich, doch wohl nicht ohne ihre Mitwirkung dem Generale Monk im J. 1660 vollkommen gelang. Bei diesem halsbrechenden, aber in den Augen der Königlichgesinnten völlig gerechten, Vorhaben war die größte Behutsamkeit, zumal im Kampfe gegen den schlauen Protector, Oliver Cromwell, nothwendig. Auch nicht jedem Maurer konnten sich die Eingeweihecten vertrauen. Sie wählten also das Mittel eines engern Ausschusses, als eines geheimen Grades, worin sie unter der Mythe des erschlagenen und wiederzuerwekkenden Baumeisters Hiram, die in einige maurerische und viele neue Gebräuche und Embleme eingekleidet wurde, ihren Entwurf verbargen.
a) Siehe auch in Bapt. Hansenii de Jurej. Vett. cap. XXI, de jurejurando silentii! "An hinc nuperum in Britannia silentii jusjurandum in Conjur. illa graviore tractum? Catesbius ibi monet: ""nihil ante moliendum, quam omnes in silentium jurassemus. Nemo praeter nos in conclavi erat, ubi manu libellum tangimus, in quo preces ad numen descriptae sunt, oonceptisque jurisjurandi verbis invicem silentii fidem damus."" Sollten wir nun nicht, unter diesen Umständen, jene unwürdige, in jeder Hinsicht verwerfliche, Eidformel ganz =345= aus unserem Gebrauchthume weglassen? — Sie verdient es nicht, auch nur noch verlesen zu werden. Wir sollten wenigstens zu der ältesten, in der Yorker Constitution und in GM. beschriebnen, Weise des Angelöbnisses zurückkehren. Dieß Angelöbniß sollte jetzt nicht mehr auf unbestimmtes Verschweigen eines Geheimnisses gestellt sein, welches seine Beschaffenheit völlig geändert hat, und wovon, da es längst nicht mehr politisch ist, ein jeder Bruder verpflichtet ist, erst noch zu untersuchen, ob es zu unsern Zeiten noch geheim sein soll, darf und kann. Ich habe schon (I, 161 Sp. b) erinnert, daß ein bloßes Erlaubtsein eines Privateides von Seiten des Staates die Anwendung eines Eides bei dem Gelöbnisse der Aufnahme in einen reinmenschlichen Verein noch keineswegs rechtfertiget. Auch ist ein solcher Eid nicht in allen Staaten erlaubt; und der sogenannte Maurereid insbesondere ist oft, und in verschiedenen Ländern Europa's, eine Veranlassung zu harten Verfolgungen der Brüderschaft geworden. Wenigstens müssen Maurer, — das ist, wenn sie ihrer Bestimmung gemäß sind, reinmenschlich gesinnte Menschen, — nach den Grundsätzen ihrer Kunst, selbst wenn der Staat einen solchen Privateid gestattet, noch aus einem neuen Grunde aber, wenn er ihn verbietet, diesen Eid bei der Aufnahme abstellen. — Denn zu Ablegung eines Eides gehört, wenn derselbe reiner Sittlichkeit gemäß sein soll, ein ausdrückliches Gebotensein; ein solches Gebot aber muß aus der Eigenwesenheit (Natur) der zu beschwörenden Sache, und aus ihrer Beziehung auf den Schwörenden, als lebwesenlich, das ist als gut, und deßhalb als unvermeidlich, hervorgehn: sonst ist es ein Frevel, sich auf Gott und ewiges Leben, auf Alles, was uns heilig ist, zu berufen. Ich bin aus Gründen und bei inniger Beschauung des ewigen Urbegriffes (Idee) der Menschheit und ihres Lebens, welche der Freimaurerei und der Brüderschaft, wenn auch bewußtseinlos, vom Anbeginn ihres Daseins zum Grunde gelegen hat, fest überzeugt, daß kein einziger innerer, in dem Eigenwesenlichen (der Natur) der Sache gelegener, Grund der ferneren Verheimlichung des Zwekkes unserer geselligen Arbeiten, unserer Gebräuche und Sinnbilder vorhanden sei, und daß uns der jetzige Lebenstand der Menschheit vielmehr die Pflicht auflege, unsern Bund in einen öffenlichen, der ganzen Menschheit gewidmeten Verein, — zum Menschheitbunde, — umzuschaffen, und demzufolge denselben auch in Bundinnigung (Liturgie) und Verfassung, und in der ganzen Werkthätigkeit, neu, urschön und fruchtbringend zu bilden.
a) Siehe vorn S. 45, n. 42 f.! Auch Br. Feßler, Dessen Verdienste um unsern Bund mit der höheren Ausbildung des letzteren immer gerechter werden gewürdiget werden, will (s. Feßler's Schriften usw. 3ter Theil, S. 79 - 80 !) die hier mitgetheilte Eidformel, die er, mit Unrecht, die alte Eidiformel nennt, bloß zur historischen Kunde der Brüder gebracht wissen:
— Auch mir ist durch eigne Forschung, und als Ergebniß alles meines Bestrebens in Wissenschaft und Kunst, der Urbegriff der Menschheit und des Menschheitbundes klar geworden; ich habe durch die mühsamsten Untersuchungen, =348= ohne hierbei irgend einer Loge oder Logenverbindung das Geringste zu verdanken, die Überzeugung gewonnen, daß die Freimaurerbrüderschaft der Keim dieses ewigwesenlichen Bundes ist. Dieß ist ein Eigenthum meines Geistes und Herzens, in Hinsicht Dessen ich jedoch mir selbst nicht das geringste Verdienst zuschreibe. Nichts in der Welt soll mich verhindern, das Gefundene, als das zu der höheren Ausbildung der Menschheit wesenlich Erkannte, der Mitwelt und Nachwelt so offen mitzutheilen, als es mein eignes Gewissen verlangt. Nie habe ich irgendwo ein Gelöbniß gethan, allgemeinmenschliche Wahrheiten zu verheimlichen; und die Aussicht auf die Schmähungen und Verläumdungen der Unwissenheit und der Hehlsucht verpflichtet mich noch insbesondere, Gott und dem Gewissen allein zu gehorchen. — Ich schließe mit einer schönen Stelle Lessing's a)
a) Siehe Lessing's kleine Schriften, in Dessen sammtlichen Schriften, 5ten Theil, S. 136, über das von ihm sogenannte Testament des Johannes, welches er daselbst, deutsch und lateinisch, aus Hieron. in Ep. ad Gal., c. 6., mittheilt. |
A few additional Comments about the Oath.Bro. Keher mentions, "[the Oath] is likewise sworn on the patron saint of Masons, John the Baptist." (See page 297, note 6!) This is probably a newer addition of a Roman-Catholic branch of the fraternity, which may have been added in the spirit of this church in the formula: "so help me God" in addition to "and the Blessed Virgin, and all the saints, and our Patron Saint John." In the admonition preceding the performance of the oath, however, already from the earliest times, John the Baptist may also be mentioned, and has been referred to [in the Bible open at] the first chapter of the Gospel of John [the Evangelist]. — The Bible, by the way, is there in the lodge, and on the Master's table in particular, =349= certainly not at all just for the sake of swearing; this proves already its opening at the Epistle of Peter during the prayer, as well as the many biblical passages which lie at the foundation of the Craft's doctrine, symbols and practices, but in particular the choice of the Bible as the symbol of the first Great Light in Masonry. Indeed, in my opinion, the Gospel of John is not even opened merely or principally because of the reference to John the Baptist, as Bro. Keher and several other brothers think, but rather because of the doctrine of the word, of the light and of the relationships of Jesus to God and to humanity expressed in this Gospel; which were principal doctrines in the teaching concept of the Culdees. Bro. Keher further reports, "the oath is also changed three times, according to the different sign of the three degrees, on admission to Apprentice is mentioned only the tearing out of the tongue and [the cutting of the] throat, etc." This concords fully with the representation of the Fellowcraft and Master degree in JB., K., and M. Many brethren hold that, in the present Oath, to write, [indite, mark, print,] etc. the secret or secrets, is absolutely forbidden, and therefore the lodges were in contradiction with their own laws, when they wrote down the rituals, when they let lodge devices be made by non-Masons, when they set up the so-called secret printing shops, etc. But this writing itself is actually only prohibited to a limited extent to this Oath formula; only if, thereby, the secret Art would be attained unlawfully; but under secret Art is meant "the whole liturgy and its practice in the lodge." (I, p. 115 f.) The same proviso is found in the Oath formula in Prichard (here, p. 68 f.); it says: "Not to write, print, etc. so that the secret Art would become known improperly." This limitation of concealment is also common to the Ancient and Moderns English Freemasonry; and it cannot therefore, even according to current law, and in the words of this very Oath formula, justifiably be argued in the least, against the written and printed notoriousness (publicity) within the fraternity. In the 31st answer is stated: "the obligation or the oath;" here it only says: "this undertaking." [pledge] In the York Constitution and in a subsequent fragments of the Constitution which Preston imparts (see the same here, IV, p. 5, line 6 f.!) the term Oath is not used. =350= Prichard has: (Q. 3) "Obligation or Oath;" but Br. (Q. 86) has only: "solemn pledge, solemn obligation." But Browne has not communicated its formulation; Prichard, on the other hand, gives one that coincides substantially with our document (I, p. 158 ff.). "The secret Mysteries." In Prichard the Oath reads: (Q. 24) "the Secrets or Secrecy" (the secrets of the Masons, or of Masonry;) and he enunciated it thus also before (Q. 10). In Browne the Candidate is to be betray none of the "royal secrets" confided to him (Q. 85). — From it is clear, incidentally, that by "these secrets" is meant the whole intimately-bonding (liturgical) symbolic Art, because, supposedly, it can be discovered through treachery, as it is said: "whereby the secret Art could be attained unlawfully." In the appendix of the more recent York Constitution is commanded to keep the ancient boundaries of secrecy ("the Marks of Secrecy"); (see there the 14th regulation und my comment thereto!) which are therefore to be interpreted in accordance with the catechism and with the York Constitution. I have already observed (p. 161, note 45) that mystery, at the least Mysteries, here could not mean Métier, profession; and this is evident from all printed English Masonic works, particularly from the Books of Constitutions of the Grand Lodge, even from the latest of the year 1815. In the instructive, as to the older history of the fraternity, work: Firma Burghi, or historical Essay concerning the Cities, Towns and Boroughs of England by Madox, (London, 1726; Fol., p. 23 - 35) wherein the formation of guilds and confraternities is dealt with very thoroughly and in detail, stands indeed, perhaps with regard to the then thriving Grand Mastership, "It would be childish, wanting to think of any secrets in the word Mystery, which definitely means only Guild;" a) but as our Craft contains real Mysteries, that is, professional secrets and practices, =351= so this cannot befuddle us.
a) See this passage, along with several others from the mentioned work, IV, p. 283 ff.! Regarding the punishment threatened here, it corresponds with the penalty of high treason only in the fact that it is the death penalty. The peculiarity of the punishment of high treason is, to be hanged and, when still alive, the body severed, the entrails burned, and beheaded etc. (See Blackstone's — Commentaries on the Laws of England , Dublin, 1775. — Book IV, p. 92!) By contrast, I find the threatened punishment here, of cutting out the tongue, already mentioned in early times for perjurers who had sworn falsely on the Book of Gospels. (See Harmenopolum ad Tit. 7. 1.1. "The tongue ought to be cut off to those, who touching the Gospels have given oath in the temple, and then found guilty of perjury.") Perhaps the ground for this punishment of cutting off the tongue, later on threaten here too, is laid in the Roman common law; and perhaps in later times somehow it even cascaded into exacting vengeance upon the sinning member. In GM. is found: "Q. What is the point of your Entrance?" - "I keep secret and conceal it, under the penalty that to me the throat or my tongue will be cut off the head." — I am completely certain that this barbaric punishment has not been threatened, much less practiced, among the old genuine Masons abiding in their occupations within the boundaries of pure architecture and of purely spiritual Masonry. I do not want to decide, however, how early or late, if at all, is their threat older than the mid-seventeenth century; one may have perhaps introduced it in degenerate lodges as a Guild horror, to the type of teasing, or as a proverbial hype.a) (Compare previous p. 344 here!) It has nothing in common with the Anglo-Saxon penalties of perjury, which are very mild compared with their punishment threatened here. (See Wilkin's Leges Anglo-Saxonicae Ecclesiasticae et Civiles; London, 1721)
a) There is a similar saying in the German and English vernacular. * "Pour wine to the genius! The most beautiful passages about the notions of the geniuses of the ancients are perhaps: Epictetus. XIV l. 1.; Seneca Epp. 83. I invite the reader to familiarize himself, with the help of the Subject Index, with what I've gathered in IV about the doctrine and worship of genii. =352= What an ancient custom is this wine donation, incidentally, is evident from the following information of the brother Schneider, who has collected the most laborious information about the original ritual.
Toat to health after the Oath. The expression of the toast: "to the heart, that conceals, etc." belongs to the Guild short expressions, just as that little rhyme mentioned from GM. at the end of page 44 for the common toast in the same place, and as well as several such espressions in Prichard. M. translated: "May this go to the heart of us all, and keep our tongues in silence!" I have already mentioned at p. 182, note 72 above, what may be old and genuine in the convivial drink together. (See also the remark about the ceremonial lodge goblets.) =353= Even the movements in the form of the Square could be there, without directly reminding of the cutting of the throat. (See hereafter the real meaning of the throat, hand, breast and foot signs in the 42 - 46th questions!) According to Kh's. reports, in Scotland the hitting of the hands together is also commonly called firing. In the ritual of the English Moderns according to Browne, probably occurs load, charge [of the glasses], but not in the meaning of cannon, powder, firing, or some other suchlike expressions unworthy of mutually convivial joyous men. * I think the solemn meaningful attitude of the candidate, (p 154 ff.., the 42nd note), a simple, pleasant and cheerful commitment to humanity and brotherly love, the fraternal kiss of peace, a drink from the chalice of the Craft, and in the process the sight of a brother intertwined into a chain: this would have to so enliven in the newly consecrated person the notion of that blissful sensation, in which the god-fervent man, blissful in God and humanity, feels within all its human siblings as equal among equals, and gains courage and strength for a godlike life, worthy of mankind. 35th Question. "The Master and the brethren around him." M. In order to act reasonably to some extent, where the blindfold is to be maintained, although it is without reason, one could at least let the Candidate for admission put it on and take it off by himself. Yet it would be best to do away with this usage entirely, as it is incompatible with the spirit of pure humanity. ** 36th Question. — About the Three Great Lights in Masonry. I have developed and explained the purpose of this educational sign (symbol), which I view as the principal educational character (principal symbol) of the Masonry of the English Ancients, in the Liturgical Catechism opening this work, and in I, p. 165. It suggests an all-sided structural (organic and harmonic) accomplishment of the individual and of all people into One humanity. The spirit in which the Interrogation under Henry VI. and this entire ritual at hand are designed, is a sure witness that the ideal of humanitarianism and humanity hovered before the founders of the Masonry of the English Ancients, although not yet in scientific structured form, =354= and that they were inspired by love, to make this Ideal come true. Note well, that I have quoted the meaning of the principal symbol for the deeper exploratory rationality, which in itself lies indicated therein, and that I therefore assert, that their founder, — the Culdees, who, though they were equally a part of the Christian clergy of the Middle Ages, had nevertheless raised themselves above the church statutes, especially above those of the Pope and of the Roman-Catholic Church, — sensed this higher meaning. Because this ritual was made by them for all builders, for all Fellows a) of the construction Guild, and for all Lodge Masters not belonging to the clergy, and architects and patrons and friends of the guild, which they admitted and made as Masons (Accepted Masons), which they all raised to their higher knowledge and love of humanitarianism and humanity and wanted to educate them to this end. → [A philanthropic intent …]
a) Because at that time the apprentices were not members of the guild, but only fully trained guildsmen (fellows) were, as I have previously indicated (p. 278 et seq.). → A philanthropic intention which, however, for them could only succeed to a very narrow limit in a society of so diverse, and in many respects so uneducated, people! — And I say simply: that the founders have sensed the deeper meaning of the three great lights in their own way: because it would be groundless to assert, that they had developed the Ideal of humanity according to the present state of pure scientific reason (philosophy) clear and complete in all its parts, and would have applied it all-round upon our Earth, as we are able to do now-a-days in our incomparably richer and broader (as compared to those times) knowledge of countries and peoples, and for our much further thriven (as compared to the past) social conditions. — I sought to capture the spirit in the recorded words, and through a new vigorous expression of the same spirit to bring closer to our association the ideal of humanity hovering in my mind, and to further portray it in more definite outlines and better clarity for our, nay, for all times. May now likewise anyone else further spiritualize this principal symbol in his own way, =355= according to the needs of his own heart and mind! Without, however, having taken possession of the spirit of the past, and of all it is pronounced in our Craft documents, but especially in the York Constitution, and without being prepared with a more detailed knowledge of the history of the Middle Ages and of the Founders of our fraternity, it is impossible for anyone to understand this important part of ancient Masonic symbolism in the sense meant by the founders, and to appreciate, or to explain to himself, the origin of this symbol. Before I now expand further here on the Three Great Lights, I remind the reader once more about what I have taught in the foreword, in the catechism spiritualizing the fundamental symbols, and in other passages of this book a) about teaching signs (symbols) and symbolic activities (symbolic Rites), particularly about their subordinate value, and about what is needful to the Masonic fraternity in this regard. Symbols and rituals are merely minor parts of the language, and generally imply language, and therefore, like any language, presuppose intuition, insight, non-figurative knowledge of the subjects constituted in them. With regard to the explanation of the historically handed down symbols, one must keep in mind at the same time the explanation handed down together and attached in our catechism in the vernacular. — Up to this time, the fraternity has generally lacked non-figurative instruction, and a structured (organic) societal teaching: these must first be given form, and then the symbols and traditions must be assessed, cleansed and newly formed accordingly, and them in their simple subordinate value taught to the fraternity in this enhanced form, in its societal teaching and intimate bonding activities (Liturgy).
a) Readers, who want to attain a thorough insight into this subject, and to correctly appreciate my assertions about it, need only to read the points proven in the Subject Index under the words: teaching signs, symbols, symbolism, emblems, basic symbols, ritual. I have likewise explained myself earlier in general (I, in note 50, p. 166,) about the origin of our main symbol, of the three great lights in general; =356= and it is incumbent upon me now whether to add partly the historical evidence, or partly a few individual circumstances. The double symbolization of this symbol is very peculiar; namely in that the symbol of light is symbolized by the new three things physically represented, which are yet already also figuratively intertwined in another way in the whole of this imagery; as compasses and square, as principal instruments of labour, symbolize both the work and the guild.a) — This strange circumstance must now be explained historically; because without historical origination, given in the position of the building societies and the clergy, this symbol would hardly have been ever selected.
a) Therefore, even the prevailing linguistic usage, according to which Bible, Square and Compasses are themselves called the three great lights, is totally inaccurate, and imparts a very different meaning, which is in part precisely opposite to the genuine meaning intended by the founders of the ritual. |
Noch einige einzelne Bemerkungen über den Eid.Br. Keher erwähnt, "es werde zugleich auf den Patron der Maurer, Johannes den Taüfer, geschworen." (Siehe S. 297, n. 6!) Dieß ist wohl ein jüngerer Zusatz eines römisch-catholischen Zweiges der Bruderschaft, welcher im Geiste dieser Kirche bei der Formel: "so helfe mir Gott!" noch: "und die heilige Jungfrau, und alle Heilige, und unser Schutzheiliger Johannes," hinzugefügt haben mag. In der, der Eidleistung vorangehenden, Ermahnung mag aber, schon von den ältesten Zeiten her, auch Johannes der Taüfer erwähnt, und auf das erste, aufgeschlagne, Capitel des Evangelium Johannes hingewiesen worden sein. — Die Bibel ist übrigens gewiß nicht bloß um des Schwörens willen in der Loge überhaupt, und auf dem Meistertische =349= insbesondere, da; Dieß beweist schon ihr Außchlagen bei dem Briefe Petri während des Gebetes, sowie die vielen biblischen Stellen, welche der Kunstlehre, den Sinnbildern und Gebräuchen zum Grunde liegen, insonderheit aber die Wahl der Bibel zum Sinnbilde des ersten Großlichtes in der Masonei. Ja, meiner Meinung nach, wird nicht einmal das Evangelium Johannes bloß oder vorzüglich wegen der Erwähnung Johannes des Taüfers aufgeschlagen, wie Br. Keher und mehre andere Brüder meinen, sondern vielmehr wegen der in diesem Evangelium dargestellten Lehre vom Worte, vom Lichte und vom Verhältnisse Jesu zu Gott und der Menschheit; Welches Hauptlehren in dem Lehrbegriffe der Culdeer waren. Br. Keher berichtet ferner: "nach den verschiedenen Zeichen der drei Grade wird auch der Eid dreimal verändert, bei der Aufnahme zum Lehrling bloß der Ausreissung der Zunge und Gurgel erwähnt usw." Dieß ist ganz einstimmig mit der Darstellung des Gesellen- und Meistergrades in JB. und K. und M. Mehre Brüder nehmen an, es sei in vorliegendem Eide das Schreiben usw. des Geheimnisses oder der Geheimnisse unbedingt verboten, und die Logen seien also mit ihrem eignen Gesetze im Widerspruche, wenn sie Rituale niederschrieben, Logengeräthe bei Nichtmaurern machen ließen, sogenannte Geheimdrukkereien errichteten usw. Allein eigenlich ist Dieses Schreiben selbst nur bedingt in dieser Eidformel verboten; nur wenn dadurch die geheime Kunst ungesetztlich erlangt werden würde; unter geheimer Kunst wird aber "die ganze Liturgie und ihre Ausübung in der Loge" verstanden. (I, 115 f.) Dieselbe Bedingung steht in der Eidformel bei Prichard (hier S. 68 f.); es heißt dort: "nicht schreiben, drukken usw. wodurch die geheime Kunst möchte ungesetzlich erlangt werden." Diese Beschränkung des Verheimlichens ist also der alten und neuen englischen Maurerei gemeinsam; und es kann daher, selbst nach den bestehenden Gesetzen, und nach den Worten dieser Eidformel selbst, gegen die schriftliche und druckschriftliche Offenkundigkeit (Publicität) innerhalb der Brüderschaft nicht das Geringste mit Fug und Recht eingewandt werden. In der 31sten Antwort hieß es: "die Verpflichtung, oder den Eid;" hier heißt es bloß: "diese Verpflichtung." In der Yorker Constitution und in einem jüngeren Fragmente der Constitution, welches Preston mittheilt (siehe dasselbe =350= hier IV, 5, Z. 6 f.!), ist der Ausdruck Eid nicht gebraucht. Prichard hat: (Fr. 3) "Verpflichtung oder Eid;" Br. aber (Fr. 86) bloß: "feierliche Verpflichtung, solemn obligation." Doch hat Browne das Formular derselben nicht mitgetheilt; Prichard dagegen, giebt eines, was mit dem unserer Urkunde (I, 158 ff.) im Wesenlichen übereinstimmt. "The secret Mysteries; die geheimen Mysterien." Prichard liest im Eide: (Fr. 24) "the Secrets or Secrecy, die Geheimnisse, oder das geheime Wesen," (die Heimlichkeiten des Maurers oder der Maurerei;) und so drückte er sich auch zuvor (Fr. 10) aus. Bei Browne soll der Aufzunehmende Keines der ihm anzuvertrauenden "königlichen Geheimnisse" verrathen. (Fr. 85). — Daß unter diesen Geheimnissen übrigens die ganze bundinnigende sinnbildliche (liturgische) Kunst verstanden werde, ist daraus klar, weil sie ja durch Verrath soll entdeckt werden können, indem gesagt wird: "wodurch die geheime Kunst ungesetzlich könnte erlangt werden." In dem jüngeren Anhange der Yorker Constitution werden die alten Grenzen der Verschwiegenheit ("the Marks of Secrecy") zu halten befohlen; (siehe dort die 14te Verordnung und meine Bemerkung dazu!) welche also nach Maaßgabe des Fragstükkes und der Yorker Constitution auszulegen sind. Daß Mystery, am wenigsten Mysteries, hier nicht Metier, Gewerbe, bedeuten könne, habe ich schon oben (S. 161, Note 45) bemerkt; und es erhellet Dieses aus allen engländischen masonischen Druckschriften, insonderheit aus den Constitutionenbüchern der Großlogen, auch aus dem neusten v. J. 1815. In der für die ältere Geschichte der Brüderschaft lehrreichen Schrift: Firma Burghi, or historical Essay concerning the Cities, Towns and Boroughs of England by Madox, (London, 1726; Fol., p. 23 - 35) worin die Entstehung der Gilden und Brüderschaften sehr gründlich und ausführlich abgehandelt wird, steht zwar, vielleicht mit Hinsicht auf das damals aufblühende Großmeisterthum, "es sei kindisch, bei dem Worte Mystery, was durchaus bloß Zunft bedeute, noch irgend an Geheimnisse denken zu wollen;"a) allein da unsere Kunsturkunden wirkliche Mysteries, das ist =351= Kunstgeheimnisse und geheime Gebräuche, enthalten, so kann uns Dieß nicht irre machen.
a) Siehe diese Stelle, nebst mehren aus der erwähnten Schrift, IV, S. 283 ff.! Die hier angedrohte Strafe betreffend, so stimmt sie mit der Strafe des Hochverraths nur darin überein, daß sie Todesstrafe ist. Das Eigentümliche der Strafe des Hochverraths ist, gehängt und bei noch lebendem Leibe abgeschnitten und geköpft zu werden usw. (Siehe Blackstone's Comment. on the Laws of Engl. Dublin, 1775. Book IV, p. 92!) Dagegen finde ich die hier angedrohte Strafe des Zungausschneidens schon in frühen Zeiten erwähnt für Meineidige, die auf's Evangelienbuch falsch geschworen hatten. (S. Harmenopolum ad tit. VII. 1.1. "ei linguam excindi debere; qui tactis in templis Evangeliis jusjurandum praestiterit, ac deinde pejerasse deprehensus fuerit.") Vielleicht lag in dieser, nach römischem Rechte gewöhnlichen, Strafe der Grund, auch hier späterhin Zungausschneiden anzudrohen; vielleicht fiel man auch, ohne Dieß, in spätern Zeiten darauf, sich am sündigenden Gliede selbst zu rächen. In GM. (Fr. 12) kommt allerdings vor: "Fr. Welches ist der Punkt eures Antritts?" — "Ich hehle und verberge ihn, bei Strafe, daß mir mein Hals abgeschnitten, oder meine Zunge aus dem Haupte geschnitten werde." — Ich bin völlig gewiß, daß bei den alten echten, sich in ihren Beschäftigungen rein innerhalb der Grenzen der Baukunst und der reingeistigen Maurerei haltenden Maurern diese barbarische Strafe nicht angedroht, viel weniger geübt worden ist. Wie früh oder, spät man aber dieselbe, falls überhaupt ihre Androhung älter, als die Mitte des siebzehnten Jahrhunderts, ist, als ein Zunftschreckniß, nach Art des Hänselns, oder als sprichwörtliche Übertreibung,a) vielleicht in entarteten Logen eingeführt haben kann, will ich nicht entscheiden. (Vergl. hier zuvor S. 344!) Mit den angelsaxischen Strafen des Meineides, welche im Vergleich mit ihr sehr milde sind, hat die hier gedrohte Strafe Nichts gemein. (S. Wilkin's Leges Anglos., LI. Alvredi, c. 1; Eadwardi, c. 3; Athelstani, cap. 25; Canuti, 33.)
a) In der deutschen und englischen Volksprache findet sich ein ähnliches Sprichwort. "Funde merum Genio; spende dem Genius Wein!" Die schönsten Stellen über die Vorstellungen der Alten von den Genien sind vielleicht: Epictet. XIV. l. 1; Seneca Epp. 83. Ich bitte den Leser, mit Hülfe des Sachverzeichnisses, sich hier bekannt zu machen, =352= Was ich in IV über die Lehre und Verehrung der Genien gesammelt habe. Welch' ein alter Gebrauch übrigens dieses Weinspenden sei, erhellet aus folgender Nachricht des Bruders Schneider, der über das Urritual die mühsamsten Erkundigungen eingezogen hat.
Zum Gesundheittrinken nach dem Eide. Der ausgebrachte Toast: "dem Herzen, das verhehlt usw." gehört zu den Zunftreimchen, geradeso wie das Reimchen am Ende des S. 44 aus G. angeführten, an derselben Stelle gewöhnlichen Toasts, und sowie mehre solche Reimchen im Prichard. M. übersetzt: "Das gehe uns Allen zu Herzen und halte unsere Zunge in Verschwiegenheit!" Ich habe schon oben S. 182, n. 72 erinnert, was in dem geselligen Zusammentrinken alt und echt sein mag. (Siehe auch die Bemerkung über den solennen Logenbecher.) =353= Auch die Bewegungen in Form des Winkelmaaßes konnten dabei sein, ohne gerade an Halsabschneiden zu erinnern. (Siehe hernach die echte Bedeutung des Kehl-, Hand-, Brust- und Fußzeichens bei der 42 - 46sten Frage!) Nach Kh's. Berichte heißt in Schottland auch das gewöhnliche Zusammenschlagen mit den Händen Feuern. Im neuenglischen Rituale bei Browne kommt wohl Laden, Ladung, aber nicht die Ausdrükke: Kanone, Pulver, Feuern, oder sonst ein dergleichen spielender, selbst geselligfroher Männer unwürdiger, Ausdruck, vor. Denke ich mir die feierlich sinnvolle Stellung des Aufzunehmenden, (S. 154 ff., die 42te Note,) eine einfache, gemüthliche Verpflichtung zu Menschlichkeit und Bruderliebe, den Bruderkuß des Friedens, einen Trunk aus dem Becher des Bundes, und dabei den Anblick der in Eine Kette verschlungnen Bruder: so müßte Dieß im Neugeweiheten die Ahnung jener seligen Empfindung beleben, worin sich der gottinnige Mensch mit allen seinen Menschheitgeschwistern, als Gleicher unter Gleichen, selig in Gott und Menschheit fühlt, und Muth und Kraft zu einem gottähnlichen, menschheitwürdigen Leben gewinnt. 35ste Frage. "Der Meister und die umstehenden Brüder." M. Man könnte, wo das Verbinden der Augen, obwohl ohne Grund, beibehalten wird, wenigstens den Aufzunehmenden sich selbst die Binde um- und ab- thun lassen, um diesem Gebrauche das Unfreie wenigstens einigermaßen zu benehmen. Doch am besten bleibt dieser Gebrauch, als mit dem Geiste der reinen Menschlichkeit unvereinbar, ganz weg. 36ste Frage. Über die drei großen Lichter in der Freimaurerei. Den Sinn dieses Lehrzeichens (Symbols), welches ich als das Hauptlehrzeichen (Hauptsymbol) der altenglischen Maurerei ansehe, habe ich in dem dieses Werk eröfnenden liturgischen Fragstükke, und I, 165, entwikkelt und erklärt. Es deutet auf allseitige gliedbauliche (organische und harmonische) Vollendung des einzelnen Menschen und aller Menschen in Einer Menschheit hin. Der Geist, in welchem das Fragstück unter Heinrich VI. und dieß ganze vorliegende Gebrauchthum (Ritual) gedacht sind, ist ein sicherer Zeuge, daß das Urbild der Menschlichkeit und Menschheit den Stiftern der altenglischen Masonei (Maurerei), obwohl noch nicht in wissenschaftlicher =354= gliedbaulicher Gestalt, vorschwebte, und daß sie von Liebe, diese Urbilder wirklich zu machen, beseelt, waren. Man bemerke wohl, daß ich den Sinn dieses Hauptlehrzeichens (Hauptsymbols ) angab, welcher ansich für die tieferforschende Vernunft darin angedeutet liegt, und daß ich daher nur behaupte, daß die Stifter desselben, — die Culdeer, die, ob sie gleich ein Theil der christlichen Geistlichkeit des Mittelalters waren, sich dennoch über die Kirchensatzungen, zumal über die des Pabstes und der römisch-catholischen Kirche, erhoben hatten, — diesen höheren Sinn ahneten. Denn dieses Gehrauchthum wurde von ihnen für sämmtliche Bauleute, für alle Genossena) der Bauzunft und für alle nicht zu der Geistlichkeit (dem Klerus) gehörigen Bauhüttenmeister (Logenmeister) und Baukünstler und als Schutzherren (Patrone) und Freunde der Zunft aufgenommenen Masonen (accepted Masons) gemacht, welche sie Alle zu ihrer höhern Erkenntiß und Liebe der Menschlichkeit und der Menschheit erheben und dazu erziehen wollten. → [Eine menschenfreundliche …]
a) Denn damals waren die Lehrlinge nicht Mitglieder der Zunft, sondern nur ausgelernte Zunftgenossen (fellows) wie ich vorhin (S. 278 ff. ) gezeigt habe. → Eine menschenfreundliche Absicht, die ihnen indeß bei einer Gesellschaft so verschiedenartiger, und in vielem Betracht so ungebildeter, Menschen nur bis auf eine sehr enge Grenze gelingen konnte! — Auch sage ich bloß: daß die Stifter den höheren Sinn der drei großen Lichter auf ihre Weise geahnet haben: denn es wäre ungegründet, zu behaupten, daß sie das Urbild der Menschheit nach dem heutigen Zustande der reinen Vernunftwissenschaft (Philosophie) sich klar und Vollendet in allen seinen Theilen ausgebildet, und allseitig auf unsere Erde angewandt hätten, wie wir es nach unserer, in Betracht jener Zeiten, unvergleichbar reicheren und umfassenderen Länder- und Völkerkunde und nach unseren, in Vergleich mit der Vorzeit, viel weiter gediehenen geselligen Verfassungen heut zu Tage vermögen. — Ich suchte in den überlieferten Worten den Geist festzuhalten, und durch eine neue Kraftäußerung desselben Geistes das mir vorschwebende Urbild der Menschheit unserem Bunde näher zu bringen, und es für unsere, ja, für alle Zeiten, in bestimmteren Umrissen und in besserer Beleuchtung weiter zu zeichnen. Möge nun ebenso jeder Andere dieses Hauptlehrzeichen =355= auf seine eigne Weise, nach den Bedürfnissen seines eignen Verstandes und Herzens weiter vergeistigen! Ohne jedoch sich des Geistes der Vorzeit, sowie er sich in allen unsern Kunsturkunden, vorzüglich aber in der Yorker Constitution, ausspricht, bemächtigt zu haben, und ohne mit einer genaueren Kenntniß der Geschichte des Mittelalters und der Stifter unserer Brüderschaft gerüstet zu sein, ist es unmöglich, diesen wichtigsten Theil des altmasonischen Lehrzeichenthumes (Symbolik) in dem Sinne der Stifter zu verstehen und zu würdigen, oder sich den Ursprung dieses Lehrzeichens zu erklären. Ehe ich mich nun hier über die drei großen Lichter weiterverbreite, erinnere ich den Leser nochmals an Das, was ich über Lehrzeichen (Symbole) und lehrzeichenliche Handlungen (symbolische Rite), besonders über den untergeordneten Werth derselben, und über Das, was der Freimaurerbrüderschaft in dieser Hinsicht noth thut, in dem Vorberichte, in dem die Grundsymbole vergeistigenden Fragstükke, und an anderen Stellen dieser Schrifta) gelehrt habe. Symbole und Gebräuche sind bloß untergeordnete Theile der Sprache, und setzen Sprache überhaupt, und daher, wie alle Sprache, Anschauung, Einsicht, unbildliche Kenntniß der dargebildeten Gegenstände voraus. Hinsichts der Erklärung der geschichtlich überlieferten Symbole muß man sich zugleich an die in unserem Fragstükke in der Volksprache beigefügte, mitüberlieferte Erklärung halten. — Unbildliche Belehrung, und überhaupt eine gliedbauliche (organische) Bundlehre, fehlte der Brüderschaft bishieher: diese muß erst gebildet, und dann müssen die Symbole und Gebräuche danach beurtheilt, gereiniget, neugebildet, und ihnen in dieser verbesserten Gestalt ihr bloß untergeordneter Werth in der Bundlehre und der Bundinnigung (Liturgie) angewiesen werden.
a) Leser, denen es um gründliche Einsicht in diesen Gegenstand und um richtige Würdigung meiner Behauptungen hierüber zu thun ist, dürfen nur die in dem Sachverzeichnisse unter den Worten: Lehrzeichen, Symbole, Symbolik, Embleme, Grundsymbole, Gebrauchthum, nachgewiesenen Stellen nachlesen. Über die Entstehung unseres Hauptlehrzeichens, der drei großen Lichter, habe ich mich ebenfalls schon früher (I, S. 166, in n. 50,) im Allgemeinen erklärt; und es =356= liegt mir hier noch ob, theils die geschichtlichen Beweise, theils noch einige Einzelumstände hinzuzufügen. Sehr merkwürdig ist an diesem Lehrzeichen die doppelte Versinnbildung; daß nehmlich das Sinnbild der Lichter auf's neue versinnbildet wird durch drei körperlich dargestellte Dinge, die noch dazu schon auf andere Weise sinnbildlich in das Ganze dieser Bildersprache verflochten sind; indem Zirkel und Winkelmaaß, als Hauptwerkzeuge, zugleich die Arbeit und die Zunft versinnbilden.a) — Dieser merkwürdige Umstand nun muß geschichtlich erklärt werden; denn ohne geschichtliche, in der Lage der Baugesellschaften und der Geistlichkeit gegebne, Veranlassung würde wohl Schwerlich dieß Lehrzeichen je gewählt worden sein.
a) Daher ist auch der herrschende Sprachgebrauch, wonach man Bibel, Winkelmaaß und Zirkel selbst die drei großen Lichter nennt, völlig unrichtig, und gewährt einen ganz andern Sinn, der dem echten, von den Stiftern des Gebrauchthumes beabsichtigten Sinne zum Theil gerade entgegengesetzt ist. |
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Light has been at all times and with all peoples, from their first seed and up to the highest blossom of their self-consciousness, a symbol of knowledge and vibrant intuition; of this are witnesses all languages, but especially all godlike concepts (religious concepts). It is indeed of the essence to think of the eternal truth under the pleasing symbol of light. Truth is to the discerning mind what light is to the senses of the body. Light is in the physical nature (of Nature) an omnipresent, primal living, primal velocity, like the philosophical thought in the sanctuary of the Spirit. — Light is wedded to warmth, as true knowledge to the feeling. Light and warmth act in like manner on all creative forces of the physical nature (of Nature), like knowledge and feeling on the life force of the spirit. (This proves itself to be equally effective over the light only in the primal activity of the physical nature operant in the so-called life magnetism, like the whole self-awareness of the mind, in which the self-consciousness is only a part, primally acting prevails over the prying thoughts of the spiritual nature — of Reason.) Therefore, it is essentially entirely exquisite to figuratively designate by the light the supernatural knowledge of eternal and infinite things in their eternal primal concepts and ideals, and then also in their primally-invigorating and primally-beautifying =357= application to real life, and to call this light a higher and eminently great, that is in scientific terms, a light of a higher nature. a) In my opinion it has been proven now, through accurate historical and geographical investigations on peoples of India and Africa, especially by the great work about Egypt, which is displayed in Paris, that the Egyptian priestly caste, which founded and headed the Egyptian popular education, had come there from India. By the foregoing statement I do not say: that the whole human race of this earth, or even all the peoples in Africa, originated from India. b) I postulate this only as a conjecture, without being able so far to prove it historically. c) It is very likely that the teaching of John the Baptist in respect to the light was also concordant with the teachings of the Zend-Avesta, as derived from the writings held for holy by the Sabians or disciples of John. (See previous p. 303 f.!) [See also the Mandaeans] Most noteworthy in this regard is the conformity of the Essenian society in respect of the principal teachings, which the Culdees linked to the Three Great Lights of the builders' lodges. — Where the same spirit animates the people, there are cast indeed similar fruits, without any historical unity of independent existence. Hence the predetermined harmony of teaching concepts and social institutions of different times and countries, which stand either unrelated, or in distant historical correlation.
Then Philo also shows how they applied these three great principles in life, and makes of their charity and relief work in particular such a description, in regard to their general human disposition, which under the proud Jews among his own people is all the more gratifying and admirable, that can be set as a model for our fraternity. — It would be possible that this conformity in the fundamental teachings was due simply to the universal Essence, common to all men. It is undeniable however, that the monks of the Middle Ages, particularly the most ancient in Britain, Ireland and Scotland, who were completely subjected to the Roman Seat until the fifteenth century, knew the Essenes and their institutions accurately, and like the oldest confraternities of monks and all founders of them, had adopted the Essenes and Therapeutae as model of their way of life; as everyone who has made himself familiar with the evolution of monastic life knows. (See about this particularly the many times mentioned work of Bivarius!) But this much has been proven historically, and even the collection of passages I have imparted (in III) confirms it sufficiently, =360= that this Christian fervency toward God excels only through scientific spirit, through the studiousness of history, through the exercise of the arts where the opportunity presents itself, through the education of people and rulers, through the promotion of all that is good: so that one can probably surmise, that the oriental forms of Christianity have not remained unknown to them, even if no historical proofs of it would be present, as well as if the proofs are present nevertheless. a) What Vitruvius was then to the architects, that were to the monks their oral traditions about the predecessors and about the first foundation of the monastic life. All this taken together, it is therefore not improbable that the Culdees, the founders of our Masonic ritual, especially with the introduction of the spiritualization of the three great lights, have looked up at the mentioned three basic principles of the Essenes.
a) So prove, for example, the many Culdean monuments in the British Isles, through the secret teaching sign (mystical symbols) represented in them, the accurate acquaintance of the Culdees with the teachings and the institutions of Manes, and with the Christian sects coming from him. Manes, however, borrowed a great part of his teaching and the nature of symbols from Zoroaster's teachings and essence of pictorial symbols; such as long since lies before our eyes through the efforts of the noble Anquetil du Perron and the of the noble Kleuker in the very Zend-Avesta. (See about this the Illustrations in the work of Cordiner of Banff and his explanations appended thereto!) The Culdees led, in complete similarity to the Essenes and Therapeutae, a contemplative, but at the same time industrious for the human well-being, life, and undertook, through their higher education and art of living, to hold together, to educate, and to develop the social class of the builders, honorable, essential, and intimately connected to them. It had to be, because to them this social class reminded of the pure rational knowledge of the original and eternal nature, b) without which nothing can be done in the whole areas of human existence, even in the beautiful arts. Light was to them the long since familiar image of this knowledge. — They had therefore to endeavor to use every opportunity that presented itself to them in the already existing, and by them remodeled, social make-up of the builders, =361= in order to provide access to their higher teachings under this expressive image of the light. Such an opportunity truly showed up: because, if we only consider the real status of the Builders Lodge, more precisely such as it arised from the professional activities of the builders themselves, then this place, where those higher teachings could be communicated to the builders most vividly, is not to be overlooked. a)
b) See the explanation of these words at p. 329 above! a) The entire representation of the original setup of the lodge following here, and of the manner, how and by whom the original guild practices and images have been spiritualized, is a result of my researches on the Building Corporations of the Romans, and of those of the Middle Ages, as well as of the Culdees, and of the earlier societies of the Essenes. The Builders Workshop (Lodge) had three main windows — perhaps several others besides them, — in the east, south and west, (GM. Q. 17, 27, 28; Pr. 48 - 59;) where the three officials, the Master and his assistants, the two supervisors or caretaker (wardens), sat, and probably had their desks in front of them. (GM. 17, 28; Pr. 56 - 59.) The workers themselves then occupied the places which had comparatively good light, according to the importance of their work; but the apprentices, who, except for the lodge ceremonial meetings, in the lodge (which actually served as a covered place for the secret processing of the stones) were trained to work in the north, (Pr. 62; Br. 104) where, presumably because it was the harsh weather side of a flimsy building, there were no windows. (Pr. 55; Br. 94). Therefore, the main light shone on the lodges officials, who also were in need of it the most, in the most spiritual, most delicate work of the floor plans, of the computation, etc. The Master, who had to be on the spot before sunrise, had the most beautiful light of the morning. (GM. 17; Pr. 57.) It was the task of the Junior Warden to oversee the dismissal of the brethren at noon, the lodge in their absence, and the brethren on their return to work; (JB. p. 248; K. p. 248, 253, 267 f.; Br. p. 5, 28 f., 41; M. p. 298 f.) but the dismissal of the brethren in the West, and the payment of wages, were entrusted to the Senior Warden, (JB. K. M. Pr., Br. as well, GM. 18). The three main windows are also called the lights, that is, windows,b) probably even the fixed lights, =362= perhaps in contrast with the other several windows, and with the candles lights sometimes used; (Pr. 51) most likely even the three Great Windows or Lights.
b) By Vitruvius, Cicero, and many others, Windows are called Lights, Lumina. On the desk of the Master at the eastern window lay Compasses, Square, and Tracing Board, partly as his Working tools (Pr. 41; Br. 145) a) and partly also as symbols of the Craft; b) and, since the builders were Christians, the Book of Gospels, out of devoutness and as a symbol of it. (GM. Q. 13, where it says: God and the Square make the Loge.) Already among the Roman Builders Corporations Compasses and Square might have been customary in this sense, (see IV, p. 166, note d.!); the position of the Bible seems to have represented for them a symbol of God, whose temple the Corporation devoted itself especially building, or which they had chosen for their patron god. c) But that the Square was the symbol of the Guild's governace, that is even more clearly manifest in GM., where (Q. 21; here p. 38 f.) it says: "How is the Lodge ruled?" — According to Square and Ruler." — So shone the main light, especially the first and most beautiful morning light, on the desk of the Master, and on the Bible, compasses and square in front of him.
a) Of course, in the mentioned 145th question by Browne, the Compasses is attributed to the "Grand Master in particular" as a distinction, but the Square to every Master [Mason] in general, (Q. 155; here p. 215). However, in the 17th and in the first decade of the 18th century the Worshipful Master was often called the Grand Master (see I, p 195.!), to distinguish him from the other masters of his lodge; later on, the Compasses, which had previously belonged to every master, was given exclusively to the Worshipful Master of the Grand Lodge. — The Tracing Board on the other hand, according to Pr. Q. 47 and according to Br. Q. 162, has remained with the Master, as "immovable jewel." b) One sees about this the above passage in Vitruvius, (here I, 167, column a) and the guild sign of the Masons of London in IV, 419, and Plate III., Fig. 3! An open Compasses over the right-angled Square is even now commonly used in Europe as the guild sign of the stonecutters, masons and of some related trades. c) See IV, p. 92 - 212, especially 166, n. d), and 169 ff., 185 - 187, about the Roman Building Corporations! In this the Christian religious people befriending our fraternity now found a welcome opportunity to introduce, silently and imperceptibly, with the wisdom of educators, their higher teachings into the Builders Lodges, and to express it to the Fellows in the Craft in the most comprehensible way. =363=
a) Compare Matthew 6:22-23 f.; John 1! b) Compare p. 305, line. 10 ff., the tradition of the teaching of John the Baptist of a first, second and third life. c) Faith consists principally in the ever-certain conviction: that God in its One primordial existence intrinsically leads all finite existences, even the existence of mankind and of each individual, and gives to each finite being, also to each individual, the best peculiar to him, and that in pure disposition God exists in unity with all beings similar to Itself in ever-finite manner. This ever-certain conviction is one of eternal nature and ever-existing, (see here p. 329 note a!) and can therefore never be shattered by the so-called "adverse fate" in anyone who has gained it, and as long as he remains ever-prudent in God. Because he who is so convinced "believes, even if he does not see," that is, he is in the essential intuition — in the primordial knowledge of God, — eternally and essentially certain of the peculiar eternal presence of God, even inasmuch as of his own, interfered by the senses, does not detect it. On this could now be added endlessly, according to mental capacity, and according to all social considerations, a determined further instruction in true fervency toward God (religion), without delusion and superstition, in pure goodness (virtue), without fear and hope, and in a convivial way of life without crime and punishment, both without symbols, as wrapped in symbols as well. As a result, for the fact that, in an era where the Bible, though not prohibited to the laity after all, its precise knowledge was nevertheless difficult,a) they presented the Bible merely as a symbol of intimacy with God (Religiosity) =364=, — these God-fervent (religious) people demonstrated that they were intrinsically independent from the arbitrary ecclesiastical statutes of their times, and were even in knowledge far above the clergy attached to the Roman Pontiff. Not as if they had held the Bible in low esteem, or denied God's participation in their creation: — Only they did not want blind faith. — Also, the historical fact of the education of mankind in fervency toward God and life unity with God (religion), Science and Art, presented itself here from the East, and could be symbolically explained in the morning light illuminating the Master and his work.
a) In the 10th century, however, perhaps on the advice of our founders, Athelstan let the Bible be translated into the vernacular. |
Licht ist zu allen Zeiten und bei allen Völkern, von ihrem ersten Keim an bis zur höchsten Blüthe ihres Selbbewußtseins, ein Bild der Erkenntniß und lebendigen Anschauung gewesen; Deß sind alle Sprachen, besonders aber alle Gottahnbegriffe (Religionbegriffe), Zeugen. Es ist allerdings wesengemäß, die ewige Wahrheit unter dem erfreulichen Bilde des Lichtes zu denken. Wahrheit ist dem erkennenden Geiste, Was Licht den Sinnen des Leibes. Licht ist in dem Leibwesen (der Natur) ein Allgegenwärtiges, Urlebendiges, Urschnelles, wie der anschauliche Gedanke in dem Heiligthume des Geistes. — Licht ist so der Wärme vermählt, als wahre Erkenntniß dem Gefühle. Licht und Wärme verhalten sich ebenso zu allen schaffenden Kräften des Leibwesen (der Natur), wie Erkenntniß und Gefühl zu dem Kraftleben des Geistes. (Nur in der im sogenannten Lebenmagnetismus wirksamen Urthätigkeit des Leibwesen erweist sich Dieses ebenso über dem Lichte wirksam, wie das ganze Selbinnesein des Geistes, worin das Selbstbewußtsein nur ein Theil ist über dem schauenden Gedanken des Geistwesen — der Vernunft — urthätig waltet.) Daher ist es wesengemäß, die übersinnliche Erkenntniß ewiger und unendlicher Dinge in ihren ewigen Urbegriffen und Urbildern (Ideen und Idealen), und sodann auch in ihrer urbelebenden und urverschönenden =357= Anwendung auf das wirkliche Leben, ganz vorzüglich durch das Licht bildlich zu bezeichnen, und dieses Licht ein höheres und vorzugweise großes, das ist, wissenschaftlich ausgedrückt, ein höherwesenliches, Licht zu nennen.
a) Es ist nunmehr durch die genaueren geschichtlichen und erdkundlichen Untersuchungen über Indiens und Afrika's Völker, besonders durch das große Werk über Egypten, welches in Paris erscheint, nach meiner Überzeugung erwiesen, daß die egyptische Priesterkaste, welche die egyptische Volkbildung begründete und leitete, aus Indien dahin gekommen. Durch obenstehende Äußerung behaupte ich aber nicht: daß die ganze Menschheit dieser Erde, oder auch nur alle Völker in Afrika, aus Indien stamme. b) Ich stelle Dieses nur als Vermuthung auf, ohne es bisjetzt geschichtlich erweisen zu können. c) Daß Johannes des Täufers Lehre in Hinsicht des Lichtes ebenfalls mit den Lehren des Zend-Avest einstimmig war, ist aus den heilig gehaltenen Schriften der Zabier oder Johannesschüler sehr wahrscheinlich. (S. zuvor S. 303 f.!) Am merkwerthesten ist in dieser Hinsicht die Übereinstimmung des essäischen Bundes in Ansehung der Hauptlehre, welche die Culdeer an die drei großen Lichter der Baulogen ketteten. — Wo derselbe Geist die Menschen beseelt, da treibt er allerdings, ohne alle geschichtliche Einheit des Eigenlebens, ähnliche Früchte. Daher die vorbestimmte Harmonie von Lehrbegriffen und geselligen Anstalten verschiedener Zeiten und Länder, welche entweder in keinem, oder nur in entferntem, geschichtlichen Zusammenhange stehen. Wenn sich aber wörtliche Übereinstimmung in Hauptsachen findet, und wenn schon erwiesen ist, daß der jüngere Verein den älteren geschichtlich kannte, dann hat der Geschichtforscher zu untersuchen, inwiefern eine eigenlebliche Beziehung beider Vereine etwa wirklich stattgefunden habe. So sind die Lehren und Kunstregeln der, einige Jahrhunderte vor und nach Jesu Leben, in Judäa und Syrien blühenden Gesellschaft der Essäer, und der in Egypten lebenden, mit den Essäern verbundnen, und in Lehre und Leben übereinstimmigen Therapeuten, mit denen der echten Freimaurerei genau verwandt, und stimmen in einzelnen Gebräuchen und Aussprüchen überein; ob sich gleich, besonders deßhalb, in ihrer Lebenweise auch bedeutende Verschiedenheiten von der der Masonen finden, weil die Essäer beisammen wohnten, und eine von der übrigen Welt ausgesonderte Gesellschaft bildeten. — Vorzüglich überraschend aber ist die Übereinstimmung der Grundlehre der Essäer, woran sie alle andere Lehren anreiheten, mit der in unserem überlieferten Hauptlehrzeichen der drei großen Lichter versinnbildeten Lehre, und mit meiner Auslegung derselben, welche zwar von der Feßler'schen und allen bisherigen abweicht, auch früher, als ich diese Stelle über die Essäer kannte, entworfen worden ist. Diese Grundlehre der Essäer hat uns Philo (in seiner Schrift: quod omnis probus liber; siehe Dessen Werke, Colon. All. 1613, p. 678 f.!) in folgender Stelle aufbehalten:
a)
Nun zeigt Philo ferner, wie sie diese drei großen Grundsätze auf das Leben anwendeten, und macht besonders von ihrer Wohlthätigkeit eine solche Beschreibung, daß sie in Ansehung ihrer allgemein-menschlichen Sinnesart, die unter den eigenvolkstolzen Juden umso erfreulicher und bewunderwürdiger ist, unserer Brüderschaft als Musterbild aufgestellt werden kann. — Es wäre möglich, daß diese Übereinstimmung in der Grundlehre bloß auf der allen Menschen gemeinsamen Wesenheit beruhte. Indeß ist nicht zu leugnen, daß die Mönchen des Mittelalters, besonders die ältesten in Britanien, Irland und Schottland, welche dem römischen Stuhl erst im funfzehnten Jahrhunderte völlig unterworfen wurden, die Essäer und ihre Einrichtungen genau gekannt, und gleich den ältesten Mönchbrüderschaften und allen Stiftern derselben, die Essäer und Therapeuten, zum Muster ihrer Lebenweise angenommen haben; wie jeder weiß, der sich mit der Entstehung des Mönchleben bekannt gemacht hat. (Siehe hierüber vorzüglich das mehrmal erwähnte Werk des Bivarius!) Soviel aber ist geschichtlich erwiesen, und =360= schon die (in III) von mir mitgetheilte Sammlung von Stellen bestätigt es hinlänglich, daß sich diese christlichen Gottinnigen durch wissenschaftlichen Geist, durch Erfleiß der Geschichte, durch Ausübung der Künste, wozu sich Gelegenheit darbot, durch Erziehung des Volkes und der Fürsten, durch Beförderung alles Guten einzig auszeichneten: sodaß man wohl vermuthen kann, die morgenlandlichen Gestaltungen des Christenthumes seien ihnen nicht unbekannt geblieben, wenn auch davon keine geschichtlichen Beweise vorhanden wären, sowie sie jedoch vorhanden sind.a) Was nun den Baukünstlern Vitruvius, das waren den Mönchen ihre Mundüberlieferungen (Traditionen) über die Vorgänger und über die erste Stiftung des Mönchleben. Es ist daher, dieses Alles zusammengenommen, nicht unwahrscheinlich, daß die Culdeer, die Stifter unseres masonischen Gebrauchthumes, besonders bei Einführung der Vergeistigung der drei großen Lichter, auf die erwähnten drei Grundsätze der Essäer hingeblickt haben.
a) So erweisen z. B. die vielen culdeischen Denkmale in den britischen Inseln, durch die auf ihnen dargestellten Geheimlehrzeichen (mystischen Symbole), die genaue Bekanntschaft der Culdeer mit der Lehre und den Einrichtungen des Manes, und den von ihm sich herschreibenden christlichen Secten. Manes aber entlehnte einen großen Theil seiner lehre und seines Lehrzeichenwesen aus Zerduscht's Lehre und Bildzeichenwesen; sowie uns durch des edlen Anquetil du Perron und des edlen Kleuker Bemühungen selbige in dem Zend-Avest schon längst vor Augen liegt. (Siehe hierüber die Abbildungen in der Schrift Cordiner's of Banff und Dessen beigefügte Erklärungen!) Die Culdeer führten, hierin den Essäern und Therapeuten vollkommen ähnlich, ein beschauliches, aber zugleich für Menschenwohl unermüdetes, Leben, und unternahmen es, auch den ihnen achtbaren, unentbehrlichen und innig verbundenen Stand der Bauleute durch ihre höhere Lehre und Lebenkunst zusammenzuhalten, zu erziehen, und zu sich herauszubilden. Es mußte ihnen daran liegen, diesen Stand an die reine Vernunfterkenntniß des Ur- und Ewigwesenlichenb) zu erinnern, ohne welche auf dem ganzen Gebiete des Menschheitleben, auch in der schönen Kunst, Nichts gethan werden kann. Das längst vertraute Bild dieser Erkenntniß war ihnen Licht. — Sie mußten also jede Gelegenheit, die sich ihnen in der schon vorhandnen und von ihnen umgebildeten, geselligen Verfassung der Bauleute darbot, dahin =361= benutzen streben, um unter diesem sprechenden Bilde des Lichtes ihrer höheren Lehre Eingang zu verschaffen. Eine solche Gelegenheit zeigte sich wirklich: denn, betrachten wir nur den wirklichen Zustand der Baulogen, sowie er aus dem Geschäfte der Bauleute selbst hervorging, genauer, so ist dieser Ort, wo jene höhere Lehre den Bauleuten am eindringlichsten mitgetheilt werden konnte, nicht zu übersehen.a)
b) Siehe die Erklärung dieser Wörter zuvor S. 329! a) Die ganze hier folgende Darstellung der ursprünglichen Einrichtung der Loge, und der Weise, wie und durch Wen die ursprünglichen Zunftgebräuche und Bilder vergeistigt wurden, ist ein Ergebniß meiner Forschungen über die Baucorporationen der Römer, und die des Mittelalters, sowie über die Culdeer, und die älteren Gesellschaften der Essäer. Die Bauhütte (Loge) hatte drei Hauptfenster, — außer denselben vielleicht mehre andere, — nach Osten, Süden und Westen, (GM. Fr. 17, 27, 28; Pr. 48 - 59;) an welchen die drei Beamten, der Meister und seine Gehülfen, die beiden Aufseher oder Pfleger (Wardens), saßen, und vermuthlich ihre Arbeittische vorsich hatten. (GM. 17, 28; Pr. 56 - 59.) Die Arbeiter selbst nahmen dann, nach der Wichtigkeit ihrer Arbeit, die Plätze ein, die verhältnißmäßig gutes Licht hatten; die Lehrlinge aber, die, außer den feierlichen Logenversammlungen, in der Bauhütte (welche eigenlich, als bedeckter Ort, für die geheimgehaltene Bearbeitung der Steine diente) zur Arbeit angelehret wurden, in Norden, (Pr. 62; Br. 104,) wo sich, vermuthlich weil es die beschwerliche Wetterseite eines leichten Gebäudes war, keine Fenster fanden (Pr. 55; Br. 94). Das Hauptlicht fiel also den Logenbeamten zu, die es auch bei der geistigsten, zartesten Arbeit der Grundrisse, des Rechnens, usw., am meisten nöthig hatten. Das schönste Licht des Morgens hatte der Meister, der schon vor Sonnaufgang auf der Stelle sein mußte. (GM. 17; Pr. 57.) Dem jüngern Aufseher war die Entlassung der Brüder des Mittags, die Aufsicht über die Hütte in ihrer Abwesenheit, und über die wiederkommenden Brüder; (JB. S. 248; K. S. 248, 253, 267 f.; Br. p. 5, 28 f., 41; M. p. 298 f.) dem ältern Aufseher aber in Westen die Entlassung der Brüder, und die Auszahlung des Lohnes (JB. K. M. Pr., Br. ebendas., GM. 18), anvertraut. Die drei Hauptfenster hießen auch die Lichter, d.i. Fenster,b) auch wohl die festen Lichter, vielleicht =362= im Gegensatz der übrigen veränderlichen Fenster, und der zuweilen gebrauchten Kerzenlichter; (Pr. 51 ) höchst wahrscheinlich auch die drei großen Fenster, oder Lichter.
b) Lichter, lumina, heißen bei'm Vitruv., Cicero, u. A. m. Fenster. Auf dem Tische des Meisters am östlichen Fenster lagen Zirkel, Winkelmaaß, und Reißbret, theils als seine Werkzeuge, (Pr. 41; Br. 145)a) theils auch als Zeichen des Gewerkes;b) und, seit die Bauleute Christen waren, das Evangelienbuch, aus Frömmigkeit und als Zeichen derselben. (GM. Fr. 13, wo es heißt: Gott und das Winkelmaaß mache die Loge.) Zirkel und Winkelmaaß mochten in diesem Sinne schon bei den römischen Baucorporationen üblich gewesen sein (s. IV, S. 166, n. d.!); die Stelle der Bibel scheint bei ihnen ein Sinnbild des Gottes vertreten zu haben, dessen Tempelbaue die Corporation vorzüglich sich widmete, oder den sie zu ihrem Schutzgotte gewählt hatte.c) Daß aber das Winkelmaaß Sinnbild (Symbol) des Zunftregimentes war, das zeigt sich noch deutlich in GM., wo es (Fr. 21; hier S 38 f. ) heißt: "Wie wird die Loge regieret?" — "Nach Winkelmaaß und Lineal (Regel)." — So fiel also das Hauptlicht, vorzüglich das erste und schönste Morgenlicht, auf den Tisch des Meisters, und auf die vor ihm liegende Bibel, Zirkel und Winkelmaaß.
a) Freilich wird bei Browne in der erwähnten 145ten Frage der Zirkel dem "Großmeister insbesondere," aber jedem Meister überhaupt das Winkelmaaß, (Fr. 155; hier S. 215;) als Auszeichnung zugeschrieben. Allein im 17ten und in den ersten Jahrzehenden des 18ten Jahrhunderts nannte man oft jeden Meister in Stuhl, zum Unterschiede von den übrigen Meistern seiner Loge, den Großmeister (s. I, S. 195!); späterhin gab man dem Meister im Stuhl der Großloge den Zirkel ausschließend, der zuvor jedem Meister gehört hatte. — Das Reißbret dagegen ist, nach Pr. Fr. 47 und nach Br. Fr. 162, dem Meister, als "unbewegliches Kleinod," geblieben. b) Man sehe hierüber obige Stelle im Vitruvius, (hier I, 167, Sp. a.) und das Zunftzeichen der londoner Maurer in IV, 419, und Taf. III, Fig. 3! Noch jetzt ist allgemein in Europa das Zunftzeichen der Steinmetzen, Maurer und einiger verwandten Gewerke ein über dem Winkelmaaße rechtwinklig ausgespannter Zirkel. c) Siehe IV, S. 92 - 212, besonders 166, n. d), und 169 ff., 185 - 187, über die, römischen Baucorporationen! Hierin nun fanden die unserer Brüderschaft sich annehmenden christlich Gottinnigen eine erwünschte Gelegenheit, ihre höheren Lehren, mit Erzieher - Weisheit, still und unvermerkt, in die Bauhütten einzuführen, und sie auf die den Kunstgenossen faßlichste Art auszusprechen. =363=
a) Vergl. Evang. Matth. VI, 22 f.; Evang. Joh. I! b) Vergl. S. 305, Z. 10 ff., die Überlieferung der Lehre Johannes des Täufers von einem ersten, zweiten und dritten Leben. c) Der Glaube, im vernunftgemäßen Sinne, besteht vorzüglich in der urgewissen Überzeugung: daß Gott in seinem Einen Urleben alles endliche Leben, auch das Leben dieser Menschheit und jedes Einzelmenschen, eigenleblich leite, und jedem endlichen Wesen, auch jedem Einzelmenschen, das ihm eigenleblich Beste verleihe, und daß Gott mit allen Ihm selbst in reiner Gesinnung auf urendliche Weise ähnlichen Wesen vereinlebe. Diese urgewisse Überzeugung ist eine ewigwesenliche und urwesenliche, (s. hier S. 329 n. a!) und kann daher in Jedem, der sie gewonnen hat, und solange er in Gott urbesonnen bleibt, durch keine sogenannten "widrigen Schicksale" jemals erschüttert werden. Denn der so Überzeugte glaubet, auch wenn er nicht siehet," das ist, er ist in der Wesenschauung, — in der Urerkenntniß Gottes, — ewigwesenlich der eigenleblichen Gegenwart Gottes gewiß, auch sofern er dieselbe eigenleblich, vermittelt durch die Sinne, nicht erkennt. Hieran konnte nun ohn' Ende eine nach Fassungkraft, und nach allen geselligen Rücksichten, bestimmte fernere Unterweisung in wahrer Gottinnigkeit (Religion), ohne Wahn- und Aberglauben, in Reingüte (Tugend) ohne Furcht und Hofnung, und in geselliger Lebenkunst, ohne Verbrechen und Strafen, sowohl ohne Bilder, als auch in Bilder gehüllt, gefügt werden. Dadurch, daß sie die Bibel bloß als Sinnbild der Gottinnigkeit (Religion) =364= ausstellten, in einer Zeit, wo den Laien die Bibel, wenn auch noch nicht untersagt, doch ihre genaue Kenntniß erschwert wurde, a) — bewiesen diese Gottinnigen (Religiösen), daß sie von den willkührlichen kirchlichen Satzungen ihres Zeitalters innerlich unabhängig waren, und selbst über die dem römischen Bischof anhangende Geistlichkeit an Einsicht weit erhaben waren. Nicht als hätten sie die Bibel geringgeschätzt, oder Gottes Mitwirkung an ihrem Entstehen geleugnet: — nur blinden Glauben wollten sie nicht. — Auch die geschichtliche Thatsache der Ausbildung der Menschheit in Gottinnigkeit und Gottvereintheit (Religion), Wissenschaft und Kunst, von Osten her, bot sich hier dar, und konnte sinnbildlich an dem den Meister und seine Arbeit erhellenden Morgenlichte erläutert werden.
a) Indeß ließ Athelstan doch im 10ten Jahrhundert die Bibel in die Landessprache, vielleicht auf Anrathen unserer Stifter, übersetzen. |
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In this way now these first founders of the ritual perhaps gave already even more emphasis to these teachings, in that they had the Bible opened at the Epistles of Peter, but particularly at the Gospel of John, where is made mention of the divine Word and of the divine Light, and where the reference to John the Baptist, as a patron saint of the fraternity, at the same time showed a way to the hearts of the brethren. "Here you encounter," — they could say — "rays of that light that should enlighten you; here are the teachings of love and virtue that should inspire you, which, as good and faithful men, should unite you in brotherly love, to prosperous work." If one were to assume this interpretation of the three Great Lights, handed down to us in the present Apprentice Lecture, was the work of the last few centuries, then this assumption proves itself as inadmissible in every respect. Because the teaching contained in it is found already, in fact far more clearly pronounced than it is here, in the Interrogation under Henry VI, and at least with our second Craft document, itself equal to the ancient York Constitution; as any reader can now persuade himself, since it lies before our eyes in this work according to an attested true a translation.
a) Because they were called, with a name customary among the people, Culdees, Ceili-de, Culdish. Out of it the Latins made it Coli-deos, God worshippers. See the evidence in the collection of passages about the Culdees, attached in the second section of the second volume! This symbol must have been brought into existence, expressed according to its purely human meaning, before the desecration of the fraternity by papal autocracy through political and alchemical plot; all the more so, since we know the figments of the imagination, with which these un-Masonic aspirations (tendencies) have abundantly endowed our Masonic fraternity as of a very different nature: and these three Great Lights have disappeared everywhere, where those things [plots] have exerted their influence. Because at this point appears at the same time the origin of the Three Lesser Lights in Freemasonry. At the three main windows sat indeed the three officials holding and ruling the Loge. So it is now easy to add a second lesson to what has been said:
a) While the magnificent and beautiful colossal works of those building societies of the Middle Ages are still well preserved, and sometimes adorn the whole Western world in venerable, intrinsically beautiful remains of buildings, your spiritual building also lives on in the great and free Masonic fraternity enlivened in the year 1717, and, outside it, in the primary schools and schools of science (universities), in whose creation and formation in the earlier and later Middle Ages in France and Germany, acted in a similar manner, as it did in the purely human transformation of Masonry. The actual work was done during the day. Only if urgent business, perhaps even convivial mirth, held the brethren together into the night, artificial lighting — candlelight, was necessary. And also, the most beautiful natural light, and the most beautiful night lighting as well, was then granted to the Master and to the Wardens, to honor them and to foster their work. And further also, their place of work during the day was at the windows in the East, South and West, so, at least in the evening, they had their place of honor there, =367= and the most beautiful candles stood on their desks. Perhaps the name of the Great Lights occurred in this manner, to denoted only the actual windows, and also the three distinguished candles; but the latter may have been called by others the Lesser lights. At the same time the remaining brethren had, of course, the necessity of lighting, but not a distinguished one.
a) The correctness of that liturgical =368= policy proves itself in this way: to interweave the whole setting into symbolic unit. Because even if the information about the most ancient condition of the Masons' lodge collected by me here had not been rescued, such would a sharp-sighted historian researcher, already from this drawing on the floor and its ritualistic-style handed down explanation, — through higher critique could guess — the purely historical origin of the fraternity and of its liturgy, indeed even of the most important single symbol. But since at one point =368= they were given the opportunity to prove to be effective working by this imaginative drawing, so they did not stay with this simple drawing. To begin with, this custom probably decayed to the use of a tapestry only, in order to have available a readily finished drawing, especially when changing the meeting place, and soon they drew quite a number of other images on it, which had reference to the ritual and liturgy disfigured for political and other purposes. They could now draw on it what they wanted: temple, tools, letters, sun, moon and stars, and so forth haphazardly without end; in which case the demands of unit, the connection of all parts into the unit, and in general the meaningful beauty, could then have gotten less attention. Perhaps even earlier they had augmented the chalk or charcoal drawing with so many things and new addition of symbols, that the drawing of them was too tedious, time-consuming, and ostensible, therefore a permanent illustration of it had to be considered. Perhaps both occurred at different locations and at different times; probably even before the introduction of the so-called Fellowcraft degree and Master degree. But after the introduction these degrees, and of the rituals specially produced for them, one could not stay with those simple drawings, because each so-called degree called for its own, and very rich in images. Even the nature of the matter itself teaches that this derivation of the three small lights is correct =369=, but also historically by Prichard, in which initially is found, when asked: "Have you any lights in the lodge?" (Q. 48 - 50) "the three Candles" (with nothing added,) but then also when asked about "fixed lights" is found "the three main window", a) (Q. 50 - 54) namely "about their use: so to give light to the brethren to, during, and from their work." The content of this addition is literally and actually true. And then immediately follows in Pr. the information and explanation (Q. 55 - 59) that the places of the officials are in the East, South and West, for the only known reasons that make sense, if they are understood by a true, so furnished, Builder lodge. — According to Bro. Keher the three windowsb) are still depicted on the scottish tapestry.
a) In this case Prichard makes, probably according to a document or oral tradition, (because how else could he have come up with the idea?) the correct remark: "these three fixed lights are three windows that, even though there are none, are, however, supposed to be in every room where the Loge is held." These three Lesser Lights occur as a window even in the Scriptures: Solomon in all his glory. b) In that case one could easily make these windows as the gates of the temple But precisely in this, that both the Great and the Lesser Lights in Freemasonry took their external connotation from the very same three main windows, arose a separation and distancing of the lodges from each other in respect of Lodge practices. One could retain the three Lesser Lights and call them the Greater, and then either not mention the Greater; — the latter of which, however, has not happened in England in any branch of Freemasonry known me: or could call them and set them differently. Thus Prichard includes the Bible, the compasses and the square as implements of the Loge (Furniture of the Lodge), pertinent to God, the Master and the Apprentice; as well also, without consideration of their true spirituality, can justifiably be simply called guild emblems; and indeed adding no further explanation to it. Browne, immediately after the bestowal of light, points (Q. 91 ff,) to the three Great Lights — Sun, Moon and Master — as to something extremely important, and only further on (Q. 141 - 146) brings the true three Great lights, also as Furniture of the Lodge; except where he mentions six Lodge Jewels as well; =370= by the way, though, with the correct explanation: only that with him the Bible no longer indicates religion and true faith, but it is rather the guiding principle of faith. a) — But one could also maintain the three Great lights, but interpret them differently; and this has happened. Because we find (Q. 27- 30) in GM., whose catechism has been generally completely edited by Catholic-papist hands, the following:
a) See the representation of du Cange (previous p. 10 ff. and p. 84 ff), and the peculiarity of the Lecture of the English Moderns! Incidentally, since Pr. does not contain the true interpretation of the Bible, Square and Compasses, so perhaps the NE. Grand Mastership has crowded this interpretation only later, in consequence of the allegations of the Ancient Masons. Just as easily is then found the origination of the spiritual interpretation of the three Great Pillars as the three Lesser Lights. Since the York Constitution proves that already in the year 926 the builders were referred to Vitruvius and Euclid, and that these writings, even at that time, had to be the manuals of every architect: so there is no doubt that they knew the three ancient orders of columns, the Doric, Ionic and Corinthian, and of Vitruvius' interpretation of them. As Vitruvius terms the Doric masculine, the Ionic feminine, and the Corinthian graceful-chaste, so these pillars could now be construed, with a slight modification, in accord with the three great lights, as Wisdom, Strength and Beauty, features which have a significant relationship with the peculiar nature of the woman, of man and of maiden (as already expressed in the Hellenic tradition); since the sense of this interpretation what found among the Architects.b)
b) See my comments on the 70th Question., in both the foregoing 89th remark (I, p. 199), as the following here, and to the 87th and 65th ff. questions, and another conjecture in the final essay to this second set of remarks. Just as naturally finally followed next the form and layout of the lodge, as the construction Lodge had been back then, =371= and the teaching sign (symbol) of the colorful heavenly throne or celestial canopy as well; since on ceremonial gatherings the ceiling of the unsightly construction lodge was most likely embellished with a cloud cover, perhaps a blue cloth, or at least the chair of the Master, with a blue colorful canopy. After having wisely used the supply of everything suited to spiritualization in the construction Lodge, the founders of our oldest ritual since the influence of Christianity in Freemasonry, concluded with this suggestive ceiling the entire scope of the fundamental teaching sign (basic symbols). But they also informally attached to these fundamental symbols a number of well-chosen auxiliary and aid-symbols, which in like manner relate to the fundamental symbols, as the teachings implied in them relate to the fundamental doctrines of Masonry implied in the fundamental symbols. The teachings depicted in the auxiliary symbols are individual, further elaborated parts of those fundamental doctrines, or applications of them to individual cases. And this quality of the handed down symbols is precisely the historical reason wherefore in the spiritualizing catechism, which prefaces this book of mine, I have subdivided them into basic and secondary symbols (fundamental and auxiliary symbols), and among the fundamental symbols, in turn, I have emphasized the symbol of the three Great Lights as the main symbol. With regard to the evaluation of this traditional main symbol, everywhere, and here too, the judgment is to be distinguished according to the times and circumstances in which it was invented, from the judgment according to the original concept and ideal, and from the particular judgment according to the model imposed by the present condition. In this way, considered historically, our main symbol turns out to be particularly expedient, because, in a manner then very meaningful for the people for whom it was intended, it pointed to that knowledge which is essential to people for their development into human beings. * Because, if we test this traditional main symbol according to the original concept of Freemasonry, and according to the lasting needs of humanity and first of all of the fraternity for all times, it appears inadequate in several fundamental essentialities and utmost essential respects; as we find missing in it wholeness, unity and structure. In all perfect things must first be found in their own essence wholeness and unity, and then in this wholeness and unity, also linkage and multiplicity. Therefore, it is for every social society quintessential that all that is of the essence, which is at its foundation as a concept of purpose (that is, its whole peculiar essence,) is firmly caught in the eye and clearly recognized, so that one will eagerly strive for the whole essence, and thereafter appreciates all particulars relating to the whole, and can determine and frame [act] according to the structure of the whole, so that the will and action purely and completely constantly correspond to the essence of the society. Thus humanity, as a living being (as an organic entity,) is the ideal hovering before the eyes as concept of purpose of the Masonic fraternity (of the Masonic society).
a) Linguists will note that this naming is merely figurative, so necessarily also variable, insufficient and significant only in part. Principal symbol means: the first peculiarly essential symbol. It should rather be said principal distinctive Symbol. Those readers who have thought deeply about this subject, will readily see from this: that the peculiarly significant principal symbol of the fraternity of Freemasons must stand as token in a similar relationship with the One highest principal symbol, as the inner relationship of mankind is in and with God, and that, therefore, this could only be found when the One original essential principal symbol of God has been found in script and sound. =374= But if even at this point I cannot unfold the scientific principal symbol (main symbol) of the fraternity, that is the symbol for the organic humanity, into the One symbol for God: yet scientifically trained readers will agree with me in the postulation, that this main symbol, whatever for a sign is adopted, is in itself first and foremost One nonetheless, and must symbolize humanity as an organic entity; but it must not be considered just a series of individual signs for individual internal parts, expressions and relations of humanity and its existence. If we appreciate [assess] our historically handed down principal symbol according to these eternal demands of science and life, then we find it insufficient, and, for this very reason, inadmissible for the future; a) because this symbol lacks unity, wholeness and structure; because it commences and ends in a trinity, whose first term is indicative of God, the second of the individual man, the third of mankind; or: whose first term symbolizes the relation of man to God, the second, of man to himself, (as independent human being), and the third, the relation of man with other people.
a) No careful reader will understand these words as if I had asserted that what is symbolized by the three Great Lights is ever inadmissible, or ever or in any respect immaterial to humanity, to the Human Alliance and to the Masonic fraternity. That what is symbolized here I recognize for eternal and essential at all time is proven by my annotations placed before the second Craft document itself, my Masonic lectures, and the interpretations and spiritualizations of the traditional basic symbols of the Masonic fraternity imparted in my liturgical catechism. In that respect the symbol of the three Great Lights is also imperfect, in that it is not achieved structurally: for it is admittedly complete insofar as the first term denotes God, considering that God is everything that is; it is also structural in the sense that it places the relation of man to God at the top, as it should be: but once and insofar a plurality is expressed in it, =376= then all members of the originally-essential inner multiplicity in God ought to be also contained in it completely, and in natural correlation. But then the following conceptualization (diagram) would symbolize it (left) or, scientifically worded (right):a)
Reason — Nature b) However, this conceptualization is not yet structurally perfect; because in it is missing firstly the designation for God, inasmuch as God, as Supreme Being, c) is above Reason and Nature; and are furthermore missing the Links of Union: God as Supreme Being unites with Spiritual Nature, God as Supreme Being unites with Physical Nature, and God =377= as Supreme Being unites with the united Spiritual Nature and Physical Nature, in which Mankind is only an inner subordinate part of the complete linked Union.
a) This definition of word is also still imperfect; the one on the next page is more satisfactory, but I cannot impart the best definition without explanation, since it would give rise to many misunderstandings. * b) Any representation of these supersensible [supersensory, transcendental] subjects outside the whole Structure (organic system) of science has insurmountable difficulties, of which one very essential is caused by the imperfect state of the vernacular language, but which of course is only one manifestation of the still imperfect and undeveloped state of life of the peoples themselves. — These difficulties relate to every word that one may speak about this. So is the ambiguous indefinite foreign word "Nature," inasmuch as in the above conceptualization it is intended to designate the Part of Nature contrapositive to Reason. At that point one reader thinks this, another that; and the whole now customary linguistic usage of this word still does not contain entirely the meaning in which it is taken above. But in order to ward off the biggest misconceptions, I note that by Nature I do not mean merely or principally the totality of all physical substance (the matter), but rather the living finite, but infinite in its kind, Nature itself, which is in itself also substance (matter), and eternally constitute the substance, or actually, constitute itself as substance; to which the physical (material) world that appears to us within our bodies relates in the same way as the world of the inner pictorial power (world of the imagination in dreams and wakefulness) to reason (to the rational being). But even this explanation will be incomprehensible to most people; and it is not helping here anywhere, other than through collective scientific construction, and collective language formation. c) The German language, although among all living languages on this earth perhaps comparatively most suited for the illustration of the Structure of science, is at the same time very limited in respect of the vocabulary suited for the metaphysical science. Thus ur [original, from the beginning], according to the current speech usage, designates the eternal, in contrast to the temporal; =377= but for the Essence that stands above the eternal and the temporal, in opposition to both, and about the Essence that is over and above all contrast, the German language lacks a more significant prefix (root syllable). Therefore the term: original concept [Urbegriff] of the Essence or: original concept of God, is intrinsically scientifically inadequate. If one were to revive the ancient root syllable: or [= ur], and thereby indicate the Essence and its kind over and before all opposition, then this grievance could be remedied. Therefore, in the natural language (pasigraphy), the following conceptualization (diagram) is getting closer to the more perfect expression. Quiddity —[The One Whole above all that is]. Supreme Being —[God as Original Being]. God united with God as Original Being united with the united Spiritual Nature and Physical Nature, Spiritual Nature. Humanity is the Combined Nature.a) Spiritual Nature, united with Physical Nature.b)
a) In the natural language this element of the collective [diagram] denotes a single word-trait, and a single expression. Even the German vernacular, if it is scientifically formed, affords concise and beautiful words for the four elements of the above diagram, as I have shown (in my two treatises on the greatness of the German language, Dresden 1816, and in the announcement of my primal vocabulary of the German popular language); which I am using for many years now, but which, for the reasons given above, I shall not reveal here. b) Since, for the reasons indicated in the immediately preceding notes, it is impossible at this point and for this purpose to be more explicit and more detailed about this: so in the meantime I can only refer the philosophical readers, who wish to know my further representations of it, to my: Fundamentals of Ethics, since the strictly scientific representation of the System of Sciences, I [presently] elaborate, has not yet been published. — And for the same reason, as much as I wish, I cannot impart the scientific description of this totality of the original concept, which it gets in my Universal Language of Signs & Sounds, =378= and in the documented account of my Essay on the Natural Language I also presently work earnestly for eight years, of which I was able to speak already in the first edition of the present book as of a steadily progressing work. — This conceptualization also represents the layout of the entire system of sciences; but if it is identified in the natural language (pasilogically and pasigraphicly), then it gives the essential feature (Hierogram) and the word-root for this whole language, and contains in its individual parts its basic phonetics and basic symbolism (abecedary, alphabet). But so that the proper representation and interpretation of the organic structure of all finite beings in nature, that is, in God, is essential to life for every human being, it should be made present in spirit and mind to the newly admitted brother as well, in this way every brother will be convinced, that he himself lives in this knowledge. Furthermore, were we to assess our traditional principal symbol in terms of what is chosen as a means of description, we would then find first of all that what the three individual symbols, which it contains, is collectively the superordinate symbol of light, which obviously appears to be a symbol of knowledge or contemplation, thus indicating that three essential cognitions are to be symbolized, not merely as perceptions alone, but in their relation to life. * As a result, these lights are also called great, because they are to denote three great cognitions. But then the word: great is also not to be understood in its true, but rather in a figurative sense. =379= Because intrinsically is called great all that and inasmuch it is principal within specific limits, and called an essential of some type, as long as it is a greatness within specific limits. But greatness is limited wholeness, contained therefore in and under the concepts of wholeness. In the expression: great lights, however, should not be designated the greatness of knowledge, (as if were the level of brightness,) but rather the degree of essentiality of what is identified, and the degree of essentiality to life (the practical importance) of these cognitions for humans; therefore here the word: great, is understood symbolically even in the figurative (metaphorical) sense, and stands for the non-figurative: utmost essential. The three individual symbols, which are mentioned after that, are however not three types of light, but rather three distinct descriptive things in the actual life of the architects themselves, which convey precisely the relationship of those three essential cognitions on life, and are reminiscent of those three cognitions. So the knowledge of God and relation of life in God towards Goda) is for man partly mediated by documentary information from the vision and life of God-fervent people, which are recognized as "holy books and holy traditions"; that is why the Culdees quite rightly chose the book of Gospels, or later the whole Bible, for the symbol which should remind us of the primordial concept of God and of the unity of life with God. b) Had they served themselves in terms of the original concept of man and of humanity, as in regard of the knowledge of God and the fervency toward God, of two similar documentary works, other than the Bible, which they certainly held equally useful in both these respects, as the Bible is in terms of God and religiosity, then they could have selected them for symbols.
a) "Relation to God" cannot rationally be said. See the two treatises already cited in the previous note! b) And for that very reason Preston teaches in his Illustrations, of 1812, in the spirit of pure Masonry, and of the genuine traditional first Ancient Law (old charge), "that the Masons should study the moral law in accordance with the Scriptures;" and adds in a note at bottom of page 36: "In England, the Bible, but in countries where that book is unknown, whatever is understood to contain the will or law of God." But for both these cognitions =380= they favored to borrow symbols from the guild of the fraternity, so that they would be reminded of them at work quite often, and quite intimately; and this regulation is indeed in the spirit of upbringing according to reason. Without the accompanying literal interpretation, the Square and Compasses would certainly remain ambiguous, and not fulfill the intent, but precisely for this reason the interpretation is documentary and solemnly added in words. — From this has arisen the imperfection, that the Square and Compasses relate quite differently to what is symbolized by them than the Bible relate to God and Religiosity. Therefore, as long as it is generally found still expedient to stay with the images and symbols afforded by architecture, and as long as one in the future still renounces to choose a principal symbol that combines unity and wholeness with organicity [harmonious structure], the traditional main symbol of the Three Great Lights, despite all the shortcomings, is recommended for the mentioned substance that it nonetheless provides; especially since among all historically traditional symbols of the Masonic fraternity there is none equally well suited for Principal symbol. These convictions about the origin and meaning, as well as to the value of the Three Great Lights also determine my judgment as to whether and to what extent their adoption for Principal symbol, and their historical proper, at the same time rational interpretation, is a decisive essential characteristic (an exclusive Character) of a "true and skillful," or with another expression of the Craft: could make "a true, just and perfect lodge", or not.
a) In this respect, the reunification of the two Grand Lodges in London, in 1813, is a pleasing occurrence. After both had previously long fought intolerantly, they learned to tolerate in love and respect, and arrived at last in peace to a more united convivial effectiveness. — Before I depart from the still remaining single observations about the three great lights, it is compulsory to make two general reminders, which, if they are heeded, will be of great benefit to the fraternity. =383= — It is not enough to portray the primordial concept and the Archetype (the idea and the ideal of) humanity to the brethren in one, albeit ever so appropriately selected, symbol. Because the original concept of humanity, which at the same time is the true, now found, "Master Word" of the fraternity, cannot and should not be represented only in a main symbol, and in the symbolism (systems of symbols) unfolding the structure of this symbolism, but rather in an organic liturgy, which is constantly formed, ingeniously in every way, similar to the Liturgy of the nascent organically unfolding Human Alliance. —
a) The Egyptians had already suchlike linguistic-pictographic signs (pasigraphic symbols) borrowed from the most basic forms in space. (See the witty Lettres sur les Hieroglyphes; [by Palin] Dresden, 1802; as well as their sequel: Essai sur les Hieroglyphes, ou nouvelles lettres sur ce sujet; Weimar, 1804; and its witty, albeit scanty, explanation of the hieroglyphical inscription of the Rosetta [Stone]; then the well-known work of Zaëga about the obelisks, and the Work of Splendor over Egypt published in Paris, in the section: Antiquities of Egypt!) — About the natural-pictographic linguistic endeavors of the Indians, in order to thoroughly appreciate them in themselves and in comparison with the Egyptian, we have some, yet insufficient, information from the Oupnekhat (see I, p. 144 note 23!) from the Moore's Pantheon Indicum, and Fra Bartelomeo writings. When I will make known my own essay on ideographic tonal language and ideographically written language, which has reached such a point that in it I think and research about Metaphysical subjects: =384= so will be found there also the significant description of humanity, of the life of mankind and of the Human Alliance, which, apart from the context imparted, does not admit discretion and emotion. — The heartfelt and at the same time =384= beautifully sociable and artfully mimicking symbol (the mimic-dramatic symbol) of the chain, — which would be yet capable of many beautiful collateral purposes, (see I, p. 275, note **!) is well suited, taken in a symbolical mental feeling and intent, and to some extent direct intuition of the humanity to be awaken and maintained; — were it just not merely a men chain! Finally, I must not leave unnoticed that it is by no means most important, let alone sufficient, to merely symbolize the original concept of humanity, and immediately let the matter rest at that. This does not even suffice for the instruction, whose most important part is a very different one. Because for the instruction of the brethren is above all first necessary a scientific, original-essential teaching without allegory and shroud about the essence and determination of the institution, that is, about humanity as an organic [member-structured] entity, as a convivial whole, wherein humanity is identified both nonconceptually and ideally, =385= as historic-figurative (purely historically, in a faithful image peculiar to it) and historic-ideal (historic-philosophical), and therein also in image model (according to its peculiar image model) and represented in pure scientific language; and these non-allegorical instruction is not only in itself more and more highly essential than the allegorical and symbolical (symbolic, emblematic, and allegorical), but rather is itself as the presupposed preceding requirement, in that the intrinsic allegorical and symbolical representation also found, is imparted and properly and effectively interpreted. * a) I invite science-researching readers, to read about this my Oratio de scientia humana et de via ad eam perveniendi, (Berolini 1814); as well as what I have said in the Tagblatt, in my Sittenlehre, and in my Essay of the Urbild der Menschheit. (Compare also I p. 34, note **)!) — This non-figurative teaching is essential to our lodges, and this very instruction is yet quite lacking to them. That is why since 1808 I have striven to frame und to present this essential teaching on the Craft in the whole of the One structure of Science, to the extent my powers can reach. — Unless this deficiency is remedied in the lodges, the fraternity will, as usual and now, so little fulfills the demands which every god-fervent and humanity-fervent brother, and humanity itself, will justifiably make on it in the future. — All other deficiencies of our institution can be healed only to this extent, and all will only be awakened in their slumbering germs of goodness, to the extent this fundamental lack of enlightening, scientific, non-figurative knowledge of the organic humanity in God is not fullfilled. After these considerations it will now be also easy to assess properly what Bro. Keher reported to us about the customs of the lodges in Scotland in respect of the Three Great Lights.
a) One can inform himself further about this from Lawrie's narrative, one in many instructive works looked at, wherein the history and Constitution of the Scottish Grand Lodge at Edinburgh is contained in detail. But several historical assertions of this book require a further rectification or examination, which I have sought to give in my annotations to this document (in the German translation, Freib. 1810, p. 315 ff.). Even the Altenburg's Book of Constitutions contains in its historical parts much instruction about the older constitution of the fraternity before the year 1717. But even the explanation of the three great lights given in our document itself has experienced several divergent interpretations. Brother Feßler had given a witty and instructive interpretation of them, and has expressed the basic concepts of its convictions therein revealed in respect of the essence of Masonry (in the third volume of his Complete Writings, page 81) in the following words: "What are these three great lights? Q. What do they enlighten and guide? First, I quote the interpretation which Br. Pierer has imparted in the Altenburger Journals for Freemasons (Tome I, Issue 1, p.36 - 81). While it fits more the Three Great Pillars than the Three Great Lights: but the original concepts (ideas) considered by Bro. Pierer may still justifiably be envisaged as great lights of life.
a) Love, as pursuit of life-unity, is indeed directed also to what is beautiful, that is to say, to what is finite, as long as it is God-like in and at the limits of its finitude; =387= though not solely, nor most importantly as such, but only in God towards God, and in God towards all finite beings, as long as they are good, that is, peculiarly in-God-living, peculiarly godlike, in life. H. — May indeed all Masons' symbols be so truly all-round spiritualized! In Preston's Illustrations (ed. 1792, p. 102 f.; ed. 1812, p. 87) we find the following explanation of the Square and Compasses. "The Square teaches, to regulate our actions by rule and line, and to harmonise our conduct by the principles of morality and virtue. The Compasses teach, to limit our duty in every Station, that, rising to eminence by merit, we may live respected, and die regretted." =389= M. translates the English explanation of the three Great Lights thus: "The Holy Bible is to guide our deeds, the Square, to regulate our actions, and the Compasses to be with all the people in friendly association, especially with a brother Mason. "(See I, p. 315, note ***!) I have already reminded somewhat about the manner in which the three Great Lights are treated in the Systems of the English Moderns, as far as can be seen from Browne's Master Key, on the occasion of the Apprenticee Catechism communicated in it (p. 168, note 94). If Bible, Square and Compasses are called there Geräthe [implements, Furniture] of the lodge; one must bear in mind that the word furniture in English is not so ignoble as it is German Geräthe [appliances], but in the broadest sense means anything that serves to beautify, to adorn, and that it is therefore said of the noblest things. Therefore one can say, for example, for: "The furniture of the Lodge," also: "the beauty (the Schönheit) of the Lodge." a) Also, most truths that are contained in the symbol of the three Great Lights are suggested and displayed vividly in the rituals of the English Moderns through other metaphors; and the essence signified by them has been in the most part retained. And then, had the English Modern brethren yet other reasons not to call the ancient three Great Lights so, and to apply them elsewhere; one must appreciate those reasons, in order not to judge thereby those brethren unreasonably. b) I ask to read especially what Browne contains about this, here (before p. 210 ff., in the 141 - 146th questions).
a) So they say: "A well-furnished Lady", "a well-educated, well-endowed lady ''; "The furniture of the mind", "the furnishings of the mind (with knowledge, virtues)" and more of the kind. b) I have partly developed and assessed these reasons in my comments on Browne's Master Key (p. 168 ff.) For the fact that in this system is explicitly conferred to the Bible the rank of a stewardess of the true faith within the meaning of the Protestant Church; =390= since, by contrast, in the oldest ritual, the Bible means just a light, without denying, incidentally, the intrinsic value of the Bible: this is for Freemasonry itself all the less detrimental, provided that it is exercised by the whole fraternity, as the NE. Grand Mastership was tolerant in regard to the ritual, and compelled to this, its very ritual, none of the Loges working under its Constitution, but rather, in this matter, let complete freedom to the intellect and hearts of the brethren, consequently, so much concerning this matter, did not inhibit the spirit of scrutiny, even less tempted other brethren and lodges to a mere ceremonial work and external hypocritical appearances; which is inevitable, once one makes of the adoption of one and the same ritual the exclusive condition under which brethren and lodges are admitted in an association of lodges, or perhaps even to be recognized as masons altogether. Every social association remains in the degree of perfection is capable of [does not progress], as it prevents, through legislation, to decide what is singular and small, inhibiting or complicating the free formation of its entire independent existence for the future, and by stifling the germ of its inner free life in arbitrary statutes.
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Diesen Lehren nun gaben vielleicht schon diese ersten Stifter des Gebrauchthumes noch mehr Nachdruck dadurch, daß sie die Bibel bei dem Briefe Petri, vorzüglich aber bei'm Evangelium Johannes, außchlagen ließen, wo von dem göttlichen Worte und von dem göttlichen Lichte die Rede ist, und wo zugleich die Erwähnung Johannes des Täufers, als Schutzpatrones der Brüderschaft, einen Weg zu den Herzen der Brüder zeigte. "Hier begegnen euch," — konnten sie sagen, — "Stralen jenes Lichtes, das euch erleuchten soll; hier sind die Lehren der Liebe und der Tugend, die euch beseelen, die euch, als gute und treue Männer, in Bruderliebe, zu gedeihlicher Arbeit verbinden sollen." Wollte man annehmen, diese uns in der vorliegenden Lehrlinglection überlieferte Auslegung der drei großen Lichter sei das Werk eines der letzten Jahrhunderte, so beweiset sich diese Annahme von allen Seiten als unstatthaft. Denn die in derselben enthaltene Lehre findet sich, sogar weit deutlicher, als sie hier ausgesprochen wird, schon in dem Fragstükke unter Heinrich VI, und in der wenigstens mit unserer zweiten Kunsturkunde selbst gleich alten Yorker Constitution; wie jeder Leser sich jetzt selbst überzeugen kann, nachdem selbige in dieser Schrift nach einer beglaubigten Übersetzung vor Augen liegt.
a) Denn sie hießen, mit einem unter dem Volke üblichen Namen, Culdeer, Ceili-de, Culdichs. Daraus machten die Lateiner Coli-deos, Gottverhrer. Siehe die Beweise in der der zweiten Abtheilung des zweiten Bandes beigegebnen Stellensammlung über die Culdeer! Vor der Entweihung der Brüderschaft durch päbstliche Alleinherrschaft, durch politische und alchemische Plane, muß dieses Lehrzeichen (Symbol), nach dem erklärten reinmenschlichen Sinne desselben, zu Stande gebracht worden sein; umsomehr, als wir die Ausgeburten, womit diese unmasonischen Bestrebungen (Tendenzen) unsere Maurerbrüderschaft reichlich ausgestattet haben, als ganz anders geartet kennen: auch diese drei großen Lichter überall verschwunden sind, wo jene Dinge ihren Einfluß äußerten. An dieser Stelle zeigt sich denn auch zugleich der Ursprung der drei kleineren Lichter in der Freimaurerei. An den drei Hauptfenstern saßen wirklich die drei, die Loge haltenden und lebenleitenden (regierenden) Beamten. So fügte sich nun leicht zu der erwähnten eine zweite Lehre:
a) Während die großartigen und schönen Riesenwerke jener Baugesellschaften im Mittelalter noch wohlerhalten sind, und zum Theil in ehrwürdigen, eigenschönen Bauresten das ganze Abendland schmükken, lebt auch ihr geistiger Bau in der im Jahr 1717 höher und freier belebten Freimaurerbrüderschaft, und außer derselben in den Volkschulen und Wissenschaftschulen (Universitäten) fort, in deren Gründung und Ausbildung im früheren und späteren Mittelalter in Frankreich und Deutschland sie sich auf ähnliche Weise verhielten, als zu der reinmenschlichen Umbildung der Masonei. Die eigenliche Arbeit wurde bei Tage gethan. Nur wenn dringende Geschäfte, vielleicht auch gesellige Freude, die Brüder bis in die Nacht beisammen hielt, war künstliche Beleuchtung, — Kerzenlicht, nöthig. Sowie das schönste Tageslicht, so wurde dann auch dem Meister und den Aufsehern die schönste Nachtbeleuchtung vergönnt, um sie zu ehren und um ihre Arbeit zu fördern. Und sowie ferner ihr Arbeitort des Tages bei den Fenstern in Osten, Süden und Westen war, so hatten sie auch bei =367= Abend wenigstens ihren Ehrenplatz allda, und die schönsten Kerzen standen auf ihren Tischen. Auf diese Art gieng vielleicht der Name der großen Lichter, den eigenlich nur die Fenster führten, auch auf die drei ausgezeichneten Kerzen über; von Andern aber wurden die Letzteren vielleicht die kleinen Lichter genannt. Die übrigen Brüder hatten, versteht sich, dabei auch die nöthige, doch nicht ausgezeichnete, Beleuchtung.
a) Hierdurch bewährt sich die Richtigkeit jenes liturgischen =368= Grundsatzes: die ganze Umgebung in sinnbildliche Einheit zu verflechten. Denn wären auch nicht einmal die hier von mir gesammelten Nachrichten über den ältesten Zustand der Maurerlogen gerettet, so würde ein scharfblikkender Geschichtforscher, schon aus dieser Zeichnung am Fußboden und ihrer ritualmäßigen überlieferten Erklärung, den reingeschichtlichen Ursprung der Brüderschaft und ihrer Liturgie, ja sogar der wichtigsten einzelnen Symbole — durch höhere Critik errathen können. Allein da man =368= einmal durch diese Zeichnung der Einbildungkraft Gelegenheit gegeben hatte, sich thätig zu erweisen, so blieb es nicht bei dieser einfachen Zeichnung. Zunächst verfiel man wohl alsdann bloß auf den Gebrauch eines Teppichs, um eine gleich fertige Zeichnung, zumal bei Veränderung des Versammlungortes, vorräthig zu haben, und malte bald ganz andere Bilder hinzu, die auf das wegen politischer und anderer Zwekke entstellte Gebrauchthum und Bundinnigung Bezug hatten. Man konnte nun darauf malen, Was man wollte: Tempel, Werkzeuge, Buchstaben, Sonne, Mond und Sterne, und so fort planlos ohne Ende; wobei dann die Forderungen der Einheit, der Verbindung aller Theile in der Einheit, und überhaupt der sinnvollen Schönheit, immer weniger beachtet werden konnten. Vielleicht hatte man auch schon früher die Kreide- oder Kohlezeichnung mit sovielen Nebendingen und neuen Lehrzeichen vermehrt, daß das Zeichnen desselben zu mühsam, zeitkostend und scheinbar wurde, man daher auf ein bleibendes Gemälde derselben bedacht sein mußte. Vielleicht auch ist an verschieden Orten und zu verschiednen Zeiten Beides geschehen; auch wohl schon vor der Einführung des sogenannten Gesellengrades und des Meistergrades. Nach Einführung dieser Grade aber, und der für sie eigens verfertigten Rituale, konnte man bei jener einfachen Zeichnung nicht bleiben, weil jeder sogenannte Grad seine eigne und zwar sehr bilderreiche forderte. Daß diese Ableitung der drei kleinen Lichter richtig =369= sei, lehrt schon die Beschaffenheit der Sache, geschichtlich aber Prichard, bei Welchem sich zuerst, auf die Frage: "Habet ihr irgend Lichter in der Loge?" (Fr. 48 - 50 ) "die drei Kerzen," (ohne Beisatz,) dann aber auch auf die Frage nach "festen Lichtern" (fixed lights) "die drei Hauptfenster" finden,a) (Fr. 50 - 54) und zwar "zu dem Gebrauche: daß sie den Brüdern zu, bei, und von ihrer Arbeit leuchten." Der Inhalt dieses Zusatzes ist wörtlich und eigenlich wahr. Und nun folgt im Pr. sogleich die Nachricht und Erklärung, (Fr. 55 - 59) daß die Plätze der Beamten in Osten, Süden und Westen sind, aus den bekannten Gründen, die nur Sinn haben, wenn sie von einer wirklichen, so eingerichteten, Bauhütte verstanden werden. — Nach Br. Keher stehen die drei Fensterb) noch auf dem schottländischen Tapis gemalt.
a) Dabei macht Prichard, vermuthlich einer Urkunde oder mündlichen Überlieferung zufolge, (denn wie hätte er sonst auf den Einfall kommen können?) die richtige Bemerkimg: "diese drei festen Lichter sind drei Fenster, die man, obwohl keine da sind, doch in jedem Zimmer, wo Loge gehalten wird, voraussetzt." Auch in der Schrift: Solomon in all his Glory, kommen diese drei kleinen Lichter als Fenster vor. Allein gerade hierin, daß sowohl die großen, als auch die kleineren Lichter in der Freimaurerei von ebendenselben drei Hauptfenstern ihre äußere Ableitung nahmen, entsprang eine Trennung und Entfernung der Logen voneinander in Ansehung der Logengebraüche. Man konnte die drei kleineren Lichter beibehalten, und sie die großen nennen, und nun entweder die großen gar nicht erwähnen; — welches Letztere indeß in England in keinem, mir bekannten, Zweige der Maurerei geschehen ist: oder man konnte sie anders nennen und anders stellen. So enthält Prichard die Bibel, den Zirkel und das Winkelmaaß als, Gott, dem Meister und dem Gesellen gehörige, Geräthe der Loge (Furniture of the Lodge); wie sie wohl auch, ohne Rücksicht auf ihre wahre Vergeistigung, als bloße Zunftsinnbilder (Zunftembleme) füglich heißen können; und zwar setzt er weiter keine Erklärung hinzu. Browne zeigt, (Fr. 91 ff,) gleich nach der Ertheilung des Lichts, auf die drei großen Lichter, — Sonne, Mond und Meister, — als auf etwas aüßerst Wichtiges, hin, und bringt erst weiter hinten (Fr. 141 - 146) die wahren drei großen Lichter, ebenfalls als Logengeräthe; außer welchen er noch dazu sechs Logenkleinodien (Jewels) erwähnt; =370= übrigens jedoch mit der richtigen Erklärung: nur daß bei ihm die Bibel nicht mehr auf Religion und wahren Glauben hindeutet, sondern selbst Richtschnur des Glaubens ist.a) — Aber man konnte auch die drei großen Lichter beibehalten, aber anders deuten; und auch Dieß ist geschehen. Denn in GM., welches Fragstück überhaupt ganz von catholisch-papistischen Händen bearbeitet worden ist, finden wir (Fr. 27- 30) Folgendes,
a) Siehe vorn S. 10 ff. und S. 84 ff. die Darstellung des Ganges und des Eigentümlichen der neuenglischen Lection! Da übrigens Pr. die echte Auslegung von Bibel, Winkelmaaß und Zirkel nicht enthält, so hat das NE. Großmeisterthum vielleicht erst später, durch die Vorwürfe der alten Maurer gedrängt, diese Auslegung aufgenommen. Ebenso leicht, als zu den drei kleineren Lichtern, fand sich nun die Veranlassung zur geistigen Auslegung, der drei großen Pfeiler. Da die Yorker Constitution beweist, daß schon im J. 926 die Bauleute auf den Vitruvius und Euclides verwiesen wurden, und daß diese Schriften, schon damals, Handbücher jedes Baumeisters sein sollten: so ist nicht zu zweifeln, daß sie die drei alten Säulenordnungen, die dorische, ionische und corinthische, und des Vitruvius Auslegung derselben, kannten. Sowie nun Vitruvius die dorische männlich, die ionische weiblich, und die corinthische jungfräulich-zierlich nennt, so konnten diese Säulen, mit einer leichten Umänderung, in Einklange mit den drei großen Lichtern, auf Weisheit, Stärke und Schönheit, welche Eigenschaften auf die Eigenwesenheit des Weibes, des Mannes und der Jungfrau eine wesenliche (schon in dem hellenischen Sagethume ausgedrückte) Beziehung haben, gedeutet werden; da man den Sinn für diese Auslegung bei den Architecten vorfand.b)
b) Siehe meine Bemerkungen zur 70ten Frage, sowohl obige 89te Bemerkung (I, S. 199), als die hier folgende, und zur 87ten und 65ten ff. Frage, und eine andere Vermuthung in der Schlußabhandlung zu diesen zweiten Bemerkungen. Daran schloß sich endlich ebenso natürlich die Gestalt und Lage der Loge, da sie die Bauhütte schon =371= ansich trug, sowie auch das Lehrzeichen (Symbol) des farbigen Thronhimmels oder Himmeldekke (Baldachins), an; da man bei feierlichen Zusammenkünften höchstwahrscheinlich die Dekke der unansehnlichen Bauhütte mit einer Wolkendekke, vielleicht von blauem Zeuge, oder wenigstens den Stuhl des Meisters mit einem blaufarbigen Thronhimmel, ausschmückte. Mit dieser sinnvollen Dekke beschlossen die Stifter unseres, seit der Einwirkung des Christenthumes in die Maurerei ältesten, Gebrauchthumes (Rituals) den ganzen Kreis der Grundlehrzeichen (Grundsymbole); nachdem sie den Vorrath alles in der Bauhütte schon Gegebnen zu Vergeistigungen weise benutzt hatten. An diese Grundlehrzeichen (Grundsymbole) aber fügten sich weiter eine Anzahl wohlgewählter Neben- und Hülflehrzeichen ungezwungen an, welche sich zu den Grundlehrzeichen ebenso verhalten, wie die in ihnen angedeuteten Lehren zu den in den Grundlehrzeichen angedeuteten Grundlehren der Maurerei. Die in den Nebenlehrzeichen dargestellten Lehren sind einzelne, weiter ausgeführte Theile jener Grundlehren, oder Anwendungen derselben auf einzelne Fälle. Und diese Beschaffenheit der überlieferten Lehrzeichen ist eben der geschichtliche Grund, weßhalb ich in dem vergeistigenden Lehrfragstükke, welches diese meine Schrift eröfnet, dieselben in Grund- und Nebenlehrzeichen (Grund- und Nebensymbole) abtheilte, und unter den Grundlehrzeichen wiederum das Lehrzeichen der drei großen Lichter als das Hauptsymbol hervorhob. Was nun die Würdigung dieses überlieferten Hauptlehrzeichens betrifft, so ist, wie überall, also auch hierbei, die Beurtheilung nach den Zeiten und Umständen, worin es erfunden worden, zu unterscheiden von der Beurtheilung nach dem Urbegriffe und Urbilde, und von der besondern Beurtheilung nach dem durch den heutigen Zustand bedingten Musterbilde. Geschichtlich betrachtet, erweiset sich unser Hauptlehrzeichen besonders dadurch als zweckmäßig, weil es auf eine für die Menschen, denen es bestimmt war, damals sehr sprechende Weise nach derjenigen Erkenntniß hindeutete, welche dem Menschen, um sich als Mensch auszubilden, wesenlich ist. Denn wenn wir dieses überlieferte Hauptlehrzeichen nach dem Urbegriffe der Freimaurerei, und nach dem für jede Zeit bleibenden Bedürfnisse der Menschheit und zunächst der Brüderschaft prüfen, so erscheint es in mehren Grundwesenheiten und erstwesenlichen Hinsichten ungenügend; indem wir daran Ganzheit, Einheit und Gliedbau vermissen. An allen wesengemäßen (vollkommnen) Dingen muß sich an deren Eigenwesenheit zuerst Ganzheit und Einheit finden, und sodann in dieser Ganzheit und Einheit Gliedung und Vielheit. Deßhalb ist es für jeden geselligen Verein erstwesenlich, daß das ganze Wesenliche, welches ihm als Zweckbegriff zum Grunde liegt, (das ist, seine Ganzeigenwesenheit,) fest in's Auge gefaßt und klar erkannt werde, damit man das ganze Wesenliche lebend erstrebe, und alles Einzelne auf das Ganze beziehen, danach würdigen, und dem Gliedbau des Ganzen gemäß bestimmen und gestalten könne, aufdaß Wille und Handlung der Wesenheit des Bundes stetig rein und ganz entsprechen. So ist die Menschheit als lebendes Wesen (als Gliedlebwesen) das der Freirnaurerbrüderschaft (dem Masonbunde) als Zweckbegriff vorschwebende Urbild.
a) Sprachkenner werden bemerken, daß diese Benennung bloß bildlich, also nothwendig auch schwankend, ungenügend und nur theilwesenlich ist. Hauptsymbol soll heißen: das ersteigenwesenliche Lehrzeichen. Es sollte lieber Haupteigenlehrzeichen gesagt werden. Hieraus werden diejenigen Leser, welche über diesen Gegenstand tiefer nachgedacht haben, zugleich ersehen: daß das der Freimaurerbrüderschaft eigenwesenliche Hauptlehrzeichen mit dem Einen höchsten Hauptlehrzeichen als Zeichen in einer ähnlichen Beziehung stehen müsse, als die innere Beziehung der Menschheit in und zu Gott ist, und daß daher dasselbe nur dann gefunden werden könne, wenn das Eine urwesenliche Hauptlehrzeichen für Gott in =374= Schrift und Ton gefunden worden. Freilich werden schon diese Sätze sogar der Mehrzahl denkender Brüder nicht hinlänglich verständlich sein; und eben Dieses ist der Grund, weßhalb ich mich hierüber an dieser Stelle nicht weiter verbreite, ob ich gleich jenes Hauptlehrzeichen für: Gott, und das ihm untergeordnete Hauptlehrzeichen für: Menschheit, sowohl in der Schriftzeichensprache, als in der Tonzeichensprache, wissenschaftlich gefunden habe, und dasselbe bereits im J. 1810 in der ersten Auflage dieses Bandes für die Schriftzeichensprache hätte darstellen können, wenn ich, Dieses zu thun, als zweckmäßig erkannt hätte. Wenn ich aber auch an dieser Stelle das wissenschaftliche Hauptlehrzeichen (Hauptsymbol) der Brüderschaft, das ist das Lehrzeichen für die gliedlebliche Menschheit, nicht in dem Einen Lehrzeichen für: Gott, entfalten kann: so werden doch wissenschaftlich gebildete Leser mit mir in der Forderung einstimmen, daß dieses Hauptsymbol, was auch immer für ein Zeichen angenommen werde, dennoch vor Allem in sich selbst Eins sein, und die Menschheit als Ein Gliedlebwesen versinnbilden müsse; daß es aber nicht bloß eine Reihe einzelner Zeichen für einzelne innere Theile, Äußerungen und Beziehungen der Menschheit und ihres Lebens befassen dürfe. Da nun die Menschheit ein Gliedwesen (Organismus) und ein lebendes Gliedwesen ist, so muß auch das sie versinnbildende Hauptlehrzeichen in seiner Einheit und Einfachheit selbst einen innern Zeichengliedbau enthalten; und ebenso in seine Theile gegliedert werden können, als die Erkenntniß des Urbegriff der Menschheit in die Erkenntniß seiner inneren Theile, und ihrer Vereinwesenheit in Ein Leben ebenfalls gliedgebildet, und in's Einzelne gestaltet werden kann und muß, wenn diese Erkenntniß einer Gesellschaft als Zweckbegriff dienen soll, welche der ganzen Menschheit, als Einem Gliedlebwesen (individuellen Organismus), im Vereingliedleben aller ihrer inneren Selbwesen (Personen), Kräfte und Werke, gewidmet ist. Würdigen wir unser geschichtlich überliefertes Hauptlehrzeichen nach diesen ewigen Forderungen der Wissenschaft und des Lebens, so finden wir es ungenügend und ebendeßhalb für die Zukunft unstatthaft;a) denn es mangelt diesem Lehrzeichen, die Einheit, die Ganzheit, die Gliedbauheit; weil es in einer Dreiheit anhebt und endet, deren erstes Glied nach Gott hindeutet, das zweite auf den Einzel menschen, das dritte auf die Menschheit; oder: deren erstes Glied das Verhältniß des Menschen zu Gott, das zweite den Menschen an sich selbst (als Selbwesen), und das dritte das Verhältniß des Menschen zu anderen Menschen versinnbildet.
a) Kein aufmerksamer Leser wird diese Worte so verstehen, als wenn ich behaupte, das durch die drei großen Lichter Versinnbildete seie jemals unstatthaft, oder jemals oder in irgend einer Hinsicht unwesenlich für die Menschheit, den Menschheitbund und die Freimaurerbrüderschaft. Daß ich dieses Versinnbildete für ewig und in aller Zeit wesenlich erkenne, Das beweisen meine vorn der zweiten Kunsturkunde selbst untergesetzten Anmerkungen, meine Freimaurervorträge, und die in meinem liturgischen Fragstükke mitgetheilten Auslegungen und Vergeistigungen der überlieferten Grundsymbole der Freimaurerbrüderschaft. Das Sinnbild der drei großen Lichter ist ferner darin unvollkommen, daß es nicht vollendet gliedbaulich ist: denn es ist zwar insofern vollständig, als das erste Glied nach Gott hinzeigt, da Gott Alles ist, was ist; auch ist es in der Hinsicht gliedbaugemäß, daß es das Verhältniß des Menschen zu Gott obenan stellt, wie es sich gebühret: allein sofern in selbigem einmal Mehrheit ausgesprochen ist, =376= sollten auch alle Glieder der urwesenlichen inneren Vielheit in Gott vollständig, und in wesengemäßer Beiordnung darin enthalten sein. Dann würde es aber folgendes Begriffbild (Schema) versinnbilden:
Vernunft — Natur b) Auch dieses Begriffbild ist jedoch noch nicht vollkommen gliedbaulich; denn es fehlt in ihm erstlich die Bezeichnung für: Gott, sofern Gott, als Urwesen,c) über Vernunft und Natur ist; sodann fehlen die Vereinglieder: Gott als Urwesen vereint mit Geistwesen, Gott als Urwesen vereint mit Leibwesen, und Gott =377= als Urwesen vereint mit den vereinten Geistewesen und Leibwesen, in welchem vollwesenlichen Vereingliede die Menschheit erst ein innerer untergeordneter Theil ist.
a) Auch diese Wortbestimmung ist noch unvollkommen; die auf der folgenden Seite ist genügender, aber die beste kann ich ohne Erklärung nicht mittheilen, da sie zu vielen Mißverständnissen Anlaß geben mußte. b) Jede Darstellung dieser übersinnlichen Gegenstände außerhalb des ganzen Gliedbaues (organischen Systemes) der Wissenschaft hat unüberwindliche Schwierigkeiten, deren eine sehr wesenliche der unvollkommne Zustand der Volksprachen veranlasset, welcher aber freilich nur eine einzelne Äußerung des noch unvollkommen und unentfalteten Lebenzustandes der Völker selbst ist. — Diese Schwierigkeiten betreffen jedes Wort, das man hierüber äußern mag. So das vieldeutige unbestimmte Fremdwort: "Natur," sofern es in obigem Begriffbilde das der Vernunft gegenüberstehende Theilwesen bezeichnen soll. Der eine Leser denkt dabei Dieses, der Andere Jenes; und der ganze jetzt übliche Sprachgebrauch dieses Wortes enthält dennoch nicht diejenige Bedeutung ganz, in welcher es oben genommen ist. Um jedoch die größten Mißverständnisse abzuhalten, bemerke ich, daß ich unter Natur nicht bloß oder vorzüglich das Ganze aller körperlichen Stoffheit (der Materie) verstehe, sondern das lebende endliche, in seiner Art aber unendliche, Wesen selbst, welches in sich auch der Stoff (die Materie) ist, und den Stoff, oder eigenlich, sich selbst als Stoff zeitewig bildet; zu Dem sich die uns in den Leibsinnen erscheinende stoffliche (materielle) Welt ebenso verhält, wie die Welt der Inbildkraft (Welt der Phantasie im Traumen und Wachen) zu der Vernunft (dem Vernunftwesen). Doch auch diese Erläuterung wird den Meisten unverständlich sein; und es ist hier überall nicht zu helfen, als durch gemeinschaftliches Erbauen der Wissenschaft, und gemeinschaftliches Ausbilden der Sprache. c) Die deutsche Sprache, obwohl unter allen auf dieser Erde lebenden Sprachen vielleicht vergleichweis am meisten zu Darstellung des Gliedbaues der Wissenschaft geeignet, ist gleichwohl in Hinsicht des Wortthumes für die Urwissenschaft sehr beschränkt. So bezeichnet nach jetzigem Redgebrauche ur das Ewige, in Gegenheit des Zeitlichen; aber für die Wesenheit, =377= die über der ewigen und zeitlichen, in Gegenheit zu Beiden ist, sowie über die Wesenheit, welche über und vor aller Gegenheit ist, fehlt ein bezeichnender Urling (Stammsylbe). Daher ist eigenlich der Ausdruck: Urbegriff Wesens, oder: Urbegriff Gottes, wissenschaftlich ungenügend. Wollte man den uralten Urling: or, erneuen, und dadurch die Wesenheit und Seinart über und vor aller Gegenheit bezeichnen, so könnte diesem Übelstande abgeholfen werden. Daher ist folgendes Begriffbild (Schema) dem vollkommneren Ausdrukke in der Wesensprache (Pasigraphie) schon näher. Wesen Urwesen. Urwesen vereint mit Geistwesen. Urwesen vereint Geistwesen. Geistwesen und Leibwesen, worin Menschheit das Vereinwesen ist.a) Geistwesen, vereint mit Leibwesen.b)
a) In der Wesensprache bezeichnet ein einziger Wortzug, und ein einziger Brustlaut, dieses Vereinglied. Auch die deutsche Volksprache, wenn sie, wie ich (in meinen zwei Abhandlungen von der Würde der deutschen Sprache, Dresden 1816, und in der Ankündigung meines Urwortthums der deutschen Volksprache) gezeigt, wissenschaftlich ausgebildet wird, bietet kurze und schöne Wörter für die vier Vereinglieder obigen Schemes dar; deren ich mich auch schon seit vielen Jahren bediene, die ich aber hier aus den angeführten Gründen zurückhalte. b) Da es, aus den in den nächstvorigen Noten angezeigten Gründen, hierüber deutlicher und ausführlicher zu sein, an dieser Stelle und für diesen Zweck unmöglich ist: so kann ich urwissenschaftliche (philosophische) Leser, welche meine weiteren Darstellungen hiervon zu kennen wünschen, indeß bloß auf meine: Grundlage der Sittenlehre verweisen, da die strengwissenschaftliche Darstellung des Gliedbaues der Wissenschaft, die ich bearbeite, noch nicht erschienen ist. — Aus gleichem Grunde kann ich auch die wissenschaftliche Bezeichnung dieses Ganzen der Urbegriffe, welche es in meiner allgemeinen Zeichen- und Tonsprache erhält, nicht =378= mittheilen, so sehr ich wünschte, und so angelegenlich ich auch seit acht Jahren an der druckschriftlichen Darstellung meines Versuches der Wesensprache arbeite, von der ich schon in der ersten Ausgabe der vorliegenden Schrift als von einem weit gediehenen Werke reden konnte. — Für diejenigen meiner Brüder, welche sich der Urwissenschaft (Philosophie) nicht widmen, und mit derselben sich nicht vertraut gemacht haben, bin ich bemüht gewesen, diese übersinnlichen Gegenstände so faßlich abzuhandeln, als ich es innerhalb der Grenze der deutschen volküblichen Sprache bei redlichem Streben vermochte, in folgenden Schriften: "Urbild der Menschheit"; "Tagblatt des Menschheitlebens"; "Höhere Vergeistigung der echtüberlieferten Grundsymbole der Freimaurerbrüderschaft in 12 Logenvorträgen." Auch empfehle ich zudem Ende die in Br. Moßdorf's Mittheilungen enthaltenen Darstellungen aus meiner masonischen Lehre durch eine Auswahl von Stellen aus den soeben erwähnten Schriften. Dieses Begriffbild stellt zugleich den Grundriß des ganzen Wissenschaftbaues dar; wenn es aber wesensprachlich (pasilogisch und pasigraphisch) bezeichnet wird, so giebt es den Grundzug (Hierogramma) und das Grundwort für diese ganze Sprache, und enthält in seinen einzelnen Theilen das Grundlautthum und Grundzeichenthum (alphabetum) derselben. Daß aber die richtige Darstellung und Auffassung des Gliedbaues aller Endwesen in Wesen, das ist: in Gott, für jeden Menschen lebenwesenlich sei, also auch dem neuaufgenommenen Bruder in Geist und Gemüth vergegenwärtigt werden solle, davon wird jeder Bruder überzeugt sein, der selbst in dieser Erkenntniß lebet. Beurtheilen wir ferner unser überliefertes Hauptlehrzeichen in Hinsicht Dessen, was als Mittel der Bezeichnung gewählt ist, so begegnet uns zuerst das den drei einzelnen Lehrzeichen, die es enthält, gemeinsam übergeordnete Lehrzeichen des Lichtes, welches offenbar ein Lehrbild der Erkenntniß oder des Schauens ist, also anzeigt, daß drei wesenliche Erkenntnisse versinnbildet werden sollen, allein nicht bloß als Erkenntnisse, sondern in ihrer Beziehung auf das Leben. Diese Lichter werden ferner deßhalb groß genannt, weil sie drei große Erkenntnisse bezeichnen sollen. Dann aber ist das Wort: groß, ebenfalls nicht in seiner eigenlichen, sondern in einer sinnbildlichen Bedeutung zu verstehen. Denn eigenlich heißt groß =379=Alles, was und sofern es in bestimmten Grenzen wesenlich ist, und ein irgendartiges Wesenliche heißt, sofern es in bestimmten Grenzen ist, eine Größe. Großheit aber ist begrenzte Ganzheit, also in und unter dem Begriffe der Ganzheit enthalten. In dem Ausdrukke: große Lichter, soll aber nicht die Großheit der Erkenntniß, (gleichsam der Grad der Helligkeit,) sondern die Stufe der Wesenheit des Erkannten, und die Stufe der Lebwesenheit (die practische Wichtigkeit) dieser Erkenntnisse für den Menschen bezeichnet werden; das Wort: groß, wird also hier, selbst im übertraglichen (metaphorischen) Sinne, sinnbildlich verstanden, und stehet für das unbildliche: erstwesenlich. Die drei einzelnen Lehrzeichen, welche sodann genannt werden, sind aber nicht drei Arten von Licht, sondern drei verschiedenartige, im gegenwärtigen Leben der Baukünstler sich darstellende Dinge, welche eben die Beziehung jener drei wesenlichen Erkenntnisse auf das Leben vermitteln, und an jene drei Erkenntnisse erinnern. So ist Erkenntniß Gottes und Beziehung des Lebens in Gott nach Gott hina) für den Menschen zum Theil vermittelt durch urkundliche Nachrichten von dem Schauen und Leben gottinniger Menschen, welche als "heilige Bücher und heilige Überlieferungen (traditiones)" anerkannt werden; deßhalb wählten die Culdeer ganz richtig das Evangeliumbuch, oder späterhin die ganze Bibel, zu dem Lehrzeichen, welches an den Urbegriff Gottes und der Lebeneinheit mit Gott erinnern sollte.b) Hätten sich ihnen in Hinsicht der Urbegriffe des Menschen und der Menschheit, außer der Bibel, die sie gewiß auch in diesen beiden Hinsichten ebenso nützlich hielten, als in Hinsicht der Erkenntniß Gottes und der Gottinnigkeit, zwei ähnliche urkundliche Werke dargeboten, als die Bibel in Hinsicht Gottes und der Gottinnigkeit ist, so hätten sie dieselben zu Lehrzeichen wählen gekonnt.
a) "Beziehung auf Gott" kann vernunftgemäß nicht gesagt werden. Siehe die bereits in der vorigen Note angeführten beiden Abhandlungen! b) Und ebendeshalb lehrt Preston in seinen Illustrations, v. J. 1812, S.36, im Geiste der reinen Masonei, und des echtüberlieferten ersten Altgesetzes (old charge), "daß der Maurer das Moralgesetz in Übereinstimmung mit der heiligen Schrift studieren solle;" und fügt in einer Note bei: "In England die Bibel, aber in Gegenden, wo dieses Buch unbekannt ist, Das, wovon man annimmt, daß es den Willen oder das Gesetz Gottes enthalte." Sie zogen aber vor, für diese =380= beiden Erkenntnisse Lehrzeichen aus dem Gewerke der Brüderschaft zu entlehnen, damit sie währender Arbeit recht oft, und recht innig, an dieselben erinnert würden; und diese Maßregel ist allerdings im Geiste vernunftgemäßer Erziehung. Ohne die beigefügte wörtliche Deutung würde freilich Winkelmaaß und Zirkel vieldeutig bleiben, und die Absicht nicht erfüllen, aber ebendeßhalb ist die Auslegung in Worten urkundlich und feierlich beigegeben. — Hieraus ist die Unvollkommenheit entstanden, daß sich Winkelmaaß und Zirkel auf ihr zu Versinnbildendes ganz anders beziehen, als die Bibel zu Gott und Gottinnigkeit. Solange man es daher überhaupt noch zweckmäßig findet, bei Bildern und Lehrzeichen stehen zu bleiben, welche die Baukunst darbietet, und solange man noch fernerhin darauf Verzicht leistet, ein Hauptlehrzeichen zu wählen, welches Einheit und Ganzheit mit Gliedbaulichkeit vereiniget, empfiehlt sich das überlieferte Hauptsymbol der drei großen Lichter, bei allen Mängeln, dennoch durch das erwähnte Wesenliche, was es leistet; zumal da unter allen geschichtlich überlieferten Lehrzeichen der Freimaurerbrüderschaft keines ist, welches sich verhältnißmäßig ebenso gut zum Hauptlehrzeichen eignete. Diese Überzeugungen über den Ursprung und die Bedeutung, sowie über den Werth der drei großen Lichter bestimmen auch mein Urtheil darüber, ob und inwiefern die Annahme derselben zum Hauptlehrzeichen, und ihre geschichtlich richtige, zugleich der Vernunft gemäße, Auslegung ein entscheidend wesenliches Merkmal (ein ausschließender Character) einer "echten und kunstgerechten," oder mit einem anderen Kunstausdrukke: "einer echten, gerechten und vollkommnen Loge" ausmachen könne, oder nicht.
a) Insofern ist die Wiedervereinigung der beiden Großlogen in London, im Jahr 1813, eine erfreuliche Erscheinung. Nachdem sich beide zuvor lange unduldsam bekämpfet hatten, lernten sie sich in Liebe und Achtung dulden, und gelangten endlich in Frieden zu vereinter geselliger Wirksamkeit. — Ehe ich zu den noch übrigen Einzelbemerken über die drei großen Lichter fortgehe, ist es Pflicht, noch zwei allgemeine Erinnerungen zu machen, welche, wenn sie beherziget werden, der Brüderschaft von großem Nutzen sein werden. =383= — Es ist nicht genug, den Urbegriff und das Urbild (die Idee und das Ideal) der Menschheit den Brüdern in einem, wenn auch noch so zweckmäßig gewählten, Sinnbilde darzustellen. Denn der Urbegriff der Menschheit, der zugleich das wahre, nun gefundne, "Meisterwort" der Brüderschaft ist, kann und soll nicht nur in einem Hauptlehrzeichen, und in dem den Gliedbau dieses Lehrzeichenthumes entfaltenden Lehrzeichenthume (Systeme von Symbolen), sondern vielmehr in einer gliedbaulichen Bundinnigung (organischen Liturgie), die der Bundinnigung des in gliedbaulicher Entfaltung werdenden Menschheitbundes stetig ähnlicher gebildet wird, auf alle Weise kunstreich dargestellt werden. — Es ist hier nicht der Ort, diesen Gedanken auszuführen; ich kann bloß, zur Erläuterung einiges Einzelne andeuten. — Zuerst erinnere ich an ein ähnliches wesenliches (pasigraphisches) Zeichen für den Urbegriff der Menschheit, wie es das Winkelmaaß für die innere lebgesetzliche Vollendung, der Zirkel für Geselligkeit, und das längliche Viereck für die Loge sind. Denn diese erwähnten Zeichen sind wesenlich, wirklich wesensprachgemäß (pasigraphisch), das ist wirklich im Geiste einer allgemeinen, wesenlichen Zeichensprache, welche ohne Hülfe der Wortsprache verstanden werden kann. Solche Zeichen wirken durch den Verstand, wenn er wissenschaftlich gebildet ist, auf das Gemüth, und haben in Zeitpunkten, wo Leidenschaft den ganzen Menschen mit fortzureißen droht, indem sie an Grundwahrheiten erinnern, die den Menschen in Urbesonnenheit in Gott erhalten helfen, eine mitbesänftigende Kraft.a)
a) Dergleichen meist aus den Grundformen im Raume entlehnte wesensprachliche Bildschriftzeichen (pasigraphische Symbole) hatten schon die Egypter. (Siehe die geistreiche Lettre sur les Hieroglyphes; [par Palin] à Dresde, 1802; sowie deren Fortsetzung: Essai sur les Hieroglyphes, ou nouvelles lettres sur ce sujet; à Weimar 1804; und Dessen geistreiche, wenn auch unzulängliche, Erklärung der hieroglyphischen Inschrift von Rosette; dann das bekannte Werk von Zaëga über die Obelisken, und das in Paris erscheinende Prachtwerk über Egypten, in der Abtheilung: Antiquités d'Egypte!) — Über die wesensprachlichen Versuche der Inder haben wir aus dem Oupnekhat (s. I, S. 144 n. 23!) aus Moore's Pantheon Indicum, und des Fra Bartelomeo Schriften eine noch unzulängliche Kunde, um sie ansich und im Vergleich mit den egyptischen gründlich zu würdigen. Wenn ich meinen eignen Versuch der Wesentonsprache und Wesenschriftsprache, der soweit gediehen ist, daß ich über urwissenschaftliche Gegenstände darin denk und forsche, =384= bekannt machen werde: so wird sich darin auch die wesenliche Bezeichnung der Menschheit, des Menschheitlebens und des Menschheitbundes finden, welche, außer dem Zusammenhange mitzutheilen, Einsicht und Gefühl nicht gestatten. — Das herzliche und zugleich =384= schöngesellige und geberdkunstliche Lehrzeichen (das mimisch - dramatische Symbol) der Kette, — welches noch vieler schönen Nebenbestimmungen fähig wäre, ist wohlgeeignet, (s. I, S. 275, Note **)!) eine in Gefühl und Willen aufgenommene bildliche, und zum Theil selbwesenliche Anschauung der Menschheit zu wekken und zu unterhalten; — wäre sie nur nicht bloß Männerkette! — Mann und Weib, und Kinder und Großeltern, in schöner Gruppung und in menschheitwürdiger Handlung durch lebende Menschen in Feieraugenblikken der Bundinnigung, oder in Rundbildwerk und Geschichtmalerei, vorgestellt; Menschen aller verschiedenen Erdländer geschwisterliebinnig, seelenvoll vereint; echtmenschliche Lebnisse (Scenen) wesenlebiger, reinguter Menschen aus der Geschichte, und nach Dichtwerken werden sprechende, verkündende (prophetische), erwekkende Bilder der künftigen edleren Menschheit sein! — Endlich darf ich nicht unbemerkt lassen, daß es keinesweges erstwesenlich, geschweige hinreichend, ist, den Urbegriff der Menschheit bloß zu versinnbilden, und es dabei sofort bewenden zu lassen. Dieses reichet nicht einmal zu der Belehrung hin, deren erstwesenlicher Theil ein ganz anderer ist. Denn vor Allem ist zu Belehrung der Brüder ein wissenschaftlicher, urwesenlicher Unterricht ohne Sinnbild und Hülle über die Wesenheit und Bestimmung des Bundes, das ist über die Menschheit als Ein Gliedlebwesen, als Ein geselliges Ganzes, zuerst erforderlich, worin die Menschheit sowohl unbegrifflich und urbildlich, als =385= geschichtbildlich (reingeschichtlich, in einem getreuen Eigenlebenbilde) und geschichturbildlich (geschichtphilosophisch), und darin auch musterbildlich (nach ihrem eigenleblichen Musterbilde) erkannt, und in reinwissensehaftlicher Sprache dargestellt wird; und diese unsinnbildliche Belehrung ist nicht nur ansich eher und höher wesenlich, als die sinnbildliche und lehrzeichenliche (symbolische, emblematische, und allegorische), sondern wird selbst als vorangehende Bedingung vorausgesetzt, daß auch die wesengemäße sinnbildliche und lehrzeichenliche Darstellung gefunden, mitgetheilt und richtig und wirksam ausgelegt werde. a) Ich bitte wissenschaftforschende Leser, hierüber meine Oratio de scientia humana et de via ad eam perveniendi, (Berolini 1814,) zu lesen; sowie auch, Was ich in dem Tagblatte, in meiner Sittenlehre, und in meinem Versuche vom Urbilde der Menschheit gesagt habe. (Vergl. auch I S. 34, n. **)!) — Dieser unbildliche Unterricht thut unsern Logen noth, und ebendieser mangelte ihnen noch ganz. Deßhalb bin ich seit dem Jahre 1808 bestrebt, diese wesenliche Bundlehre, soweit meine Kräfte reichen, im Ganzen des Einen Wissenschaftbaues zu gestalten und darzustellen. — Solange diesem Mangel nicht in den Logen abgeholfen wird, solange wird die Brüderschaft die Forderungen, welche jeder gottinnige und menschheitinnige Bruder, und die Menschheit selbst, mit Recht an sie macht, in Zukunft so wenig erfüllen, als sonst und jetzt. — Alle anderen Gebrechen unseres Bundes können nur insoweit geheilet, und alle in ihr schlummernde Keime des Guten nur insoweit geweckt werden, als dieser Grundmangel an lichtvoller, wissenschaftlicher, unbildlicher Erkenntniß der gliedlebigen Menschheit in Gott, nicht ausgefüllt wird. Nach diesen Erörterungen wird es nun auch leicht sein, Das richtig zu beurtheilen, was uns Br. Keher über die Gebräuche der Logen in Schottland in Ansehung der drei großen Lichter berichtet hat.
a) Aus Lawrie's Geschichte, einem in vielem Betrachte lehrreichen Werke, worin auch die Geschichte und Verfassung der schottländischen Großloge zu Edinburgh ausführlich enthalten ist, kann man sich hierüber weiter unterrichten. Doch bedürfen mehre geschichtliche Behauptungen dieser Schrift einer Berichtigung oder ferneren Prüfung, welche ich in meinen Anmerkungen zu dieser Schrift (in der deutschen Übersetzung, Freib. 1810, S. 315 ff.) zu geben gesucht habe. Auch das Altenburg'sche Constitutionenbuch enthält in seinem geschichtlichen Theile viel Lehrreiches über die ältere Verfassung der Brüderschaft vor 1717. Doch auch die in unserer Urkunde selbst gegebne Erklärung der drei großen Lichter hat mehre voneinander abweichende Auslegungen erfahren. Eine geistvolle und lehrreiche Auslegung derselben hat Bruder Feßler gegeben, und die Grundzüge seiner darin enthüllten Überzeugungen hinsichts der Wesenheit der Freimaurerei (im dritten Bande seiner sämmtlichen Schriften, S. 81) mit folgenden Worten ausgesprochen: "Was sind diese drei großen Lichter? Fr.Was erleuchten und leiten sie? Zunächst führe ich die Auslegung an, welche Br. Pierer im Altenb. Journale für Freimaurer (B. I, Heft 1, S. 36 - 81) mitgetheilt hat. Sie paßt zwar mehr auf die drei großen Pfeiler, als auf die drei großen Lichter: allein die vom Br. Pierer betrachteten Urbegriffe (Ideen) mögen dennoch füglich als große Lichter des Leben, vorgestellt werden.
a) Allerdings ist Liebe, als Streben nach Vereinleben, auch auf das Schöne, d. i. auf das Endliche, sofern es in und an den Grenzen seiner Endlichkeit gottähnlich ist, gerichtet; =387= jedoch nicht allein, noch erstwesenlich auf solches, sondern allein in Gott nach Gott hin, und in Gott nach allen Endwesen hin, sofern sie gut, das ist, eigenwesenlebig, eigengottähnlich im Leben, sind. H. — Möchten doch alle Maurersymbole, recht vielseitig, also vergeistigt werden! In Preston's Illustrations (ed. 1792, p. 102 f.; ed. 1812, p. 87) findet sich noch folgende Erklärung des Winkelmaaßes und Zirkels: "The Square teaches, to regulate our actions by rule and line, and to harmonise our conduct by the principles of morality and virtue. The Compasses teach, to limit our duty in every Station, that, rising to eminence by merit, we may live respected, and die regretted. "Das Winkelmaaß lehret, unsere Handlungen nach dem Richtscheit und der Schnur zu richten, und unser Betragen nach den =389= Grundsätzen der Sittlichkeit und Tugend in richtige Verhältnisse zu bringen. Der Zirkel lehrt, in jedem Berufe unser pflichtmäßiges Verhalten zu bestimmen, damit wir, durch Verdienste emporsteigend, im Leben geachtet und im Tode bedauert werden mögen." M. übersetzt die englische Erklärung der drei großen Lichter also: "Die heilige Bibel ist, unsere Thaten zu richten, das Winkehnaaß, unsere Handlungen abzumessen, und der Zirkel, mit allen Menschen in freundschaftlicher Verbindung zu sein, insonderheit mit einem Brudermaurer." ( Vergleiche I, 315, n. *** !) Über die Art, wie im neuenglischen Systeme, soweit es aus Browne's Master Key erkennbar ist, die drei großen Lichter behandelt werden, habe ich schon bei Gelegenheit des daraus mitgetheilten Lehrlingfragstükkes (S. 168, n. 94) Einiges erinnert. Wenn Bibel, Winkelmaaß und Zirkel daselbst Geräthe der Loge genannt werden; so muß man bedenken, daß das im Englischen stehende furniture nicht so unedel, als das deutsche Geräthe, ist, sondern im weitesten Sinne Alles bezeichnet, was zur Verschönerung, zum Schmukke dient, und daß es daher von den edelsten Dingen gesagt wird. Mithin kann man, zum Beispiel, für: "the furniture of the Lodge," auch setzen: "the beauty (die Schönheit) of the Lodge."a) Auch werden die meisten Wahrheiten, die in dem Lehrzeichen der drei großen Lichter enthalten sind, im neuenglischen Rituale durch andere Bilder empfohlen und eindringlich dargestellt; und die Wesenheit des durch dieselben Bezeichneten ist großentheils beibehalten worden. Sodann hatten die neuenglischen Brüder noch andere Gründe, die drei alten großen Lichter nicht so zu nennen, und sie anderswo anzubringen; diese Gründe muß man würdigen, um jene Brüder deßhalb nicht unbillig zu beurtheilen.b) Vorzüglich bitte ich, hier Das (vorn S. 210 ff.) nachzulesen, was Browne darüber (in der 141 - 146sten Frage) enthält.
a) So sagt man: "a well furnished Lady", "eine wohlgebildete, wohl ausgestattete Dame''; "the furniture of the mind", "die Ausstattung des Verstandes (mit Kenntnissen, Tugenden)" udm. b) In meinen Anmerkungen zu Browne's Master Key habe ich diese Gründe zum Theil entwickelt und gewürdigt (S. 168 ff.) Daß in diesem Systeme der Bibel ausdrücklich der Rang einer Ordnerin des wahren Glaubens im Sinne der =390= protestantischen Kirche ertheilt wird; da hingegen im ältesten Rituale, ohne übrigens den inneren Werth der Bibel zu leugnen, dieselbe bloß ein Licht bedeutet: Dieß ist für die Freimaurerei selbst, sofern sie von der ganzen Brüderschaft ausgeübt wird, umso weniger nachtheilig, als das NE. Großmeisterthum in Ansehung des Rituals duldsam war, und dieses sein Ritual selbst keiner unter seiner Constitution arbeitenden Loge aufdrang, sondern hierin dem Verstande und Herzen der Brüder völlige Freiheit ließ, mithin, soviel diese Angelegenheit betrifft, den Geist der Prüfung nicht hemmte, noch weniger andere Brüder und Logen zu einem bloßen Ceremonienwerk und äußeren Heuchlerscheine verleitete; Welches unvermeidlich ist, sobald man die Annahme eines und desselben Rituals zur ausschließlichen Bedingung macht, unter welcher Brüder und Logen in einen Logenbund aufzunehmen, oder wohl gar als Maurer überhaupt anzuerkennen sein sollen. Ein jeder gesellige Verein bleibt der Vervollkommnung in dem Grade fähig, als er es vermeidet, durch Gesetze, welche das Einzelne und Kleine bestimmen, die freie Gestaltung seines ganzen Eigenlebens für die Zukunft zu hemmen oder zu erschweren, und in willkührlichen Satzungen den Keim seines innern freien Lebens zu erstikken.
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